Bernie Hanighen
Bernard D. „Bernie“ Hanighen (* 27. April 1908 in Omaha; † 19. Oktober 1976 in New York City) war ein US-amerikanischer Liedtexter, Komponist und Musikproduzent.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Bernie Hanighen studierte an der Harvard University und spielte Violine; in dieser Zeit hatte er bereits einige Musicals geschrieben und eine eigene Studenten-Jazzband gegründet.<ref name="clarke">Donald Clarke: Billie Holiday – Wishing on the Moon. Eine Biographie, Piper Verlag 1995, ISBN 3-492-03756-9</ref><ref>Nach Donald Clarke sollen die Hanighen-Musiker Aufnahmen mit Fletcher Henderson für den englischen Markt gemacht haben. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tom Lord ( des Vorlage:IconExternal vom 25. Mai 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. nennt eine Hanighen-Session 1924.</ref> Im April 1929 war Hanighen Vorsitzender des Theaterclubs in Cambridge und organisierte eine Musikshow namens Close Up, für die er den jungen Henry Fonda anfragte, mit dem er befreundet war.<ref>Kevin Sweeney: Henry Fonda: A Bio-Bibliography 1992. S. 7</ref>
Nach der Graduierung zog Hanighen nach New York City, um eine Karriere in der Musikindustrie zu beginnen.<ref>Meg Greene: Billie Holiday: A Biography 2007. S. 26</ref> Hanighen unterstützte als musikalischer Direktor bei Columbia Records die Karriere von Billie Holiday und war mit John Hammond Co-Produzent ihrer frühen Aufnahmen für Vocalion Records von 1936 bis 1939.<ref>Maya C. Gibson: Alternate Takes: Billie Holiday at the Intersection of Black. 2008. S. 143</ref> Billie Holiday behauptete in ihrer Autobiografie, dass Hanighen beinahe seine Job verloren hätte, weil er sich dafür einsetzte, dass sie mehr Geld bekam. Lady Day und Hanighen hatten auch kurzzeitig eine Affäre miteinander und blieben zeitlebens befreundet.<ref>Clarke relativiert in seinem Buch die Verdienste John Hammonds und Benny Goodmans um die Entdeckung Billie Holidays zu Gunsten von Hanighen und dessen Mitarbeiter Ernie Anderson. Vgl. Donald Clarke S. 139</ref> Hanighen war Co-Autor des Songs Yankee Doodle Never Went to Town, den Billi Holiday 1935 mit Teddy Wilsons Band einspielte. 1952 nahm Holiday seine mit Paul Coates geschriebene Komposition If the Moon Turns Green auf.
Er hatte seinen ersten Hit 1934, als er mit Gordon Jenkins When a Woman Loves a Man zu einem Songtext von Johnny Mercer schrieb.<ref>Billie Holiday nahm den Song 1938 auf.</ref><ref>Donald Clarke behauptet in seiner Holiday-Biografie, der Song stamme von „Hanighen, Paul Coates und Billy Rose (und zwar in dieser Reihenfolge)“. Vgl. Clarke, S. 117</ref><ref> Der Song wurde 1988 im Soundtrack für Annies Männer verwendet und für die Golden Globe Awards 1989 nominiert.</ref> In Zusammenarbeit mit Mercer entstand eine Reihe weiterer Songs, darunter Poor Mr Chisholm (den Fred Astaire 1940 in dem Musikfilm Second Chorus sang), und Bob White (Whatcha Gonna Swing Tonight?), den erstmals Bing Crosby 1937 sang.<ref>Don Tyler: Hit Songs, 1900-1955: American Popular Music of the Pre-Rock Era. 2007. Page 404</ref> Hanighen schrieb außerdem für Broadwayshows und Filme. Während des Zweiten Weltkriegs war er Nachrichtensprecher bei CBS.
Am meisten in Erinnerung bleibt seine Zusammenarbeit mit Cootie Williams; Hanighen und der Ellington-Trompeter schrieben für Thelonious Monks Komposition ’Round Midnight einen Songtext. Außerdem schrieb er Musik und Text des Spirituals Two Little Fishes (and Five Loaves of Bread), den Josh White interpretierte.<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>
Weitere Songs Hanighens waren
- The Little Man Who Wasn't There (mit Harold Adamson<ref>Jim Cox: The Great Radio Sitcoms. 2007 - Page 274</ref>)
- If the Moon Turns Green (mit Paul Coates)
- My Old Man (den die Spirits of Rhythm spielten), Fare-Thee-Well to Harlem, Poor Mr Chisholm (Hoe Down the Bayou), Me and the Ghost Upstairs, Show Your Linen, Miss Richardson (mit Johnny Mercer)
- Valley Low (Musik von Raymond Scott<ref>Roger D. Kinkle: The Complete Encyclopedia of Popular Music and Jazz, 1900-1950 - Volume 2 1974 - Page 423.</ref>),
- You're a Joy (mit Tadd Dameron<ref>Paul Combs: Dameronia, S. 490.</ref>),
- Blue Fool (1949, Musik von Alec Wilder<ref>David Demsey, Ronald E. Prather, Judith Bell: Alec Wilder: a Bio-Bibliography. 1993 - Page 71</ref>)
- Baby Doll (1951, mit Kenyon Hopkins<ref>David F. Lonergan: Hit Records: 1950-1975. S. 11</ref>).
Weblinks[Bearbeiten]
- Porträt bei jazzstandards.com
- Bernie Hanighen bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Bernie Hanighen bei Discogs
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hanighen, Bernie |
| ALTERNATIVNAMEN | Hanighen, Bernard |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Liedtexter, Komponist und Musikproduzent |
| GEBURTSDATUM | 27. April 1908 |
| GEBURTSORT | Omaha |
| STERBEDATUM | 19. Oktober 1976 |
| STERBEORT | New York City |
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