Akebia
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| Datei:Akebia quinata02.jpg
Fingerblättrige Akebie (Akebia quinata) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| Decne. |
Akebia, zu deutsch auch Akebie ist eine Pflanzengattung in der Familie der Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae).<ref name="Christenhusz2012" /><ref name="FoC" /> Die etwa fünf Arten gedeihen in gemäßigten Gebieten in Bergwäldern in Ostasien (China, Korea und Japan).<ref name="Christenhusz2012" /><ref name="FoC" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Akebia-Arten sind verholzende, laubabwerfende oder halbimmergrüne schlingende und Kletterpflanzen. Die mehrere Meter langen Sprossachsen sind windend.
Die wechselständig oder büschelig in Kurztrieben angeordnet Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattstiele sind relativ lang. Die Blattspreiten sind handförmig zusammengesetzt oder gefiedert. Die gestielten Blättchen sind ganzrandig bis leicht buchtig oder grob gezähnt.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Akebia-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die seitenständigen, meist traubigen Blütenstände besitzen Tragblätter. Die größeren weiblichen Blüten erscheinen einzeln oder zu zweit an der Basis der gemischten Blütenstände.
Die Blüten sind oft protogyn, also vorweiblich. Die funktionell eingeschlechtlichen und dreizähligen, rötlich-purpunen bis grünlich-weißen Blüten besitzen eine einfache Blütenhülle. Es sind drei bis sechs Kelchblätter vorhanden. Kronblätter fehlen. Die Staubblätter mit kurzen Staubfäden und großen Antheren oder die Staminodien sind frei. Die oberständigen, bis zu neun (zwölf) Stempel oder die Pistillode sind frei. Es sind keine Nektarien vorhanden.
Die Balgfrüchte enthalten viele Samen. Die Samen besitzen teils einen kleinen Arillus.<ref name="Corner1976" />
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Akebia wurde 1837 durch Joseph Decaisne in Comptes Rendus Hebdomadaires des Séances de l'Académie des Sciences, Band 5, Seite 394 aufgestellt. Lectotypusart ist Akebia quinata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Houtt.) Decne.<ref name="Tropicos" /> Ein Synonym für Akebia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Decne. ist Archakebia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Y.Wu, T.C.Chen & H.N.Qin.<ref name="Christenhusz2012" />
In der Gattung Akebia gibt es seit 2012 etwa fünf Arten und eine Naturhybride:<ref name="Christenhusz2012" />
- Akebia apetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Quan Xia, J.Z.Sun & Z.X.Peng) Christenh. (Syn.: Holboellia apetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Quan Xia, J.Z.Sun & Z.X.Peng, Archakebia apetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Quan Xia, J.Z.Sun & Z.X.Peng) C.Y.Wu, T.C.Chen & H.N.Qin): Diese Neukombination erfolgte 2012. Sie gedeiht in Höhenlagen von 500 bis 1000 Metern in den chinesischen Provinzen im Wen Xian im nördlichen Sichuan, im südwestlichen Shaanxi (nur im Lüeyang Xian sowie Mei Xian) und im südlichen Gansu vor.<ref name="Christenhusz2012" /><ref name="FoC" />
- Akebia chingshuiensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Shimizu: Sie gedeiht in lichten Wäldern im Gebirge aus Kalksteinhügeln in Höhenlagen von 1500 bis 2400 Metern nur Taiwan.<ref name="FoC" />
- Akebia longeracemosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Matsumura: Sie gedeiht in immergrünern Wäldern an Berghängen in Höhenlagen von 300 bis 1600 Metern im zentralen Taiwan und in den chinesischen Provinzen Fujian, nördlichen Guangdong sowie südlichen Hunan.<ref name="FoC" />
- Akebia longisepala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(H.N.Qin) Christenh. (Syn.: Akebia trifoliata subsp. longisepala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.N.Qin<ref name="FoC" />): Sie hat 2012 den Rang einer Gattung erhalten. Dieser Endemit gedeiht in Höhenlagen von 600 bis 800 Metern nur im Wen Xian im südöstlichen Gansu vor.<ref name="Christenhusz2012" /><ref name="FoC" />
