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Zanthoxylum acanthopodium

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Zanthoxylum acanthopodium
Datei:Zanthoxylum acanthopodium var. timbor - Kunming Botanical Garden - DSC03185.JPG

Zanthoxylum acanthopodium

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Gattung: Zanthoxylum
Art: Zanthoxylum acanthopodium
Wissenschaftlicher Name
Zanthoxylum acanthopodium
DC.

Zanthoxylum acanthopodium ist eine Pflanzenart aus der Gattung Zanthoxylum innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).<ref name="FoC2008" /><ref name="GRIN" /> Seine getrockneten Früchte werden in Asien unter dem Namen Andaliman oder Indonesischer Zitronenpfeffer als Gewürz genutzt.<ref name="Quattrocchi2012" /> Zanthoxylum acanthopodium ist nicht mit dem Schwarzen Pfeffer (Piper nigrum) verwandt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Хималајски зантоксилум, Ботаничка башта Јевремовац, 01.JPG
Bewehrter Zweig mit unpaarig gefiederten Laubblättern

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Zanthoxylum acanthopodium ist eine immergrüne, verholzende Pflanze, die als Liane, Strauch oder kleiner Baum wächst und Wuchshöhen von etwa 6 Metern erreicht.<ref name="FoC2008" /> Die Borke ist gräulich-schwarz. Die Rinde der zylindrischen und abgeflachten Zweige ist stark grau-bräunlich und rostfarben flaumig behaart bis fast kahl mit Lentizellen.<ref name="FoC2008" /><ref name="IndiaBiodiversityPortal" /> Die Sprossachse,<ref name="FoC2008" /> der Blattstiel, die Blattrhachis und der Mittelnerv der Fiederblättchen sind meist mit rötlichen Stacheln bewehrt. Es sind Öldrüsen an den Blättern, am Stamm und an den Zweigen vorhanden.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert und etwa 25 Zentimeter lang.<ref name="FoC2008" /><ref name="IndiaBiodiversityPortal" /> Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert mit meist drei bis neun,<ref name="FoC2008" /> selten bis zu elf Fiederblättchen. Die 7 bis 8,5 Zentimeter lange Blattrhachis ist auf beiden Seiten 3 Millimeter lang geflügelt.<ref name="FoC2008" /><ref name="IndiaBiodiversityPortal" /> Die gegenständig an der Rhachis sitzenden,<ref name="FoC2008" /> fast sitzenden oder kurz gestielten, pergamentartigen Blättchen sind bei einer Länge von 6 bis 10 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 4 Zentimetern eiförmig-elliptisch bis lanzettlich<ref name="FoC2008" /> oder elliptisch-lanzettlich bis eiförmig-lanzettlich oder länglich<ref name="IndiaBiodiversityPortal" /> mit spitzem oberen Ende und ganzem oder gekerbtem Rand.<ref name="FoC2008" /> Es ist Fiedernervatur vorhanden mit 10 bis 28 Blattnerven auf beiden Seiten des Mittelnervs.<ref name="FoC2008" /> Beide Flächen der Blättchen sind rostfarben flaumig behaart bis fast kahl und die Öldrüsen sind unauffällig.<ref name="FoC2008" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Zanthoxylum acanthopodium ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).<ref name="FoC2008" /> Die seitenständigen, rispige Blütenstände sind mit einer Länge von etwa 2 Zentimetern relativ kurz. Die Tragblätter sind winzig und behaart. Der flaumig behaarte Blütenstiel ist bei einer Länge von 1,5 bis 3 Millimetern relativ kurz.<ref name="IndiaBiodiversityPortal" />

Die Blütenhülle der männlichen und weiblichen Blüten besteht aus zwei uneinheitlichen Kreisen oder einem Kreis mit sechs bis acht mehr oder weniger undifferenzierten Blütenhüllblättern.<ref name="FoC2008" /> Die gelblich-grünen Blütenhüllblätter sind bei einer Länge von etwa 1,5 Millimetern schmal-lanzettlich.<ref name="FoC2008" /> Bei männlichen und weiblichen Blüten ist eine etwa 0,8 Millimeter hohe, kissenförmige, fleischige Nektarscheibe (Diskus) vorhanden.<ref name="IndiaBiodiversityPortal" />

Die männlichen Blüten sind etwa 3 Millimeter lang,<ref name="IndiaBiodiversityPortal" /> besitzen fünf oder sechs Staubblätter und zwei bis fünf verkümmerte Fruchtblätter.<ref name="FoC2008" /> Die Staubfäden sind bei einer Länge von etwa 2 Millimetern linealisch und die rötlich-purpurfarbenen Staubbeutel sind etwa 0,8 Millimeter lang.<ref name="IndiaBiodiversityPortal" /> Bei den weiblichen Blüten fehlen rudimentäre Staubblätter. Die zwei bis fünf freien Fruchtblätter der weiblichen Blüten sind bei einer Länge von etwa 1,5 Millimetern eiförmig,<ref name="IndiaBiodiversityPortal" /> spärlich rau behaart bis kahl und besitzen außen oft eine auffällige Öldrüse.<ref name="FoC2008" /> Die freien Griffel sind voneinander weggekrümmt<ref name="FoC2008" /> und enden jeweils in einer etwa 0,5 Millimeter langen Narbe.<ref name="IndiaBiodiversityPortal" />

Je Blüte können sich zwei bis fünf Balgfrüchte entwickeln. Die mit einem Durchmesser von etwa 4 Millimetern relativ kleinen, eiförmigen fast kugeligen Früchte sind kahl oder manchmal spärlich behaart, besitzen eine sich vorwölbende Öldrüsen und enthalten nur einen Samen.<ref name="FoC2008" /> Die bei Reife meist purpur-rote Fruchtschale ist genoppt. Die Samen besitzen eine schwarze, glänzende, weichliche Samenschale und weisen einen Durchmesser von etwa 3 Millimetern auf.<ref name="IndiaBiodiversityPortal" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 64.<ref name="FoC2008" /><ref name="IPCN" />

