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Sozialistische Brigade

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-J1109-0032-001, Dresden, VEB Mikromat, Brigade "Gründung der DDR".jpg
VEB Mikromat, Brigade „Gründung der DDR“, Dresden (1970)

Brigade, auch Arbeitsbrigade, war in den Planwirtschaften der realsozialistischen Staaten die Bezeichnung für die kleinste Arbeitsgruppe („Arbeitskollektiv“) in den Betrieben und Verwaltungen, die eine Aufgabe im Produktionsprozess ausführte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Beim Begriff Brigade handelt es sich um eine Bedeutungsentlehnung aus dem Russischen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Das deutsche Wort bezeichnete ursprünglich nur einen „militärischen Großverband der Landstreitkräfte“ (siehe Brigade bzw. Brigadier). Gleiches passierte in anderen europäischen Sprachen, die in Staaten unter sowjetischem Einfluss gesprochen wurden (vergleiche beispielsweise {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).

In der DDR gab es Brigaden in fast allen Volkseigenen Betrieben und in Genossenschaften wie Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften, Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH). und Produktionsgenossenschaften der Binnenfischer. Der Leiter einer Brigade hieß Brigadier. Jede Brigade führte ein Brigadetagebuch. Das Zusammenwirken der Mitglieder der Brigaden erfolgte außer im Arbeitsprozess auch in der Freizeit. Am 3. Januar 1959 rief die Jugendbrigade „Nikolai Mamai“ aus dem Elektrochemischen Kombinat Bitterfeld zu einem Wettbewerb unter dem Motto „Auf sozialistische Weise arbeiten, lernen und leben“ auf.<ref>Brigaden der sozialistischen Arbeit.- Aufruf der Brigade "Mamai" des Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld. Abgerufen am 16. Juli 2026.</ref>

In der Pionierorganisation Ernst Thälmann war die Pionierbrigade eine Organisationseinheit unterhalb der Pioniergruppe.<ref>Statut der Pionierorganisation, Punkt  IV.1 (DDR-Lexikon)</ref>

Schulklassen bzw. Pioniergruppen pflegten oft patenschaftliche Beziehungen zu Patenbrigaden.

Die Brigade in der bildenden Kunst der DDR[Bearbeiten]

Im Sinne der Aufforderung, zur künstlerischen Arbeit in die Betriebe zu gehen, um das Leben der „Werktätigen“ kennenzulernen, unterhielten viele bildende Künstler in der DDR intensive Kontakte zu Brigaden. Sie stellten ihre Eindrücke in ihren Werken dar, wobei auch „Brigadebilder“ als spezifische Formen des Gruppenbilds entstanden, häufig in der Sonderform einer Diskussionshandlung.<ref>Lothar Lang: Malerei und Grafik in der DDR. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig (Reclams Universal-Bibliothek Band 955), 1983, S. 88–91</ref>

Beispiele für Brigadebilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jörg Roesler: Die Produktionsbrigaden in der Industrie der DDR. Zentrum der Arbeitswelt?, in: Hartmut Kaelble; Jürgen Kocka; Hartmut Zwahr (Hg.): Sozialgeschichte der DDR, Stuttgart, 1994, S. 144–170.
  • Jörg Roesler: Die Brigaden, der Meister, die Werkleitung und der Plan. Arbeitsregime und Arbeitsklima in den volkseigenen Betrieben der DDR, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft II/2009.
  • Merve Lühr: Erinnern an die Arbeit im Kollektiv. Retrospektive Deutungen des Brigadelebens in der DDR. Leipzig 2025, ISBN 978-3-96023-628-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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