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Biaryle

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Biaryle
Datei:Bifenyl.svg

Biphenyl (nicht: Diphenyl)<ref name="Römpp">Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 1: A–Cl. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1979, ISBN 3-440-04511-0, S. 426.</ref>
Datei:2-Phenylphenol.svg
2-Phenylphenol
Datei:Diphenic Acid Structural Formula V.1.svg
Diphensäure
Datei:Biphenyl-4,4'-dicarboxylsäure.svg
Biphenyl-4,4′-dicarbonsäure
Datei:BINAP Enantiomers Structural Formulae V.1.svg
BINAP-Enantiomere besitzen axiale Chiralität.
Datei:R+S-BINOL.png
BINOL-Enantiomere besitzen axiale Chiralität.

Als Biaryle (nicht: Diaryle) bezeichnet man Verbindungen, bei denen zwei Arylgruppen über eine Einfachbindung miteinander verknüpft sind. Das einfachste Biaryl ist Biphenyl. Verbindungen, in denen drei Arylgruppen über Einfachbindungen miteinander verknüpft sind, nennt man Teraryle und solche mit vier Quateraryle.

Synthese[Bearbeiten]

Die Synthese kann durch verschiedene Methoden erfolgen:

Verwendung[Bearbeiten]

Die Herstellung von Biarylen mittels Kreuzkupplung ist ein wichtiges Werkzeug in der präparativen organischen Chemie und hat hier ganz besondere Bedeutung in der Synthese von Wirkstoff-Bibliotheken, um Struktur-Wirkungs-Beziehungen (SAR) zu untersuchen. Reine Enantiomere von BINOL und BINAP<ref name="Malz">Russell E. Malz: Catalysis of organic reactions. Marcel Dekker, New York 1996, ISBN 0-8247-9807-4, S. 147 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> – sowie entsprechende Derivate – haben Bedeutung als enantioselektive Katalysatoren in der gezielten Herstellung von enantiomerenreinen Naturstoffen und Arzneistoffen erlangt. BINOL dient beispielsweise als Ligand eines Lanthanoids in der Shibasaki-Aldolreaktion, um unmodifizierte Aldehyde enantioselektiv an Ketone zu addieren.<ref name=Basiswissen>J. Bülle, A. Hittermann: Das Basiswissen der Organischen Chemie. Thieme, Stuttgart 2000, S. 308 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Vom BINOL abgeleitete Heterobimetallkatalysatoren werden auch in der enantioselektiven Addition von Phosphornukleophilen an Imine eingesetzt.<ref name=Gröger>H. Gröger, Y. Saida, H. Sasai, K. Yamaguchi, J. Martens, M. Shibasaki: A New and Highly Efficient Asymmetric Route to Cyclic alpha-Amino Phosphonates: The first Catalytic Enantioselective Hydrophosphonylation of Cyclic Imines Catalyzed by Chiral Heterobimetallic Lanthanoid Complexes. In: J. Am. Chem. Soc. 120, 1998, S. 3089–3103, doi:10.1021/ja973872i.</ref><ref name=Schlemminger>I. Schlemminger, Y. Saida, H. Gröger, W. Maison, N. Durot, H. Sasai, M. Shibasaki, J. Martens: Concept of Rigidity: How to Make Enantioselective Hydrophosphonylation of Cyclic Imines Catalyzed by Chiral Heterobimetallic Lanthanoid Complexes almost Perfect. In: J. Org. Chem. 65, 2000, S. 4818–4825, doi:10.1021/jo991882r.</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />