Jenaische Burschenschaft Germania
| Jenaische Burschenschaft Germania | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Hochschulort: | Jena | |||||||
| Hochschule/n: | Friedrich-Schiller-Universität Jena | |||||||
| Gründung: | 12. Juni 1815 | |||||||
| Stiftungsdatum: | 13. Dezember 1846 | |||||||
| Korporationsverband: | verbandsfrei, bis 2008 Deutsche Burschenschaft | |||||||
| Kürzel: | JB! | |||||||
| Farbenstatus: | farbentragend | |||||||
| Farben: | ||||||||
| Art des Bundes: | Männerbund | |||||||
| Stellung zur Mensur: | schlagend | |||||||
| Wahlspruch: | Leben und Streben dem Vaterland! | |||||||
| Website: | www.jb-germania.de | |||||||
Die Jenaische Burschenschaft Germania ist eine farbentragende, pflichtschlagende Studentenverbindung in Jena. Die Burschenschaft steht in direkter Nachfolge der am 12. Juni 1815 gegründeten Jenaer Urburschenschaft.
Couleur und Wahlspruch[Bearbeiten]
Die Germania trägt die Farben Schwarz-Rot-Gold auf weißem Grund (von unten gelesen) mit goldener Perkussion in Band und weißer Mütze.
Ihr Wahlspruch lautet: Leben und Streben dem Vaterland!
Geschichte[Bearbeiten]
Vormärz[Bearbeiten]
Die Jenaische Burschenschaft trennte sich am 28. Januar 1840 endgültig in die Burschenschaft auf dem Fürstenkeller und die Burschenschaft auf dem Burgkeller.<ref>Emil Anhalt: Die Trennung der Jenaer Burschenschaft im Januar 1840: Erinnerungen eines alten Burschenschafters. In: Georg Heer: Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Burschenschaft und der deutschen Einheitsbewegung. Band 14, Heidelberg 1935, S. 213–228.</ref> Erstere nahm später den Namen Germania an. Letztere ergänzte 1859 ihren Namen zu Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller. Der Name Fürstenkeller bezieht sich auf die alte Jenaische Gaststätte Fürstenkeller, welche die Burschenschaft als Stammkneipe nutzte.
In den folgenden Jahren kam es zu weiteren Mitgliederbewegungen. So traten im Wintersemester 1842/43 einige Mitglieder aus, um wieder eine allgemeine Jenaische Burschenschaft zu gründen, einige traten zur Burgkeller-Burschenschaft über, einige kamen von dort. Unter den Jenaer Burschenschaftern bestand vor allem Uneinigkeit über die Ausrichtung der Burschenschaft, so hatte sich 1845 bereits als dritte die Burschenschaft Teutonia gegründet. Um diese Spannungen zu beenden, löste sich die Fürstenkeller-Burschenschaft 1846 auf, um sich sofort am 13. Dezember 1846<ref>Meyers Konversationslexikon. 5. Auflage, Leipzig 1896, Beilage zum Artikel Studentenverbindungen.</ref> als Germania neu zu gründen. So konnten alle Unzufriedenen ferngehalten werden und die Lage beruhigte sich. 1851 versteckte die Germania den sich auf der Flucht befindlichen Revolutionär Karl Ludwig Ferdinand Blanckmeister.
Im Laufe der Jahre wurde der Kontakt mit auswärtigen Burschenschaften intensiviert, es entstanden mehrere, teils kurzlebige Kartelle, so unter anderem 1855 mit den Burschenschaften Germania Gießen und Arminia Breslau. 1859 wurde die Germania bis zu ihrem Austritt 1862 Mitglied im Norddeutschen Kartell. Am 7. Mai 1869 schloss sich die Germania mit der Burschenschaft Hannovera Göttingen und der Burschenschaft Frankonia Heidelberg zum auch heute noch bestehenden Grün-Weiß-Roten Kartell zusammen.<ref>Henning Tegtmeyer: Geschichte der Burschenschaft Hannovera 1928–1945, Abschnitt 2.6. Das Grün-weiß-rote Kartell, Seite 57ff</ref> Das GWR-Kartell wurde 1919 um die Tübinger Burschenschaft Derendingia und 1933 um die Marburger Burschenschaft Germania erweitert.<ref>Verband der Alten Herren der Marburger Burschenschaft Germania e. V. (Hrsg.): 150 Jahre Germania Marburg - Chronik und Geschichte(n) 1868/2018. Marburg 2018, S. 150.</ref> Die Germania gehörte dem Eisenacher Burschenbund,<ref>Paulgerhard Gladen: Geschichte der studentischen Korporationsverbände. Band II: Die nichtschlagenden Verbände und Nachträge zu Band I. Würzburg 1985, S. 31.</ref> dem Eisenacher Deputierten-Convent (EDC) und dem Allgemeinen Deputierten-Convent (ADC), der späteren Deutschen Burschenschaft (DB), an, wobei alle unter Mitwirkung und Initiative der Germania entstanden.
Kaiserreich[Bearbeiten]
Als 1880 die Antisemitenpetition in Jena kursierte, unterzeichneten fast alle Aktiven der Germania, während Teutonia und Arminia Zurückhaltung übten. Bereits seit 1873 verlangte Germania von ihren Mitgliedern deutsche Abstammung. Nachfolgend brach ein heftiger Konflikt mit der Altherrenschaft aus, die das Handeln der Aktiven als „höchst unburschenschaftliche Regung“ brandmarkte. Der Versuch, die Antisemiten aus der Burschenschaft auszuschließen, scheiterte am Veto des Aktivenconvents, auf dem die Alten Herren zwar Rede- und Antragsrecht, aber kein Stimmrecht hatten. Die Germania blieb auf antisemitischem Kurs und wurde bei den folgenden Auseinandersetzungen im ADC Wortführerin der Antisemitenpartei. Anfang der 1880er Jahre fasste der Jenenser Deputierten-Convent den Beschluss, Juden nicht mehr aufzunehmen.<ref>Franz Egon Rode: Die Universitätsburschenschaften im Kaiserreich. In: Christian Oppermann (Hrsg.): Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Bd. 23, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-8253-4727-7, S. 342–343</ref>
Ihr eigenes Korporationshaus bezog die Germania 1887, direkt am Marktplatz von Jena.<ref>Ernst Hans Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 71.</ref> Dieses war als eines der ersten reinen Korporationshäuser Deutschlands umgebaut worden.
Auf dem Burschentag 1897 wollte Germania ein rassisch motiviertes Aufnahmeverbot für Juden in den ADC-Statuten verankern, das für sämtliche Burschenschaften verpflichtend gewesen wäre. Der Antrag fand jedoch nicht die erforderliche Mehrheit.<ref>Franz Egon Rode: Die Universitätsburschenschaften im Kaiserreich. In: Christian Oppermann (Hrsg.): Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Bd. 23, Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-8253-4727-7, S. 343</ref>
Im Ersten Weltkrieg fielen 72 Mitglieder. Im Wintersemester 1930/31 bestand die Germania aus 75 Aktiven, 45 Inaktiven und 438 Alten Herren.
Nationalsozialismus[Bearbeiten]
Während der Zeit des Nationalsozialismus trat die Germania wegen der Zunahme des Einflusses der Nationalsozialisten auf die studentischen Dachverbände am 17. April 1935 aus der Deutschen Burschenschaft aus, kehrte am 28. April 1935 jedoch wieder zurück und wurde auf Druck der Nationalsozialisten am 27. Oktober 1937 in eine Kameradschaft umgewandelt, welche zuerst den Namen des jeweiligen Kameradschaftsführers trug (Kameradschaft Theune, Kameradschaft Dietrich), dann ab 1939 Kameradschaft Wartburg hieß. Im Zweiten Weltkrieg starben 95 Mitglieder. Während eines Fliegerangriffs auf Jena am 19. März 1945 wurde das Verbindungshaus zerstört.
