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Fred Adison

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Datei:Fred Adison par le Studio Harcourt en 1941.jpg
Fred Adison (1941)

Fred Adison (eigentlich Albert Lapeyrère; * 15. September 1908 in Bordeaux; † 25. August 1996 in Nizza) war ein französischer Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Schlagzeug, Gesang) und Bandleader.

Leben[Bearbeiten]

Adison lernte autodidaktisch Klavier und Schlagzeug; ab 1926 beschäftigte er sich mit Jazzmusik und gründete – nach dem Vorbild der Jazzband von Ray Ventura<ref>Jacques Hélian: Les grands orchestres de music-hall en France: souvenirs & témoignages. 1984.</ref> – mit Freunden eine erste Band.<ref name="lonjon" /> 1931 kam er nach Paris und leitete ab den frühen 1930er-Jahren verschiedene Jazzbands und Orchester wie Fred Adison and His Collegians, mit denen er in Paris auftrat, neben Tanzmusik auch populären Hot Jazz spielte<ref>Andy Fry: Paris Blues: African American Music and French Popular Culture, 1920–1960. 2014, S. 100.</ref> und eine Reihe von Schallplatten einspielte. Seine erfolgreichsten Songs waren Avex les pompiers, Quand un gendarme rit und Quand les andouilles voleront,<ref name="lonjon" /> die er für die Label Ultraphone, Grammophone und His Master’s Voice einspielte, teilweise unter Pseudonymen wie Jules Bamay.<ref>Olivier Brard, Daniel Nevers: Le jazz en France: jazz and hot dance music discography – Band 2. 1989.</ref> Weitere populäre Nummern des Adison-Orchesters waren En cueillant les noisettes (1934, aus dem Tonfilm Le Petit Jacques), La Da Da Da (1934, aus der Revue Vive Paris!), La musique vient par ici (The Music Goes Round and Around, mit Roger Toussaint (Gesang), 1936), Qu’avez-vous fait de mon amant? (Remember My Forgotten Man (1934), mit Germaine Sablon, aus dem Film Chercheuses d’Or/Gold Diggers), Les prénoms effacés (1937) sowie Standards wie Honeysuckle Rose (1940).

Nach der Besetzung Frankreichs durch Nazideutschland tourte er im September und Oktober 1940 mit Django Reinhardt;<ref>Michael Dregni, Alain Antonietto, Anne Legrand: Django Reinhardt and the Illustrated History of Gypsy Jazz. S. 200.</ref> mit seinem Orchester trat er in dem Musikfilm Kora Terry mit Marika Rökk<ref>Für eine Nacht voller Seligkeit, deutschsprachige Version des Songs J’voudrais connaître tout ça!</ref> auf. In der Schweiz nahm er 1942 noch einige Titel wie In the Mood oder I Got Rhythm für Elite auf. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1932 und 1942 an 19 Aufnahmesessions beteiligt.<ref name="lord">Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 22. April 2016).</ref> im August 1943 trat er mit Edith Piaf und Charles Trenet in Nazideutschland in Kriegsgefangenenlagern auf.<ref name="lonjon">Bernard Lonjon: Edith et ses hommes. 2015.</ref><ref>Hedwig Brüchert, Kerstin Kersandt: Zwangsarbeit in Wiesbaden: der Einsatz von Zwangsarbeitskräften in der Wiesbadener Kriegswirtschaft 1939 bis 1945; mit einem Beitrag von Kerstin Kersandt. Wiesbaden (Germany). Stadtarchiv: Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Kulturamt, Stadtarchiv, 2003.</ref>

In der Nachkriegszeit leitete er bis in die frühen 1960er-Jahre eine Bigband, mit der er auch in der französischen Besatzungszone auftrat;<ref>Dietmar Hüser (Hg.), Ulrich Pfeil (Hg.): Populärkultur und deutsch-französische Mittler. 2015, S. 120.</ref> ferner nahm er Unterhaltungsmusik für Pathé (Le swing à l’école, 1946) auf. In seinen Bands spielten u. a. Aimé Barelli, Serge Glykson, Georges Ulmer und Benny Vasseur. In späteren Jahren legte er seine Memoiren Dans ma vie y’a d’la musique vor (Paris: Éditions Clancier Guénaud, 1983).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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