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Allopatrische Artbildung

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Allopatrische Artbildung (auch allopatrische Artentstehung oder Artbildung durch räumliche Trennung) (griechisch άλλος állos „fremd“ und πατρίς patrís „Heimat“)<ref>Neil A. Campbell, Jane B. Reece: Campbell Biologie. Gymnasiale Oberstufe. Pearson, München u. a. 2011, ISBN 978-3-86894-900-1, S. 316.</ref> gilt als eine der Hauptursachen der Artbildung. Sie kann eintreten, wenn das Verbreitungsgebiet einer Art durch äußere Prozesse wie beispielsweise Gebirgsbildung, Kontinentaldrift, Klimawandel oder Konkurrenzausschluss in zwei oder mehr Teile aufgespalten wird.

Die Teilpopulationen unterliegen dann nicht den exakt gleichen Selektionsfaktoren und auch die jeweils zugehörigen Selektionsdrücke sind verschieden. So entwickeln sie sich aufgrund der geographischen Isolation in den voneinander getrennten Teilen des Verbreitungsgebietes zunehmend unabhängig voneinander weiter. Werden die genetischen Unterschiede so groß, dass die Individuen der beiden regionalen Bestände keine fruchtbaren Nachkommen mehr zeugen können, hat sich die ursprüngliche Art allopatrisch in zwei oder mehrere neue Arten aufgespalten.

Als Allopatrie bezeichnet man eine vollständige räumliche Trennung der Verbreitungsgebiete von Arten, Unterarten oder Populationen. Die räumliche Trennung verhindert eine Vermischung des Gen-Pools der beteiligten Gruppen im Laufe der Fortpflanzung und fördert dadurch die Bildung neuer Arten. Wenn die Verbreitungsgebiete unmittelbar benachbart sind, sich aber nicht überlappen, so spricht man von Parapatrie.

Den Gegensatz zur Allopatrie stellt die Sympatrie dar, bei der nahe verwandte Arten, Unterarten oder Populationen im selben geographischen Gebiet vorkommen und somit die Möglichkeit zur Begegnung und Kreuzung besteht.

Ein wichtiger Spezialfall der allopatrischen Artbildung liegt vor, wenn die räumliche Trennung eine sehr kleinen Teilpopulation, von einer viel größeren Mutterpopulation betrifft. Dies tritt zum Beispiel auf, wenn wenige Exemplare einer Art erstmalig eine Insel besiedeln. Unter diesen Umständen kommt es aufgrund des Gründereffekts zu einer besonders schnellen Gendrift, die eine rasche Verschiebung von Merkmalen der Inselpopulation im Vergleich zur Mutterpopulation bewirken kann.

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

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