Speerblätter
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Breitblättriges Speerblatt (Anubias barteri) (klein) und Verschiedenblättriges Speerblatt (Anubias heterophylla) (groß) im Aquarium. | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Tribus | ||||||||||||
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| Schott |
Die Speerblätter (Anubias) sind die einzige Gattung der Tribus Anubiadeae innerhalb der Pflanzenfamilie der Aronstabgewächse (Araceae). Einige Arten werden in der Aquaristik verwendet. Es handelt sich um Sumpf- und Wasserpflanzen in Sümpfen oder Randbereichen von Gewässern des tropischen bis subtropischen West- sowie Zentralafrikas.
Der wissenschaftliche Gattungsname Anubias erinnert an den ägyptischen Gott Anubis.<ref>Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Stuttgart 1999, S. 96.</ref>
Beschreibung[Bearbeiten]
Vorlage:Hinweisbaustein Die Speerblatt-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie gedeihen als Sumpf- und Wasserpflanzen. Sie bilden Rhizome. Die einfachen Laubblätter sind meist gestielt.
Die eingeschlechtigen Blüten sind klein und unscheinbar und zu einem kolbigen Blütenstand (Spadix) vereinigt, der von einem Hochblatt (Spatha) umschlossen wird. Es werden Beeren gebildet.<ref name="Crusio1979">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="Crusio1987">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Anubias wurde 1857 durch Heinrich Wilhelm Schott in Oesterreichisches Botanisches Wochenblatt, Band 7, S. 398<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Ein Synonym für Anubias Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott ist Amauriella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rendle.<ref name="Tropicos" /> Die Typusart ist Anubias afzelii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott.
Anubias ist die einzige Gattung der Tribus Anubiadeae in der Unterfamilie Aroideae innerhalb der Familie Araceae.<ref name="GRIN" />
Gattungsname[Bearbeiten]
Der wissenschaftliche Gattungsname Anubias ist an den Namen des ägyptischen Totengottes Anubis angelehnt, da die Pflanzen im Schatten tropischer und subtropischer Regenwälder Afrikas zu finden sind.<ref name="swaq"/> Die Speerblätter brauchen im Vergleich zu anderen Pflanzen wenig Licht. So ist die in der Aquaristik und auch in der Natur am meisten verbreitete Art beziehungsweise Varietät Anubias barteri var. barteri sehr tolerant gegenüber schlechten Wuchsbedingungen, die Art "gedeiht bei wenig Licht (0,25 W/L) und ohne CO2-Zufuhr".<ref name="flgr">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Anubias barteri var. barteri.] flowgrow.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. November 2019.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zum anderen wird der Gattungsname Anubias und seine Anlehnung an den Namen des ägyptischen Gottes Anubis dahingehend erklärt, weil diese Pflanzen "giftige Oxalsäure" enthalten.<ref name="swaq"/> Der deutschsprachige Gattungsname Speerblatt nimmt Bezug auf die Blattform.
Ökologische Nische[Bearbeiten]
Die Rhizome haften mit ihren Wurzeln oft an großen Steinen oder Baumstämmen. Anubias können über Wasser (emers) oder halb-emers wachsen oder auch manchmal völlig unter Wasser (submers). Dann ragt meist nur der Blütenstiel über die Wasseroberfläche.<ref name="flgr"/> Die Pflanzen sind an wechselnden Wasserstand und an Standorte mit wenig Licht angepasst.<ref name="swaq">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Speerblatt allgemein.] schwarzwasser-aquarium.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. November 2019.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Verwendung in Aquarien und Aquaterrarien[Bearbeiten]
Anubias gelten als harte, unempfindliche Pflanzen, die auch kaum gefressen werden. So werden sie zum Beispiel zur Dekoration bei der Haltung von Buntbarschen empfohlen. Sie können auch bei geringer Beleuchtungsstärke verwendet werden. Ab und zu wurde von Verlusten bei Wirbellosen wie Zwerggarnelen berichtet, nachdem Rhizome zur Vermehrung in den Becken geteilt wurden. Hierbei wurde die These aufgestellt, dass in ihnen enthaltenes Calciumoxalat in Form von wasserunlöslichen Kristallnadeln für solche Verluste ursächlich sein könnte. Bei Verletzungen oder Quetschungen schleudern spezielle Pflanzenzellen (Idioblasten) diese aus Calciumoxalat bestehenden Raphiden nach außen. In den Organismus der Garnelen eingedrungen, könnten sie, so die These, Schäden auslösen, die bis zum Tod führen können. Daher wird empfohlen, Anubias außerhalb des Aquariums oder Aquaterrariums zu teilen. Danach sollten die "Schnittstellen gründlich unter fließendem Wasser" gespült werden. "Noch sicherer" sei "eine mehrtägige Wässerung, bevor die Pflanzen wieder eingesetzt werden".<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Anubias giftig für Garnelen?] aquamax.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. November 2019.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Arten[Bearbeiten]