Nachkriegszeit[Bearbeiten]
Nach dem Krieg war ein Verbindungsleben in Jena nicht mehr möglich, so dass sich 1946 in Oldenburg zahlreiche Alte Herren trafen, um eine Rekonstruktion der Germania in einer anderen Universitätsstadt voranzutreiben. Es gründete sich am 14. August 1948 ein Altherrenverein in Oldenburg, welcher im folgenden Jahr den Aktivenbetrieb der burschenschaftlichen Verbindung Fürstenkeller Mainz, ab Ende 1949 Burschenschaft Germania-Jena zu Mainz genannt, unterstützte. Dort herrschten jedoch ungünstige Bedingungen, so dass die Germania ab 1954/55 nach Göttingen ging, wo sie bis 1993 unter dem Namen Jenaische Burschenschaft Germania zu Göttingen blieb. 1957 wurde das neue Haus bezogen. 1965 leitete die Germania die 150-Jahr-Feier der Deutschen Burschenschaft in Berlin. Nach der Wiedervereinigung war ein Verbindungsleben in Jena wieder möglich, weshalb die Germania zurück in ihre alte Heimat ging. Eine Rückgabe des 1949 von der DDR enteigneten Hauses war juristisch nicht durchzusetzen, so dass man in Jena ein neues Verbindungshaus erwarb.<ref>Verband der Alten Herren der Marburger Burschenschaft Germania e. V. (Hrsg.): 150 Jahre Germania Marburg - Chronik und Geschichte(n) 1868/2018. Marburg 2018, S. 169.</ref>
Seit 2000[Bearbeiten]
Im Oktober 2000 trat die Germania wieder dem Grün-Weiß-Roten Kartell bei, das nach Austritten zwischenzeitlich nur noch aus der Burschenschaft Hannovera Göttingen und der Marburger Burschenschaft Germania bestanden hatte.<ref>Verband der Alten Herren der Marburger Burschenschaft Germania e. V. (Hrsg.): 150 Jahre Germania Marburg - Chronik und Geschichte(n) 1868/2018. Marburg 2018, S. 169.</ref>
Am 6. Februar 2020 wurde ein Brandanschlag auf Autos beim Verbindungshaus der Germania verübt,<ref>Katja Dörn: Brandanschlag bei Jenaer Burschenschaft verübt. In: Ostthüringer Zeitung vom 6. Februar 2020.</ref> am 18. März ein Farbanschlag auf das Haus.<ref>Politisch motiviert. Farbanschlag auf Jenaer Burschenschaft. In: Jenaer Nachrichten vom 19. März 2020.</ref><ref>Erneut Graffiti vor Burschenschaft Germania in Jena gesprayt. In: Thüringer Allgemeine vom 19. März 2020.</ref><ref>Thüringen. Unbekannte beschmieren Haus von Burschenschaft mit Farbe. In: N-tv.de vom 19. März 2020.</ref>
Am 23. November 2024 "begaben sich circa 20 teils vermummte Personen"<ref>Marcus Voigt: Politisch motivierter Angriff? Drei Verletzte nach Schlägerei bei Burschenschaft in Jena. 25. November 2024, abgerufen am 26. November 2024.</ref> - zum Germanenhaus, während diese eine Veranstaltung feierte. Dort kam es zu einer mutmaßlich politisch motivierten "körperlichen Auseinandersetzung beider Gruppen", wonach die Veranstaltungsteilnehmer sich in das Haus zurückzogen. Daraufhin drücken die "20 Streitsuchenden" die Tür auf und "verschafften sich damit rechtswidrig Zutritt zum Objekt". 3 Germanen wurden verletzt und es kam zu Sachbeschädigungen, jedoch gelang es ihnen einen 29-jährigen festzusetzen und der Polizei zu übergeben.<ref>LPI-J: Landfriedensbruch am Objekt einer Burschenschaft. 25. November 2024, abgerufen am 25. November 2024.</ref><ref>Marcus Voigt: Politisch motivierter Angriff? Drei Verletzte nach Schlägerei bei Burschenschaft in Jena. 25. November 2024, abgerufen am 26. November 2024.</ref>
Auswärtige Beziehungen[Bearbeiten]
Die Jenaische Burschenschaft Germania steht mit der Burschenschaft Germania Würzburg einerseits sowie durch das Grün-Weiß-Rote Kartell zudem mit der Burschenschaft Frankonia Heidelberg und der Burschenschaft Hannovera Göttingen im Kartell- bzw. Freundschaftsverhältnis.<ref>Jenaische Burschenschaft Germania | Freundschaft im Studium – Gemeinschaft für's Leben. Abgerufen am 26. November 2024.</ref> Die Beziehungen zur Marburger Burschenschaft Germania dagegen bestehen seit 2022 nicht mehr.
Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]
- Adolph von Sprewitz (1800–1882), Oberinspektor des Landesarbeitshauses in Güstrow
- Ludwig Ettmüller (1802–1877), Philologe, Germanist und Hochschullehrer
- Friedrich Joseph Stöhr (1802–1875), Bürgermeister von Rückers, Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung
- Julius Mosen (1803–1867), Dichter und Schriftsteller
- Hans Karl Briegleb (1805–1879), Rechtsgelehrter und Landtagsabgeordneter in Bayern und Hannover
- Maximilian Heinrich Rüder (1808–1880), Jurist und Politiker
- Moriz Adolph Briegleb (1809–1872), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Hermann Grashof (1809–1867), Jurist und Politiker
- Gustav Körner (1809–1896), deutsch-US-amerikanischer Jurist, Richter, General, Diplomat und Staatsmann
- Eduard Nauwerck (1809–1868), Advokat, Bürgermeister von Strelitz und Parlamentarier
- Christian Stein (1809–1887), Pfarrer und Landtagsabgeordneter
- Guido Gerlach (1810–1904), Landtagsabgeordneter in Sachsen-Altenburg
- Florenty von Lisiecki (1810–1875), deutsch-polnischer Jurist und Politiker, Abgeordneter der Preußischen Nationalversammlung und Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
- Fritz Reuter (1810–1874), niederdeutscher Dichter
- August Ludwig von Rochau (1810–1873), Publizist und Politiker
- Friedrich Adolph Wislizenus (1810–1889), amerikanischer Arzt und Botaniker
- Hermann von der Hude (1811–1858), hanseatischer Gesandter beim Bundestag und Senator der Hansestadt Lübeck
- Wilhelm Kieser (1811–1895), Lehrer und Politiker, Mitglied des Landtags des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen
- Friedrich Schlutter (1811–1888), Privatgelehrter und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Friedrich Steger (1811–1874), Übersetzer und Autor
- August Wichmann (1811–1876), Politiker, Reichstagsabgeordneter
- Eduard von Reichenbach (1812–1869), preußischer Gutsbesitzer und Politiker
- Albert Schmid (1812–1891), Jurist, Präsident des Oberlandesgerichts Braunschweig
- Hermann Behn-Eschenburg (1814–1873), Anglist
- Leonz Gurdi (1814–1891), Stadtpräsident von Luzern, Luzerner Nationalrat
- Friedrich Johann Meyer (1814–1882), Jurist, Bürgermeister, Parlamentarier und Minister des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin
- Emil Anhalt (1816–1896), Schriftsteller
- Hermann Backhaus (1817–1901), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und Professor für Landwirtschaftslehre und Nationalökonomie
- Peter Lorenz Steiner (1817–1862), Präsident des Großen Rat von Graubünden
- Gottlieb Begle (1818–1891), Schweizer Politiker, Landrat, Regierungsrat, Verfassungsrat
- Carl Bernhard Friedrich Graepel (1818–1890), Jurist und Reichstagsabgeordneter
- Robert Varnhagen (1818–1903), Jurist und Politiker, Präsident des Landtags der Fürstentümer Waldeck und Pyrmont
- Samuel Heinrich Hall (1819–1896), Jurist und Politiker (NLP), Reichstagsabgeordneter
- Jachen Ulrich Könz (1819–1901), Schweizer Ständerat
- Heinrich Christian Schwan (1819–1905), deutsch-amerikanischer lutherischer Theologe, Präsident der Lutheran Church – Missouri Synod
- Zaccaria Pallioppi (1820–1873), Jurist und Sprachforscher
- Feodor Streit (1820–1904), demokratisch gesinnter Politiker und Publizist
- Johannes Versmann (1820–1899), Hamburger Rechtsanwalt und Erster Bürgermeister
- Otto König (1821–1893), Geheimer Kammerrat, Kammerpräsident der Fürstlich Schaumburg-Lippischen Hofkammer, Abgeordneter des Schaumburg-Lippischen Landtags
- Friedrich Theodor Müller (1821–1880), Anwalt und Politiker, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft
- Karl Theodor Sonnenkalb (1821–1891), Sachsen-Altenburger Landtagsabgeordneter
- Theodor Althaus (1822–1852), Theologe und Schriftsteller
- Carl Beck (1822–1884), Politiker und Pfarrer, Abgeordneter im Landtag (Waldeck-Pyrmont)
