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Akebia

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Akebia
Datei:Akebia quinata02.jpg

Fingerblättrige Akebie (Akebia quinata)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae)
Gattung: Akebia
Wissenschaftlicher Name
Akebia
Decne.

Akebia, zu deutsch auch Akebie ist eine Pflanzengattung in der Familie der Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae).<ref name="Christenhusz2012" /><ref name="FoC" /> Die etwa fünf Arten gedeihen in gemäßigten Gebieten in Bergwäldern in Ostasien (China, Korea und Japan).<ref name="Christenhusz2012" /><ref name="FoC" />

Beschreibung[Bearbeiten]

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Datei:Akebia quinata SZ77.png
Illustration der Fingerblättrigen Akebie (Akebia quinata)
Datei:Akebia quinata fruits 0s3.JPG
Offene Frucht mit Samen der Fingerblättrigen Akebie (Akebia quinata)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Akebia-Arten sind verholzende, laubabwerfende oder halbimmergrüne schlingende und Kletterpflanzen. Die mehrere Meter langen Sprossachsen sind windend.

Die wechselständig oder büschelig in Kurztrieben angeordnet Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattstiele sind relativ lang. Die Blattspreiten sind handförmig zusammengesetzt oder gefiedert. Die gestielten Blättchen sind ganzrandig bis leicht buchtig oder grob gezähnt.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Akebia-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die seitenständigen, meist traubigen Blütenstände besitzen Tragblätter. Die größeren weiblichen Blüten erscheinen einzeln oder zu zweit an der Basis der gemischten Blütenstände.

Die Blüten sind oft protogyn, also vorweiblich. Die funktionell eingeschlechtlichen und dreizähligen, rötlich-purpunen bis grünlich-weißen Blüten besitzen eine einfache Blütenhülle. Es sind drei bis sechs Kelchblätter vorhanden. Kronblätter fehlen. Die Staubblätter mit kurzen Staubfäden und großen Antheren oder die Staminodien sind frei. Die oberständigen, bis zu neun (zwölf) Stempel oder die Pistillode sind frei. Es sind keine Nektarien vorhanden.

Die Balgfrüchte enthalten viele Samen. Die Samen besitzen teils einen kleinen Arillus.<ref name="Corner1976" />

Datei:Akebia longeracemosa - Flickr - peganum (4).jpg
Laubblätter und Blütenstände von Akebia longeracemosa
Datei:Akebia trifoliata leaf.jpg
Laubblätter der Kleeblättrigen Akebie (Akebia trifoliata) mit den namensgebenden drei gestielten Fiederblättern
Datei:Akebia x pentaphylla1.jpg
Laubblatt von Akebia ×pentaphylla mit den namensgebenden fünf gestielten Fiederblättern

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Akebia wurde 1837 durch Joseph Decaisne in Comptes Rendus Hebdomadaires des Séances de l'Académie des Sciences, Band 5, Seite 394 aufgestellt. Lectotypusart ist Akebia quinata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Houtt.) Decne.<ref name="Tropicos" /> Ein Synonym für Akebia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Decne. ist Archakebia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Y.Wu, T.C.Chen & H.N.Qin.<ref name="Christenhusz2012" />

In der Gattung Akebia gibt es seit 2012 etwa fünf Arten und eine Naturhybride:<ref name="Christenhusz2012" />

Nutzung[Bearbeiten]

In den gemäßigten Gebieten werden sie aufgrund ihrer langen Laubhaftung und ihres schnellen Wachstums nach 2 bis 3 Jahren als pflegeleichte Zierpflanze zur Fassadenbegrünung verwendet.

Fingerblättrige und Kleeblättrige Akebie werden im Handel auch als Fingerblättrige Klettergurke und aufgrund des Duftes als Schokoladenwein bezeichnet. Sie wachsen bevorzugt an warmen, geschützten, sonnig bis halbschattigen Orten. Sie benötigen einen nährstoffreichen, gut drainierten Boden und genügend Feuchtigkeit. Sie erreichen Wuchshöhen von 5 bis 10 Metern.

Die 5 bis 10 Zentimeter langen, rosa- bis purpurfarbenen und recht skurril aussehenden Früchte von Akebia quinata bieten nach dem Aufspringen Samen mit essbaren gallertartigen Samenmänteln (ähnlich Passiflora) mit süßlichem Geschmack. Sie werden in Asien roh verzehrt.<ref name="Pirc2009" /><ref name="PFAF" /> Die Laubblätter können als Tee verwendet werden und die Rinde gilt als Heilmittel.<ref name="PFAF" />

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Akebia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Akebia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Akebia quinata bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Corner1976"> Edred John Henry Corner: The Seeds of Dicotyledons. Volume 1, 1976, Cambridge Univ. Press, ISBN 0-521-20688-X, S. 156 f. </ref> <ref name="Pirc2009"> Helmut Pirc: Wildobst und seltene Obstarten im Hausgarten. Stocker, Graz / Stuttgart 2009, ISBN 978-3-7020-1212-0, S. 135. </ref> <ref name="FoC"> Dezhao Chen, Tatemi Shimizu: Lardizabalaceae. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2001, ISBN 1-930723-05-9. Archakebia C.Y.Wu, S. 443 und Akebia Decaisne, S. 440–441 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Christenhusz2012"> M. J. M. Christenhusz: An overview of Lardizabalaceae. In: Curtis's Botanical Magazine. Volume 29, 2012, S. 235–276. </ref> </references>

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