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Hundskamillen

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Hundskamillen
Datei:Anthemis arvensis.jpg

Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis), Illustration

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Hundskamillen
Wissenschaftlicher Name
Anthemis
L.

Die Hundskamillen (Anthemis) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die 100 bis 160 Arten sind von Europa und Nordafrika mit der Arabischen Halbinsel bis Kleinasien, Zentralasien, dem westlichen Himalaya und den Kanarischen Inseln verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Hundskamillen-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, die am Grunde verholzt sein können und Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern erreichen.

Die Laubblätter sind wechselständig und mehr oder weniger stark behaart. Sie sind einfach oder doppelt fiederschnittig. Die Blattabschnitte sind meist linealisch-lanzettlich bis linealisch.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütenkörbchen stehen einzeln am Stängelende und sind mittelgroß. Die Hülle ist halbkugelig bis trichterförmig. Die Hüllblätter stehen in mehreren Reihen und sind stumpf und hautrandig. Der Korbboden ist flach oder halbkugelig bis kegelförmig, jedoch nicht hohl. Die Spreublätter sind lanzettlich oder pfriemlich, und am Ende schlank zugespitzt, spitz, oder stachelspitzig. Die Körbe enthalten Röhren- und Zungenblüten, selten nur Röhrenblüten.

Die Zungenblüten sind männlich oder selten steril. Die Zunge ihrer Blütenkrone ist weiß oder gelb, selten auch fehlend. Die Röhrenblüten sind zahlreich, die Krone ist gelb. Am Grund ist ihre Krone nicht ausgesackt und besitzt keinen Fortsatz.

Die Achäne sind länglich verkehrt-kegelförmig bis zylindrisch, im Querschnitt stielrund oder abgeflacht vierkantig, deutlich 10- bis 20-rippig. Sie besitzen ein sehr kurzes, glattrandiges Pappuskrönchen oder der Pappus fehlt.

Datei:Anthemis cotula - 001x.jpg
Stinkende Hundskamille (Anthemis cotula), Illustration

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Anthemis wurde 1753 durch Carl von Linné Species Plantarum, Tomus 2, Seite 893 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Die Bezeichnung Anthemis wurde bereits von den Griechen und Römern für Kamillen und Hundskamillen verwendet. Die Gattung Anthemis gehört zur Tribus Anthemideae in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie Asteraceae. Als Ergebnis molokularphylogenetischer Untersuchungen wurde in neuerer Zeit beispielsweise die früher<ref name="FE4" /> als Untergattung von Anthemis bewertete Gattung Cota abgetrennt.<ref name="Oberprieler+al2007" />

Die 100 bis 160 Arten sind von Europa und Nordafrika mit den Kanarischen Inseln über die Arabische Halbinsel bis Kleinasien sowie Zentralasien und dem westlichen Himalaya verbreitet.

Die in Mitteleuropa vorkommenden Arten oder Unterarten sind: Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis), Karpaten-Hundskamille (Anthemis cretica subsp. carpatica), Stinkende Hundskamille (Anthemis cotula), Ruthenische Hundskamille (Anthemis ruthenica).<ref name="ExkÖst" /><ref name="Rothmaler2-13" />

Datei:Anthemis cretica calabrica.jpg
Anthemis cretica
Datei:Anthemis chrysantha518.jpg
Anthemis chrysantha
Datei:Anthemis ismelia.jpg
Anthemis ismelia
Datei:Anthemis maritima 02.JPG
Anthemis maritima
Datei:Anthemis marschalliana 0.jpg
Anthemis marschalliana
Datei:Anthemis tomentosa.JPG
Anthemis tomentosa
Datei:Anthemis tricolor kz6.jpg
Anthemis tricolor

Es gibt 100 bis 160 Anthemis-Arten:<ref name="GCompositaeCheck" />

Nicht mehr zu Gattung Anthemis gehören:<ref name="MedCh" /><ref name="Oberprieler+al2007" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Anthemis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="ExkÖst"> </ref> <ref name="Rothmaler2-13"> </ref> <ref name="MedCh"> </ref> <ref name="FE4"> Rosette Mercedes Saraiva Batarda Fernandes: Anthemis L. In: </ref> <ref name="GCompositaeCheck">@1@2Vorlage:Toter Link/compositae.landcareresearch.co.nzTaxon in Suchmaske eingeben bei The Global Compositae Checklist. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore).: Datenblatt Anthemis. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009.</ref> <ref name="Oberprieler+al2007"> Christoph Oberprieler, Sven Himmelreich, Robert Vogt: A new subtribal classification of the tribe Anthemideae (Compositae). In: Willdenowia. Band 37, Nr. 1, 2007, S. 89–114, DOI:10.3372/wi.37.37104. </ref> <ref name="FoPakistan"> Anthemis bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Anthemis bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hundskamillen (Anthemis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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