- Fingerblättrige Akebie (Akebia quinata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Houtt.) Decne., Syn.: Akebia micrantha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nakai): Es sind keine Subtaxa mehr anerkannt. Sie kommt in weiten Teilen Chinas, in Korea und Japan vor.<ref name="FoC" /> Sie ist in vielen Ländern ein Neophyt.<ref name="Christenhusz2012" />
- Kleeblättrige Akebie (Akebia trifoliata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Thunb.) Koidz., Syn.: Akebia chaffanjonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H.Lév., Akebia chingshuiensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Shimizu, Akebia clematifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Siebold & Zucc., Akebia lobata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Decne., Akebia quercifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Siebold & Zucc., Akebia sempervirens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nakai, Akebia trifoliata subsp. australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Diels) T.Shimizu, Akebia trifoliata var. australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Diels) Rehder, Akebia trifoliata var. clematifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Siebold & Zucc.) Nakai, Akebia trifoliata var. honanensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Shimizu, Akebia trifoliata var. integrifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Shimizu, Akebia trifoliata var. litoralis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Konta & Katsuy.): Es sind keine Subtaxa mehr anerkannt.<ref name="Christenhusz2012" /> Sie kommt in China, Taiwan und Japan vor.<ref name="Christenhusz2012" />
- Akebia ×pentaphylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Makino (Akebia trifoliata × Akebia quinata): Sie kommt in Japan vor.<ref name="Christenhusz2012" />
Nutzung[Bearbeiten]
In den gemäßigten Gebieten werden sie aufgrund ihrer langen Laubhaftung und ihres schnellen Wachstums nach 2 bis 3 Jahren als pflegeleichte Zierpflanze zur Fassadenbegrünung verwendet.
Fingerblättrige und Kleeblättrige Akebie werden im Handel auch als Fingerblättrige Klettergurke und aufgrund des Duftes als Schokoladenwein bezeichnet. Sie wachsen bevorzugt an warmen, geschützten, sonnig bis halbschattigen Orten. Sie benötigen einen nährstoffreichen, gut drainierten Boden und genügend Feuchtigkeit. Sie erreichen Wuchshöhen von 5 bis 10 Metern.
Die 5 bis 10 Zentimeter langen, rosa- bis purpurfarbenen und recht skurril aussehenden Früchte von Akebia quinata bieten nach dem Aufspringen Samen mit essbaren gallertartigen Samenmänteln (ähnlich Passiflora) mit süßlichem Geschmack. Sie werden in Asien roh verzehrt.<ref name="Pirc2009" /><ref name="PFAF" /> Die Laubblätter können als Tee verwendet werden und die Rinde gilt als Heilmittel.<ref name="PFAF" />
Literatur[Bearbeiten]
- Li Li, Xiaohong Yao, Caihong Zhong et al.: Akebia: A Potential New Fruit Crop in China. In: HortScience. Volume 45, Issue 1, 2010, doi:10.21273/HORTSCI.45.1.4.
- Dezhao Chen, Tatemi Shimizu: Lardizabalaceae. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2001, ISBN 1-930723-05-9. Archakebia C.Y.Wu, S. 443 und Akebia, S. 440–441 – textgleich online wie gedrucktes Werk (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung).
- Maarten J. M. Christenhusz: An overview of Lardizabalaceae. In: Curtis's Botanical Magazine. Volume 29, Issue 3, 2012, S. 235–276. doi:10.1111/j.1467-8748.2012.01790.x
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Tropicos"> Akebia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Akebia quinata bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Corner1976"> Edred John Henry Corner: The Seeds of Dicotyledons. Volume 1, 1976, Cambridge Univ. Press, ISBN 0-521-20688-X, S. 156 f. </ref> <ref name="Pirc2009"> Helmut Pirc: Wildobst und seltene Obstarten im Hausgarten. Stocker, Graz / Stuttgart 2009, ISBN 978-3-7020-1212-0, S. 135. </ref> <ref name="FoC"> Dezhao Chen, Tatemi Shimizu: Lardizabalaceae. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2001, ISBN 1-930723-05-9. Archakebia C.Y.Wu, S. 443 und Akebia Decaisne, S. 440–441 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Christenhusz2012"> M. J. M. Christenhusz: An overview of Lardizabalaceae. In: Curtis's Botanical Magazine. Volume 29, 2012, S. 235–276. </ref> </references>