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Seidenpflanzen

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Seidenpflanzen
Datei:Asclepias tuberosa0.jpg

Asclepias tuberosa

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
Tribus: Asclepiadeae
Untertribus: Asclepiadinae
Gattung: Seidenpflanzen
Wissenschaftlicher Name
Asclepias
L.

Die Seidenpflanzen (Asclepias) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist hauptsächlich die Neue Welt und das tropische Afrika, einige Arten sind in vielen Gebieten der Welt Neophyten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:American medicinal plants; - an illustrated and descriptive guide to the American plants used as homopathic remedies - their history, preparation, chemistry, and physiological effects. (1887) (17968852030).jpg
Illustration aus American medicinal plants; - an illustrated and descriptive guide to the American plants used as homopathic remedies - their history, preparation, chemistry, and physiological effects, 1887 der Gewöhnlichen Seidenpflanze (Asclepias syriaca)
Datei:Asclepias syriaca sl 5.jpg
Balgfrucht der Gewöhnlichen Seidenpflanze (Asclepias syriaca)
Datei:Milkweed-in-seed2.jpg
Samen der Gewöhnlichen Seidenpflanze (Asclepias syriaca)

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Asclepias-Arten wachsen meist als ausdauernde, selten als einjährige krautige Pflanzen; die meisten Arten verholzen an der Basis etwas.

Meist sind die höchstens kurz gestielten Laubblätter gegenständig oder seltener stehen sie in Quirlen an den Stängeln angeordnet. Die krautigen Blattspreiten sind mit einer Länge von 2 bis 17 Zentimetern und einer Breite von 0,1 bis 3 Zentimetern linealisch, dreieckig, elliptisch oder länglich, mit gerundeter, keilförmiger oder stumpfer Spreitenbasis und spitzen oder zugespitzten oberen Enden. Die Blattflächen können kahl bis flaumig behaart sein.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die endständigen oder zwischen den Knoten (Nodien) entspringenden, doldenähnlichen, zymösen Blütenstände sind wenig- bis meist vielblütig. Die Blütenstandsschäfte sind meist mindestens so lang wie die Blütenstiele, manchmal fehlen sie.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf Kelchblätter sind verwachsen und unterseits behaart oder kahl. Die meist fünf nur an ihrer Basis verwachsenen Kronblätter sind aufrecht bis zurückgeschlagen. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden und der Spitzenbereich der Fruchtblätter sind zu einem so genannten Gynostegium verwachsen. Das aufrechte Gynostegium besitzt eingekrümmte, zungen-hornähnliche Anhängsel. Die zwei oberständigen Fruchtblätter sind untereinander frei.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Je befruchteter Blüte entstehen zwei Balgfrüchte, die meist wie zwei Hörner zusammenstehen. Die spindelförmigen Balgfrüchte besitzen ein spitzes Ende und enthalten dicht gepackt viele flache Samen, die als Flugorgane 15 bis 40 mm lange, seidige Haare besitzen (Coma) (daher der Name Seidenpflanzen).

Ökologie[Bearbeiten]

Die Blüten enthalten Nektar. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Asclepias amplexicaulis Blue Ridge.jpg
Asclepias amplexicaulis
Datei:Asclepias asperula - Antelope Horns.jpg
Asclepias asperula
Datei:Asclepias sp. flowers (Marshal Hedin).jpg
Kalifornische Seidenpflanze (Asclepias californica)
Datei:Asclepias cordifolia.JPG
Asclepias cordifolia
Datei:Asclepiascryptoceras.jpg
Asclepias cryptoceras
Datei:Asclepias curassavica crop.jpg
Indianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica)
Datei:Curtiss milkweed (Asclepias curtissii) (6023865184).jpg
Asclepias curtissii
Datei:Asclepiaseriocarpa.jpg
Asclepias eriocarpa
Datei:Asclepias erosa 5.jpg
Asclepias erosa
Datei:Asclepias exaltata (7583523332).jpg
Asclepias exaltata
Datei:Asclepias fascicularis flowers 2003-06-05.jpg
Asclepias fascicularis
Datei:Swamp Milkweed Asclepias incarnata Flowers Closeup 2800px.jpg
Sumpf-Seidenpflanze (Asclepias incarnata)
Datei:Asclepias linaria.jpg
Asclepias linaria
Datei:Asclepiasmeadii.jpg
Asclepias meadii
Datei:Asclepias nyctaginifolia.jpg
Asclepias nyctaginifolia
Datei:Asclepias pumila NPS-1.jpg
Asclepias pumila
Datei:Purple Milkweed Asclepias purpurascens Head.jpg
Asclepias purpurascens
Datei:R27182818 milkweed img 0312.jpg
Stachlige Seidenpflanze (Asclepias speciosa)
Datei:Asclepias subulata kz4.jpg
Asclepias subulata
Datei:Asclepias syriaca sl 2.jpg
Laubblätter und Blütenstände der Gewöhnlichen Seidenpflanze (Asclepias syriaca)
Datei:Butterfly Weed Asclepias tuberosa Umbel.jpg
Asclepias tuberosa
Datei:Asclepias verticillata (3197723098).jpg
Asclepias verticillata
Datei:Asclepias viridiflora NPS-1.jpg
Asclepias viridiflora
Datei:Asclepias viridis (9123680137).jpg
Asclepias viridis