Die Gattung Speerblätter (Anubias) umfasst etwa acht Arten:<ref name="WCSP" />
- Anubias afzelli Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott: Afzelius´ Speerblatt, benannt nach Adam Afzelius, kommt in Senegal, Guinea, Sierra Leone und Mali vor.<ref name="WCSP" />
- Anubias barteri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott: Sie kommt mit sechs Varietäten in Westafrika in Kamerun, Gabun und im Kongo vor:
- Breitblättriges Speerblatt (Anubias barteri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott var. barteri), so benannt 1860: Sie kommt im südöstlichen Nigeria, in Kamerun und auf Bioko vor.<ref name="WCSP" />
- Schmalblättriges Speerblatt (Anubias barteri var. angustifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Engl.) Crusio, Syn.: Anubias lanceolata f. angustifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.), so benannt 1979: Sie kommt in Guinea, Liberia, Elfenbeinküste und in Kamerun vor.<ref name="WCSP" />
- Caladiumblättriges Speerblatt (Anubias barteri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott var. caladiifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.), so benannt 1915 nach der Ähnlichkeit der Blätter mit denen von Caladium: Sie kommt in Nigeria, Kamerun, Gabun und auf Bioko vor.<ref name="WCSP" />
- Kahles Speerblatt (Anubias barteri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott var. glabra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.N.E.Brown, Syn.: Anubias lanceolata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.N.E.Brown), so benannt 1901: Sie kommt von Guinea bis Gabun vor.<ref name="WCSP" />
- Kaffeeblättriges Speerblatt (Anubias barteri var. cofeifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kasselmann)
- Zwerg-Speerblatt (Anubias barteri var. nana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Engl.) Crusio), so benannt 1979. Das Zwerg-Speerblatt kommt nur in Kamerun vor.<ref name="WCSP" />
- Riesen-Speerblatt (Anubias giganteaDie Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt. A.Chev. ex Hutch., Syn.: Anubias hastifolia var. robusta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.): Es kommt in Guinea, Sierra Leone, Liberia, der Elfenbeinküste und Togo vor.<ref name="WCSP" />
- Anubias gilletii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.De Wild. & T.Durand: Die nach dem Sammler J. Gillet (1866–1943)<ref>Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Stuttgart 1999, S. 104.</ref> benannte Pflanze kommt von Nigeria und Kamerun bis in die Demokratische Republik Kongo vor.<ref name="WCSP" />
- Dreieckiges Speerblatt (Anubias gracilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Chev. ex Hutch.): Sie kommt nur in Guinea und Sierra Leone vor<ref name="WCSP" /> und ist nur selten im Handel zu finden<ref>Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Stuttgart 1999, S. 105.</ref>
- Spießblättriges Speerblatt (Anubias hastifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl.), kommt in Ghana, Nigeria, Kamerun, Gabun und der Demokratischen Republik Kongo vor, außerdem in Angola.<ref name="WCSP" /> Sie ist in vegetativem Zustand nicht sicher von Anubias pynaertii zu unterscheiden.<ref>Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Stuttgart 1999, S. 106.</ref>
- Verschiedenblättriges Speerblatt oder Kongo-Speerblatt genannt (Anubias heterophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Engl., Syn.: Anubias congensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.N.E.Brown), so benannt 1870. Sie kommt von Kamerun bis in die Demokratische Republik Kongo und Angola vor.<ref name="WCSP" />
- Anubias pynaertii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.De Wild.: Sie kommt in Gabun, Kongo und der Demokratischen Republik Kongo vor und ist benannt nach dem Sammler Léon Auguste Edouard Joseph Pynaert (1876–1968).<ref>Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Stuttgart 1999, S. 108.</ref><ref name="WCSP" />
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer, Stuttgart 1995; 2. Auflage, Stuttgart 1999, ISBN 3-8001-7454-5, S. 96–108 und 442.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Tropicos"> Anubias bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>