- Karl von Brüger (1822–1905), Präsident des gemeinschaftlichen Oberlandesgerichts der thüringischen Staaten, Ehrenbürger von Jena
- Wilhelm Genast (1822–1887), Dichter, Jurist und Reichstagsabgeordneter
- Theodat Troxler (1822–1911), schweizerisch-argentinischer Mediziner und Berner Großrat
- Hans Alfred Erbe (1823–1895), Jurist und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Friedrich Maassen (1823–1900), deutsch-österreichischer Rechtsprofessor und Publizist
- Friedrich Ernst Passavant (1824–1909), Frankfurter Stadtrat
- Hermann Schaeffer (1824–1900), Physiker, Mathematiker, Astronom
- Adolph Erdmannsdörffer († 1845), Student
- Wilhelm Gwinner (1825–1917), Jurist und Schriftsteller
- Heinrich Sallentien (1825–1897), evangelisch-lutherischer Theologe, Mitglied der braunschweigischen Landesversammlung
- Ludwig Paul (1826–1902), Lehrer, Pfarrer und Schriftsteller
- Eduard Reichardt (1827–1891), Agrikulturchemiker
- Ernst Viktor Schellenberg (1827–1896), Lehrer und Dichter
- Anton Vollert (1828–1897), thüringischer Staatsmann und Autor
- Ernst Ludwig Herrfurth (1830–1900), preußischer Staatsmann
- Gustav Demelius (1831–1891), deutsch-österreichischer Jurist und Hochschullehrer
- Karl Theodor von Gohren (1836–1923), deutsch-österreichischer Agrikulturchemiker
- Ulrich Köhler (1838–1903), Althistoriker und Epigraphiker
- Franz Köhler (1840–1919), Altphilologe, Gymnasiallehrer und Bibliothekar
- Georg Meyer (1841–1900), Jurist, Hochschullehrer und Reichstagsabgeordneter
- Heinrich Ulmann (1841–1931), Historiker
- Reinhard Mosen (1843–1907), Bibliothekar
- Hans Prutz (1843–1929), Historiker
- Oskar Asemissen (1844–1900), Abgeordneter im Lippischen Landtag
- Horst von Lyncker (1845–1892), Landrat des Kreises Lötzen und Abgeordneter im Preußischen Abgeordnetenhaus
- Carl Slevogt (1845–1922), Jurist und Mitglied des Deutschen Reichstags
- Franz Heinrich Alexander Bucholtz (1846–1905), Geheimer Oberfinanzrat, Oberzolldirektor und Bundestagsgesandter
- Karl Dugend (1847–1919), Verwaltungsjurist und Präsident des Landesverwaltungsgerichts Oldenburg
- Wilhelm von Beaulieu-Marconnay (1848–1884), Jurist und Politiker, Reichstagsabgeordneter
- Heinrich Hübschmann (1848–1908), Orientalist
- Max Langerhans (1851–1941), Mediziner, Krankenhausdirektor und Dichter
- Waldemar Wolff (1852–1889), Jurist und Politiker (Deutschkonservative Partei), Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
- Otto Meinardus (1854–1918), Historiker, Archivar und Herausgeber
- Friedrich Julius Heinrich Ruhstrat (1854–1916), Oldenburgischer Staatsminister
- Max Vogel (1856–1933), Mitglied des Provinziallandtages von Westpreußen
- Wilhelm Müller (1857–1940), Zoologe und Hochschullehrer
- Karl Arthur Hartung (1859–1936), Oberbürgermeister von Hirschberg in Schlesien
- Gustav Heinrich Schneider (1859–1909), Schriftsteller, Studentenhistoriker und Burschenschaftsfunktionär
- Karl Marr (1860–1942), Landrat von Sonneberg und Bürgermeister von Salzungen, Stellvertreter des Ersten Staatsministers des Freistaats Sachsen-Meiningen
- Joseph Petzoldt (1862–1929), Philosoph
- Max Verworn (1863–1921), Physiologe
- Karl Ludloff (1864–1945), Orthopäde, Chirurg und Hochschullehrer
- Hermann Keßler (1866–1951), Oberbürgermeister der Städte Meiningen und Sonneberg
- Julius Mutzenbecher (1867–1933), Jurist und Eisenbahnbeamter
- William Oberländer (1869–1946), Generalstaatsanwalt in Jena, Vorsitzender der Landesregierung des Freistaates Reuß ältere Linie, Mitglied des Deutschen Staatenausschusses, Minister des Volksstaates Reuß
- Friedrich Panzer (1870–1956), Germanist und Hochschullehrer
- Friedrich Lohse (1872–1931), Rechtsanwalt und Politiker (DVP)
- Wilhelm Ahlhorn (1873–1968), Jurist und Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
