Alejandro Gómez Monteverde
José Alejandro Gómez Monteverde (* 13. Juli 1977 in Tampico, Mexiko) ist ein mexikanisch-US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor.
Biografie[Bearbeiten]
Mit 17 Jahren wanderte José Alejandro Gómez Monteverde in die USA ein. Er studierte Film an der University of Texas at Austin und erhielt die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten. Nach seinen ersten Kurzfilmen Bocho und Waiting for Trains drehte er einige Werbespots und Dokumentarfilme<ref name="USCIS">Alejandro Gomez Monteverde. USCIS, 24. Januar 2007, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref> und versuchte, im Independent-Kino Fuß zu fassen. Im Jahr 2006 erschien mit dem Abtreibungs-Filmdrama Bella der erste von ihm inszenierte und zusammen mit seinem Hauptdarsteller Eduardo Verástegui produzierte Spielfilm. Der mit Tammy Blanchard und Verástegui in den Hauptrollen besetzte Streifen wurde beim Toronto International Film Festival 2006 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, kam im Folgejahr in die Kinos und war wirtschaftlich erfolgreich.<ref name="Dollars">Alejandro Monteverde. In: Screen Dollars, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref>
Am 24. Januar 2007 erhielt Monteverde von der US-Einwanderungsbehörde die Anerkennung als Outstanding American by Choice, eine Auszeichnung für erfolgreiche eingebürgerte Amerikaner.<ref name="USCIS" /><ref>Outstanding American by Choice Recognition. USCIS, Februar 2008, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref> Der 2015 wiederum zusammen mit Verástegui als Ko-Produzent gedrehte zweite Spielfilm Monteverdes, das Weltkriegsdrama Little Boy, erhielt schlechte Kritiken und machte an den Kinokassen Verluste. Für seinen dritten, ebenfalls von Verástegui produzierten Spielfilm Sound of Freedom (2022) mit Jim Caviezel, Mira Sorvino und Bill Camp in den Hauptrollen schrieb Monteverde zusammen mit Rod Barr das Drehbuch und führte Regie. Der kontroverse Thriller über Kinderhandel war zunächst schwer zu vermarkten, entwickelte sich aber zum Kassenschlager und spielte mehr als 250 Millionen Dollar ein (bei einem Budget von 14,5 Mio.). Wegen der dubiosen Vorlage und dem Vorwurf, der Film verbreite oder begünstige auf untergründige Weise QAnon-Verschwörungstheorien, handelte er sich trotz des Kassenerfolgs einen umstrittenen Ruf ein.<ref name="Dollars" />
Monteverdes Filmschaffen ist durch seinen Hintergrund als lateinamerikanischer Einwanderer und Katholik in den USA beeinflusst. In mehreren seiner Filme werden Glaubensthemen berührt; er möchte sich aber nicht als spezifisch „christlicher Filmemacher“ verstanden wissen, sondern allgemein-menschlich bewegende Themen ansprechen. Die 2024 veröffentlichte Filmbiografie der italoamerikanischen Ordensschwester Frances Cabrini, der ersten heiliggesprochenen US-Amerikanerin, inszenierte er bewusst als „klassisches Underdog-Märchen vom Aufstieg durch Einwanderung“, um Negativerwartungen an einen allzu „frommen“ Nonnenfilm zu konterkarieren.<ref>Kristina Cooper interviews Cabrini director Alejandro Monteverde. In: Independent Catholic News, 27. Mai 2024, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref> Hergestellt wurde der Film wie Sound of Freedom für die rechtskonservativ-christlichen Angel Studios im US-Bundesstaat Utah.<ref>Gerhard Midding: Kritik zu Die Gesandte des Papstes. In: epd Film, 22. August 2025, abgerufen am 22. Juni 2026.</ref>
Bei einem Bibelkurs lernte Alejandro Monteverde die Schauspielerin Ali Landry kennen, die er am 8. April 2006 im mexikanischen San Miguel de Allende heiratete. Mit ihr hat er drei gemeinsame Kinder, die 2007, 2011 und 2013 zur Welt kamen.<ref name="Dollars" />
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
- 2001: Bocho
- 2002: Waiting for Trains
- 2006: Bella
- 2015: Little Boy
- 2022: Sound of Freedom
- 2024: Die Gesandte des Papstes (Cabrini)
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gómez Monteverde, Alejandro |
| ALTERNATIVNAMEN | Monteverde, Alejandro; Gómez Monteverde, José Alejandro (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | mexikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 13. Juli 1977 |
| GEBURTSORT | Tampico, Mexiko |