Zum Inhalt springen

Bomarien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bomarea)

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Bomarien
Datei:Bomarea multiflora 01.jpg

Bomarea multiflora

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Inkaliliengewächse (Alstroemeriaceae)
Tribus: Alstroemerieae
Gattung: Bomarien
Wissenschaftlicher Name
Bomarea
Mirb.

Die Bomarien (Bomarea) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Inkaliliengewächse (Alstroemeriaceae) innerhalb der Ordnung der Lilienartigen (Liliales). Die etwa 150 Arten sind in der Neotropis von Mexiko bis Südamerika weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Curtis's Botanical Magazine, Plate 3050 (Volume 58, 1831).png
Illustration von Bomarea acutifolia aus Curtis's Botanical Magazine Volume 58, 1831, Tafel 3050
Datei:Bomarea acutifolia (9725807281).jpg
Bomarea acutifolia
Datei:Bomarea andreana, the Needleleaf Bomarea (9729039126).jpg
Bomarea andreana
Datei:Bomarea costaricensis (9725807705) (2).jpg
Bomarea costaricensis
Datei:Bomarea edulis - Basel - 2.jpg
Essbare Bomarie (Bomarea edulis)
Datei:Bomarea hirsuta 3.jpg
Bomarea hirsuta
Datei:Bomarea longipes (9729036996).jpg
Bomarea longipes
Datei:Bomarea multiflora 01.jpg
Bomarea multiflora
Datei:Bomarea multiflora CBM.png
Illustration von Bomarea multiflora
Datei:Variación en color de la Bomarea ovallei.jpg
Löwentatze (Bomarea ovallei)
Datei:Bomarea pauciflora 1.jpg
Bomarea pauciflora
Datei:Bomarea salsilla.jpg
Bomarea salsilla

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Bomarea-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die meist als klimmende Kletterpflanzen wachsen. Es werden Rhizome gebildet. Die an der gesamten Sprossachse verteilten Laubblätter sind um 180˚ gedreht, kurz gestielt, einfach und vielnervig.<ref name="Tüb" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen in endständigen, einfachen bis zusammengesetzten doldigen Blütenständen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch, dreizählig und röhrig bis glockenförmig. Die Blütenhüllblätter sind frei und leuchtend rot, orange oder gelb gefärbt, seltener auch grünlich.<ref name="SB" /> Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel sind gelb oder graublau.<ref name="SB" /> Die drei Fruchtblätter sind zu einem unter- oder mittelständigen<ref name="SB" /> Fruchtknoten verwachsen.<ref name="Tüb" />

Die Blütenformel lautet: <math>\star \; P_{3+3} \; A_{3+3} \; G_{\overline{(3)}}</math>

Als Früchte werden Kapseln oder Beeren gebildet.<ref name="SB" />

Verbreitung und Standortansprüche[Bearbeiten]

Das Verbreitungszentrum der Gattung Bomarea sind Gebiete in den Anden zwischen Kolumbien und Bolivien. Die meisten Arten wachsen in Wäldern und Gebüschen in mehr oder weniger feuchter Umgebung. Nur einige Arten der Untergattungen Wichuraea und Bomarea s. str. findet man in den trockeneren Tälern der Anden. Keine der Arten wächst in Marsch- und Sumpfgebieten.<ref name="SB" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Bomarea wurde 1804 durch Charles François Brisseau de Mirbel aufgestellt.<ref name="Mirbel1804" /> Der Gattungsname Bomarea ehrt den französischen Naturforscher Jacques-Christophe Valmont de Bomare (1731–1807), Verfasser des Dictionnaire universel d’histoire naturelle.<ref name="Burkhardt2018" /> Als Lectotypus wurde 1995 Bomarea ovata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Cav.) Mirb. festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Die beiden Gattungen Bomarea und Alstroemeria gehören zur Tribus Alstroemerieae innerhalb der Familie der Alstroemeriaceae. Die Gattungen Bomarea und Alstroemeria unterscheiden sich unter anderem durch ihre Chromosomengrundzahlen; für Bomarea beträgt sie x = 9, für Alstroemeria x = 8.

Die Gattung Bomarea umfasst etwa 150 Arten in vier Untergattungen:

  • Untergattung Baccata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hofreiter: mit 5 Arten.
  • Untergattung Bomarea: mit 79 Arten.
  • Untergattung Sphaerine: mit 12 Arten.
  • Untergattung Wichuraea: mit 18 Arten.<ref name="SB" />

Vollständige Liste der Arten:<ref name="Culturesheet" /><ref name="WCSP" />

Nutzung[Bearbeiten]

Die stärkehaltigen Rhizome von Bomarea acutifolia, Bomarea edulis und Bomarea salsilla werden gegart gegessen.<ref name="PFAF" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Christopher Brickell, Wilhelm Barthlott (Hrsg.) Dumont’s Grosse Pflanzen-Enzyklopädie A–Z (übersetzt von Nadja Biedinger, Rüdiger Seine). DuMont, Köln 2000, ISBN 3-7701-4350-7, S. 182–183.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bomarien (Bomarea) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • GBIF-Datenbank: Bomarea. In: gbif.org. Abgerufen am 17. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Mirbel1804"> Charles François Brisseau de Mirbel: Histoire naturelle, générale et particulière, des plantes: Description des végétaux rangés par familles. Tome neuvième, F. Dufart, Paris 1804 S. 71 (Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Tüb">@1@2Vorlage:Toter Link/www.bgpflanzendb.uni-tuebingen.deBomarea (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2024. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) beim Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Botanischen Garten Tübingen. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. April 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/uni-tuebingen.de</ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> <ref name="Tropicos"> Bomarea bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="SB"> Anton Hofreiter: A Revision of Bomarea Subgenus Bomarea s. str. Section Multiflorae (Alstroemeriaceae). In: Systematic Botany. Band 33, Nr. 4, 2008, S. 661–684, doi:10.1600/036364408786500172. </ref> <ref name="Culturesheet">culturesheet.org: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bomarea (Alstroemeriaceae) (Memento vom 8. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)</ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Bomarea bei Plants For A Future </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>