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Andreja Pejić

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Andreja Pejić (2013)

Andreja Pejić (* 28. August 1991 in Tuzla, Jugoslawien<ref>Tillmann Prüfer: „Als Frau bin ich sexy, als Mann schlicht“. Model Andrej Pejic. In: Zeitmagazin. Nr. 08, 17. Februar 2011 (zeit.de).</ref> als Andrej Pejić) ist ein australisches Model bosnisch-herzegowinischer Herkunft.<ref>Andrej Pejić: Smršao sam da bih bio top model! In: svet.rs. 21. September 2011. Abgerufen am 26. Mai 2017.</ref><ref name="models">Andrej Pejic auf models.com</ref>

Leben[Bearbeiten]

Pejić migrierte im Jahr 2000 mit ihrer Mutter, Oma und ihrem Bruder nach Melbourne. Vor dem Hintergrund der Bombardierung von 1999 erhielten sie dort politisches Asyl.<ref name=":0">Andreja Pejic: Model-Portrait. In: elle.de. Abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref><ref name=":5">Barbara Barkhausen: „Mein Traum ist erreicht, ich kann als Frau leben“. In: welt.de. 23. März 2015, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref> Schon früh interessierte sich Pejić für die Kleidung der Mutter, passte sich jedoch an die übliche Geschlechterrolle an und lebte als Junge. Im Alter von 13 kam Pejić in einer Bibliothek mit dem Begriff der „Geschlechtsumwandlung“ in Berührung.<ref name=":0" /><ref name=":1">Andrej Pejić heißt jetzt Andreja. In: sueddeutsche.de. 25. Juli 2014, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref><ref name=":2">Androgynes Topmodel ist jetzt eine Frau. In: gala.de. 25. Juli 2014, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref> Seither wusste sie, was trans bedeutet, schloss sich online Gruppen an und nahm pubertätshemmende Hormone.<ref name=":6">Colleen Nika: Becoming Andrej(A). In: dazeddigital.com. 13. Juli 2015, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 2011 begann die Karriere von Pejić als Male-Modell, welches sowohl Frauen- als auch Männermode präsentierte.<ref name=":3">Ann-Kathrin Riedl: Andreja Pejić revolutioniert mit ihrer ersten Filmrolle Hollywood. In: vogue.de. 12. November 2018, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref> In einem Interview mit dem Magazin La Monda bezeichnete sie sich als „zwischen Geschlechtern lebend“, bevorzuge jedoch das weibliche Pronomen.<ref>Guillaume Thomas: Interview with Andreja Pejić. lamondamagazine.com, 11. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. November 2020; abgerufen am 16. Oktober 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lamondamagazine.com</ref> Anfang 2014 unterzog sie sich einer Operation zur Anpassung der Genitalien an das weibliche Geschlecht und führt nunmehr den Vornamen Andreja.<ref name=":4">Endlich ist er eine richtige Frau. In: gala.de. 28. Juli 2014, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref><ref>Model Andrej Pejic ist nun Andreja. auf: t-online, 25. Juli 2014.</ref><ref>Androgynes Model: „Gleiche Person, bloß ein anderes Geschlecht“, Spiegel Online, 25. Juli 2014</ref>

Karriere[Bearbeiten]

Pejić wurde im Jahr 2008 von einem Scout in einer McDonald’s-Filiale, in welcher sie jobbte, entdeckt.<ref name=":5" /><ref name=":6" /> Nachdem sie kleinere Jobs als Model absolviert hatte, folgte 2010 die Unterzeichnung eines Modelvertrags bei der australischen Agentur Storm Models. Im gleichen Jahr wurde sie vom Londoner Fotografen Aitken Jolly für die Fotostrecke „Smell the Smell“ fotografiert. Durch diese Fotos im Magazin „Wonderland“ wurde Jean Paul Gaultier auf Pejić aufmerksam. Er buchte sie in den folgenden Jahren wiederholt.<ref name=":0" />

Im Jahr 2010 lief Pejić weiterhin für Raf Simons, Paul Smith und John Galliano. Zudem wurde sie in der japanischen, türkischen, italienischen und französischen Vogue abgelichtet.<ref name=":0" /> Insbesondere ein homoerotisches Foto mit dem Supermodel Karolína Kurková für eine Kampagne von Gaultier sorgte für Furore.<ref name=":0" />

Durch ihr androgynes Äußeres war Pejić bekannt, da sie als einziges Model sowohl Damen- als auch Männermode präsentierte. So lief sie bei den Paris Fashion Weeks im Januar 2011 für Gaultier in einem Hochzeitskleid.<ref name=":5" /><ref name=":4" /><ref>Meine Leidenschaft ist die Politik. In: gala.de. 10. Dezember 2012, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref><ref>Der Mann als Frau. In: tagesspiegel.de. 27. Februar 2012, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref> Auch für Marc Jacobs stand Pejić Modell.<ref name=":1" /> Bei den Modenschauen der Kollektionen von Michael Michalsky<ref name=":2" /> im Rahmen der Stylenite im Juli 2011 und Januar 2012 lief Pejić ebenfalls für beide Geschlechter.

Im Jahr 2011 belegte sie Rang 16 unter den Top 50 der männlichen Models bei models.com<ref name="models" /> sowie Platz 98 in der britischen FHM-Liste der 100 Sexiest Women.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.FHM's 100 Sexiest Women in the World 2011 (Memento vom 30. Dezember 2011 im Internet Archive) auf fhm.com vom 5. Mai 2011.</ref>

2014 designte Pejić eine Unisex-Schmuckkollektion.<ref>Neue Schmucklinie für beide Geschlechter. In: gala.de. 7. April 2014, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref> Nach der Geschlechtsanpassung erhielt Pejićs Karriere einen Knick, da ihr Alleinstellungsmerkmal nicht mehr existierte. Im Jahr 2018 feierte Pejić ein Comeback auf der Kinoleinwand.<ref name=":3" />

Mediale Auftritte[Bearbeiten]

2013 spielte Pejić im Video zur Single The Stars (Are Out Tonight) aus David Bowies Album The Next Day mit.<ref>David Bowie: The Stars (Are Out Tonight) - watch the new video. In: The Guardian, 26. Februar 2013.</ref>

Im 2018 erschienen Kinofilm Verschwörung aus Stieg Larssons Millennium-Trilogie spielte Pejić eine Cisgenderrolle.<ref name=":3"/> 2019 wurde die Dokumentation Andrej(a): The Documentary veröffentlicht, die über Crowdfunding finanziert wurde.<ref>ANDREJA PEJIC: FILM IN PLANUNG. In: diva-online.at. 15. November 2016, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref>

In dem Film Dalíland von Mary Harron spielt sie Amanda Lear.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Andreja Pejić – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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