Die Erstveröffentlichung des Gattungsnamens Asclepias erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 214–217. Als Lectotypus wurde in A.S.Hitchcock und M.L.Green: Proposals by British Botanists 1929, S. 136, Asclepias syriaca festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Carl von Linné hat den botanischen Gattungsnamen Asclepias von Asklepios abgeleitet, dem griechischen Gott der Heilkunst, da sie häufig in der Volksmedizin verwendet wurde. Synonyme für Asclepias Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Acerates Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Elliott, Anantherix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nutt., Asclepiodella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Small, Asclepiodora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray, Biventraria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Small, Oxypteryx Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Greene, Podostemma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Greene, Podostigma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Elliott, Schizonotus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray, Solanoa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Greene.

Die Gattung Asclepias gehört zur Subtribus Asclepiadinae aus der Tribus Asclepiadeae in der Unterfamilie der Asclepiadoideae innerhalb der Familie der Apocynaceae.<ref name="GRIN" />

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gattung Asclepias ist hauptsächlich die Neue Welt und das tropische Afrika. Einige Arten sind in vielen Gebieten der Welt Neophyten.

Zur Gattung der Seidenpflanzen (Asclepias) gehören über 200 Arten:<ref name="WCSP" />

Unterschiede zur verwandten Gattung Gomphocarpus[Bearbeiten]

Die Gattung Asclepias unterscheidet sich von der Gattung Gomphocarpus vor allem durch das schlank bis dick rübenförmig oder knollig ausgebildete Rhizom, das bei Gomphocarpus faserig oder verholzt ist. Asclepias bildet jährlich neu austreibende, meist unverzweigte oder wenig verzweigte Stängel, Gomphocarpus dagegen kurzlebige, ausdauernde Halbsträucher mit verzweigten Stängeln. Des Weiteren sind die Blütenstände bei Asclepias endständig, bei Gomphocarpus dagegen extra-axillar (aus den Blattachseln hervorgehend).

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Asclepias bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts, 1995: World Checklist of Seed Plants 1 (1, 2): 1-483, 1-529. MIM, Deurne. In: Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Goyder2009"> David John Goyder: A Synopsis of Asclepias (Apocynaceae: Asclepiadoideae) in Tropical Africa. In: Kew Bulletin. Band 64, Nr. 3, 2009, S. 369–399. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) doi:10.1007/s12225-009-9133-3 </ref> <ref name="Turner2009"> Billie L. Turner: Taxonomy of Asclepias hirtella and A. longifolia (Apocynaceae). In: Phytologia. Band 91, Nr. 2, 2009, S. 308–311 online. </ref> </references>

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Mark Fishbein, David Chuba, Chris Ellison, Roberta J. Mason-Gamer, Steven P. Lynch: Phylogenetic Relationships of Asclepias (Apocynaceae) Inferred from Non-coding Chloroplast DNA Sequences. In: Systematic Botany. Band 36, Nummer 4, 2011, S. 1008–1023, doi:10.1600/036364411X605010.
  • Kevin Weitemier, Shannon C.K. Straub, Mark Fishbein, Aaron Liston: Intragenomic polymorphisms among high-copy loci: A genus-wide study of nuclear ribosomal DNA in Asclepias (Apocynaceae). In: PeerJ. Band 3, Nummer 1, 2015: e718. doi:10.7717/peerj.718
  • David Chuba, David John Goyder, M. W. Chase, Mark Fishbein: Phylogenetics of the African Asclepias complex (Apocynaceae) based on three plastid DNA regions. In: Systematic Botany. Band 42, Nummer 1, 2017, S. 148–159. doi:10.1600/036364417X694539

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Seidenpflanzen (Asclepias) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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