- Alfred Schwenkenbecher (1875–1963), Internist und Hochschullehrer
- Karl Hoffmann (1876–1935), Publizist
- Walther Ahlhorn (1879–1961), Jurist und letzter kaiserlicher Bezirksamtmann in Okahandja
- Paul Koch (1879–1959), Generalstaatsanwalt
- August Krämer (1879–1932), Politiker (DVP), MdL Preußen
- Paul Jahn (1881–1959), Bürgermeister von Wernigerode, Gerichtspräsident des Hessischen Finanzgerichts
- Adolf Sperling (1882–1966), Erster Bürgermeister von Deutsch Krone und Oberbürgermeister von Quedlinburg
- Adolf Stelter (1882–1956), Jurist und Politiker, Abgeordneter im Thüringer Landtag
- Hans-Gerhard Creutzfeldt (1885–1964), Neurologe
- Wolfgang La Baume (1885–1971), Prähistoriker
- Gustav Ahlhorn (1886–1971), Jurist und Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
- Wilhelm Mützelburg (1877–1959), Jurist und Bürgermeister von Emden
- Franz Jung (1888–1963), Schriftsteller, Ökonom und Politiker
- Heinrich Koppe (1891–1963), Luftfahrt-Ingenieur, Flugmeteorologe
- Walter Böning (1894–1981), Mediziner, Jagdflieger im Ersten Weltkrieg
- Hermann Ott (1895–1977), Amtshauptmann von Westerstede, Butjadingen, Friesland und Wesermarsch sowie Oberkreisdirektor von Ammerland
- Konrad Witzmann (1900–1946), Schriftsteller und Politiker (NSDAP)
- Werner Böhme (1902–1973), Mediziner und Hochschullehrer
- Karl Kleinschmidt (1902–1978), Mitglied 1921–1923, Abgeordneter der DDR-Volkskammer, Pfarrer und Publizist
- Heinz Amberger (1907–1974), Historiker, SS-Untersturmführer
- Karl-Heinz Rux (1907–1945), Jurist, SS-Obersturmbannführer
- Heinz Müller-Torgow (1908–1998), Regierungsdirektor, Strafverteidiger in den Nürnberger Nachfolgeprozessen
- Kurt Schumann (1908–1989), Jurist und Richter, Präsident des Obersten Gerichts der DDR
- Hans-Peter Meister (1909–1978), Jurist und Vorstandsvorsitzender der Holsten-Brauerei
- Rudolf Lange (1910–1945), Sicherheitspolizist und SS-Standartenführer, Teilnehmer der Wannseekonferenz
- Otto Ulrich Bährens (1911–2007), NSDAP-Landrat der Kreise Oschersleben, Frankenstein und Hersfeld-Rotenburg
- Hans Fleischhacker (1912–1992), Anthropologe und SS-Obersturmführer
- Klaus Asche (1933–2017), Industriemanager und Präses der Handelskammer Hamburg
- Karl Hardach (1936–2016), Wirtschaftshistoriker und Hochschullehrer
- Erik Pauly (* 1970), Jurist, Oberbürgermeister von Donaueschingen (CDU)
- Patrick Kurth (* 1976), Politiker (FDP), Mitglied des Deutschen Bundestages
- Stefan Hein (* 1984), Politologe, Kommunikationsberater, Politiker (AfD), Mitglied des Landtags Brandenburg
- Stephan Reuken (* 1985), Historiker und Politiker (AfD), Abgeordneter des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern
- Torben Braga (* 1991), Austritt 2017, Politiker (AfD), Mitglied des Thüringer Landtags<ref>Yumpu.com: Burschenschaftliche Blätter 2015 - 2, S. 52. Abgerufen am 24. September 2020.</ref>
Mitgliederverzeichnis:
- Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934. S. 1055–1056.
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Gustav Heinrich Schneider: Die Burschenschaft Germania zu Jena. Jena 1897.
- Hermann Zeiß: Geschichte der alten Jenaischen Burschenschaft und der Burgkeller-Burschenschaft, seit 1859 Arminia a. d. B. Jena 1903.
- Hans Volquartz: Die Insignien der Jenaischen Burschenschaft und ihre Geschichte 1815–1965, Bochum-Langendreer 1965.
- Lothar Kühne: Das Nationalbewußtsein in der Katastrophe 1945. In: Johannes Maron (Hrsg.): Für Ehre, Freiheit, Vaterland. Burschenschafter als Zeitzeugen unseres Jahrhunderts, Universitas, München 1991, ISBN 3-8004-1254-3, S. 256–266.
- Hans-Georg Balder: Die Deutsche(n) Burschenschaft(en) – Ihre Darstellung in Einzelchroniken. Hilden 2005, S. 166–167, 232–235, 290, 292.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />