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Giersch (Gattung)

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Giersch
Datei:Illustration Aegopodium podagraria0 clean.jpg

Giersch (Aegopodium podagraria)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Tribus: Careae
Gattung: Giersch
Wissenschaftlicher Name
Aegopodium
L.

Giersch (Aegopodium) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Aegopodium alpestre 3.JPG
Doppeldoldiger Blütenstand auf langem Blütenstandsschaft von Aegopodium alpestre im Habitat

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Alle Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind hauptsächlich kahl.<ref name="FoC2005" /> Die aufrechten Stängel sind einfach oder im oberen Teil verzweigt.<ref name="FoC2005" />

Von den grundständig und wechselständig am Stängel angeordneten Laubblättern sind die grundständigen und unteren Stängelblätter in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="FoC2005" /> Die Blattscheiden sind breit und häutig.<ref name="FoC2005" /> Die Blattspreiten der grundständigen und unteren Stängelblätter sind im Umriss mehr oder weniger breit dreieckig und dreiblättrig oder doppelt bis dreifach dreiblättrig gefiedert.<ref name="FoC2005" /> Die Endabschnitte sind eiförmig oder eiförmig-lanzettlich mit gesägtem Rand, geteilt oder gelappt.<ref name="FoC2005" /> Die oberen Laubblätter sind reduziert und meist dreiblättrig gefiedert.<ref name="FoC2005" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

End- oder seitenständig befinden sich auf Blütenstandsschäften, die länger als die Laubblätter sind, die Blütenstände.<ref name="FoC2005" /> Die doppeldoldigen Blütenstände besitzen aufsteigend-ausgebreitete Doldenstrahlen.<ref name="FoC2005" /> Hüll- und Hüllchenblätter fehlen meist.<ref name="FoC2005" />

Die Blüten sind teils zwittrig, teils männlich.<ref name="Schmeil-FitschenCD-Rom" /> Der Kelchsaum besitzt nur rudimentäre Kelchzähne.<ref name="FoC2005" /> Die fünf reinweißen, rosafarbenen oder rötlichen Kronblätter sind verkehrt-eiförmig und ihr oberes Ende besitzt ein schmales nach innen eingeschlagenes Läppchen.<ref name="FoC2005" /> Das Kronblatt hat mehrere Nerven.<ref name="Schmeil-FitschenCD-Rom" /> Der Fruchtknoten ist kahl.<ref name="Schmeil-FitschenCD-Rom" /> Der Griffel ist mehr als doppelt so lang wie das kräftig entwickelte, kegelförmige Griffelpolster. Beide Griffel sind lang und zurückgebogen.<ref name="FoC2005" />

Die kahlen trockenen, zweiteiligen Spaltfrüchte, hier Doppelachänen genannt sind länglich-eiförmig oder eiförmig und leicht seitlich abgeflacht.<ref name="FoC2005" /> Die Teilfrüchte sind im Querschnitt fast rund mit flacher Oberfläche.<ref name="FoC2005" /> Die Hauptrippen sind fadenförmig und können auffällig bis kaum erkennbar sein.<ref name="FoC2005" /> Die Ölstriemen sind an der reifen Frucht nicht erkennbar.<ref name="Thellung1965" /> Der Fruchthalter ist am oberen Ende zweigabelig.<ref name="FoC2005" /><ref name="Schmeil-FitschenCD-Rom" />

Datei:Chamaele decumbens 2.JPG
Aegopodium decumbens

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Aegopodium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 265 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /><ref name="FoC2005" /> Der wissenschaftliche Gattungsname Aegopodium leitet sich von αἴγειος (altgr. aígeios für „von Ziegen“) und πούς, Genitiv ποδός (altgr. poús, podós für „Fuß“) ab und bezieht sich auf die Gestalt der Blätter, die an einen Ziegenfuß erinnern. Daher wird für diese Gattung auch der Trivialname „Geißfuß“ verwendet.

Die Gattung Aegopodium gehört zur Tribus Careae in der Unterfamilie Apioideae innerhalb der Familie Apiaceae.<ref name="Zakharova2012" />

Die Gattung Aegopodium ist in Eurasien verbreitet.<ref name="FoC2005" /> In Nordamerika, in Island, Irland, Großbritannien und in Neuseeland ist der Giersch ein Neophyt.

Die Aegopodium-Arten sind in Eurasien verbreitet.<ref name="FoC2005" /> Zwei Arten kommen nur in China vor.<ref name="FoC2005" /> Nur der Giersch (Aegopodium podagraria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.) kommt in Europa vor.

Es gibt sieben bis seit 2012 etwa elf Arten:<ref name="FoC2005" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Aegopodium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Aegopodium bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> E. Nasir: Aegopodium bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Schmeil-FitschenCD-Rom"> Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6. </ref> <ref name="FoC2005"> She Menglan (佘孟兰 Sheh Meng-lan), Mark F. Watson: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 14: Apiaceae through Ericaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Peking und St. Louis 2005, ISBN 1-930723-41-5. Aegopodium Linnaeus. S. 110–111 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Zakharova2012"> Ekaterina A. Zakharova, Galina V. Degtjareva, Michael G. Pimenov: Redefined generic limits of Carum (Umbelliferae, Apioideae) and new systematic placement of some of its taxa. In: Willdenowia, Band 42, Nr. 2, Dezember 2012, S. 149–168 (PDF). </ref> <ref name="Thellung1965"> Albert Thellung: Umbelliferae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 1212.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Giersch (Aegopodium) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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