Ökologie und Phänologie[Bearbeiten]

In China reicht die Blütezeit von April bis Mai. Die Früchte reifen in China von September bis Oktober.<ref name="FoC2008" />

Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt ausschließlich durch Vögel, was zu einer weitverstreuten und unregelmäßigen Verbreitung führt. Nur Enzyme im Verdauungstrakt einiger Vogelarten lassen den Samen keimen.<ref name="Kristanty2015" /> Alle Versuche der Kultivierung sind fehlgeschlagen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das weite Verbreitungsgebiet von Zanthoxylum acanthopodium reicht vom Indischen Subkontinent Indien (Arunachal Pradesh, Assam, Manipur, Meghalaya, Mizoram, Nagaland, Uttar Pradesh, Westbengalen), Bangladesch über die Himalaja-Staaten Sikkim, Bhutan, Nepal sowie Tibet bis zu den chinesischen Provinzen Guizhou, Sichuan, Yunnan sowie westliches Guangxi und Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam, Sumatra sowie Malaysia.<ref name="FoC2008" /><ref name="GRIN" /><ref name="Kristanty2015" /><ref name="Siahaan2019" />

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung von Zanthoxylum acanthopodium erfolgte 1824 durch Augustin-Pyrame de Candolle in Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis, 1, S. 727.<ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" /> Synonyme Zanthoxylum acanthopodium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC. sind: Zanthoxylum acanthopodium var. oligotrichum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Z.M.Tan, Zanthoxylum acanthopodium var. timbor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook.f., Zanthoxylum acanthopodium var. villosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.C.Huang<ref name="FoC2008" />

Datei:Andaliman.jpg
Unreife Früchte von Zanthoxylum acanthopodium
Datei:Andaliman pepper jm155674.jpg
Reifer Pfeffer als Gewürz

Nutzung[Bearbeiten]

Die Samen werden als Gewürz verwendet und zeigen einen milden Pfeffergeschmack, Zitronengrasnote und leicht betäubende Wirkung. Andere Zanthoxylum-Arten liefern Gewürzarten, die als Szechuanpfeffer bezeichnet werden. Die getrockneten Früchte und Ästchen kommen als Andaliman Pfeffer, Indonesischer Zitronenpfeffer oder unter anderen Bezeichnungen in den Handel.<ref name="Quattrocchi2012" />

Aus den Früchten wird ein ätherisches Öl gewonnen, welches in der Parfümerie verwendet wird.<ref name="UsefulTropicalPlantsDb" />

Die Früchte, Samen und die Rinde werden medizinisch verwendet.<ref name="Kristanty2015" /><ref name="UsefulTropicalPlantsDb" />

Das Holz wird für verschiedene Dinge verwendet.<ref name="UsefulTropicalPlantsDb" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Dianxiang Zhang, Thomas G. Hartley: Zanthoxylum L. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 11: Oxalidaceae through Aceraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Peking und St. Louis, 18. April 2008, ISBN 978-1-930723-73-3. Zanthoxylum Candolle., S. 63 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Ruth Elenora Kristanty, Junie Suriawati: The Indonesian Zanthoxylum acanthopodium DC.: Chemical and Biological Values. In: International Journal of Pharm Tech Research, Volume 8, Issue 6, 2015, S. 313–321. Volltext-PDF.
  • Lasriama Siahaan, Iwan Hilwan, Yudi Setiawan: Spatial Distribution Of Andaliman Potential Habitat (Zanthoxylum acanthopodium DC.) in Samosir Island, North Sumatera. In: Journal of Natural Resources and Environmental Management, Volume 9, Issue 4, Dezember 2019, S. 861–871. doi:10.29244/jpsl.9.4.861-871

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Zanthoxylum acanthopodium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Zanthoxylum acanthopodium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Zanthoxylum acanthopodium bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Quattrocchi2012"> Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Medicinal and Poisonous Plants. CRC Press, 2012, ISBN 978-1-4822-5064-0, S. 3983. </ref> <ref name="UsefulTropicalPlantsDb"> Ken Fern, 2014: Datenblatt Zanthoxylum acanthopodium bei Useful Tropical Plants Database, zuletzt abgerufen am 7. November 2021. </ref> <ref name="IndiaBiodiversityPortal"> V. Kokilavani, A. Narayanan 2018: Species Page 3: Zanthoxylum acanthopodium DC. online beim India Biodiversity Portal, abgerufen am 7. November 2021. </ref> <ref name="Kristanty2015"> Ruth Elenora Kristanty, Junie Suriawati: The Indonesian Zanthoxylum acanthopodium DC.: Chemical and Biological Values. In: International Journal of Pharm Tech Research, Volume 8, Issue 6, 2015, S. 313–321. Volltext-PDF. </ref> <ref name="Siahaan2019"> Lasriama Siahaan, Iwan Hilwan, Yudi Setiawan: Spatial Distribution Of Andaliman Potential Habitat (Zanthoxylum acanthopodium DC.) in Samosir Island, North Sumatera. In: Journal of Natural Resources and Environmental Management, Volume 9, Issue 4, Dezember 2019, S. 861–871. doi:10.29244/jpsl.9.4.861-871 </ref> <ref name="FoC2008"> Dianxiang Zhang, Thomas G. Hartley: Zanthoxylum L. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 11: Oxalidaceae through Aceraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Peking und St. Louis, 18. April 2008, ISBN 978-1-930723-73-3. Zanthoxylum Candolle., S. 63 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>