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Gewürzstrauchgewächse

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Gewürzstrauchgewächse
Datei:Calycanthus occidentalis1215788792.jpg

Kalifornischer Gewürzstrauch (Calycanthus occidentalis)

Systematik
Abteilung: Gefäßpflanzen (Tracheophyta)
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Lorbeerartige (Laurales)
Familie: Gewürzstrauchgewächse
Wissenschaftlicher Name
Calycanthaceae
Lindl.

Die Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Lorbeerartigen (Laurales). Die etwa zehn Arten sind in China, Nordamerika und Queensland verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Datei:Knospe der Sinocalycanthus chinensis.JPG
Knospe einer Calycanthus chinensis im Detail

Es sind immergrüne oder laubwerfende, verholzende Pflanzen: Kleine Bäume und Sträucher. Sie besitzen Siebröhrenplastiden vom S-Typ. Manche Arten bilden Rhizome aus. Sie enthalten ätherische Öle und duften dadurch aromatisch. Die gegenständigen Laubblätter sind gestielt, einfach und ledrig. Die Blattspreite ist fiedernervig und oft drüsig-punktiert. Der Blattrand ist fast immer glatt; selten bei schnellwachsenden Zweigen sind die Blattränder etwas gezähnt. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Datei:Japanese-All-spice-Calycanthus-praecox-Edwards-1826.jpg
Illustration der Chinesischen Winterblüte (Chimonanthus praecox)
Datei:Calycanthus floridus - sweet shrub - desc-flower.jpg
Schraubig aufgebaute Blüte mit vielen roten Blütenhüllblättern des Echten Gewürzstrauches (Calycanthus floridus)
Datei:Sinocalycanthus chinensis.jpg
Calycanthus chinensis
Datei:Idiospermum flower-cut.jpg
Idiospermum australiense

Die Blüten stehen einzeln an den Enden von beblätterten Kurztrieben. Die zwittrigen Blüten sind schraubig aufgebaut mit einer deutlich hohlen, also eingesengten Blütenachse, auch als Blütenbecher (Hypanthium) bezeichnet (daher der Name!). Das Hypanthium ist oft von Hochblättern umgeben. Jede Blüte enthält viele (15 bis 30), oft schön gefärbte, freie Blütenhüllblätter, sie verändern sich kontinuierlich von kelch- zu kronblattartig. Es sind viele (15 bis 55) Staubblätter, davon sind zehn bis 25 kronblattartige Staminodien, die zwischen den fünf bis 30 fertilen Staubblättern verteilt sind. Es sind fünf bis 45, bei Idiospermum meist eines bis selten drei, freie, oberständige Fruchtblätter vorhanden mit je zwei Samenanlagen; darin unterscheiden sie sich von den anderen Familien der Laurales. Die freien, schlanken Griffel enden jeweils in einer trockenen Narbe. Die Blüten haben damit relativ ursprüngliche Merkmale. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (hauptsächlich Käfer) (Entomophilie).

Die dunkel rötlich-braunen, zylindrischen, behaarten Früchte (manchmal Achänen genannt) sind vom vergrößerten, fleischigen Hypanthium umgeben (ein sogenanntes Pseudokarp); beide zusammen ergeben die Diasporen. Die Früchte sind oft zu Sammelfrüchten zusammengefasst. Die Samen sind giftig. Endosperm ist keines vorhanden.

Verbreitung[Bearbeiten]

Ihr Areal ist disjunkt. Außer dem australischen Idiospermum australiense kommen die Arten nur in der Holarktis vor: in Nordamerika und Ostasien, aber nicht in Europa. Fossilfunde, die zu den Calycanthaceae gerechnet werden, reichen bis in die frühe Kreidezeit zurück.

Systematik[Bearbeiten]

Die Familie Calycanthaceae wurde 1819 durch John Lindley in Botanical Register Band 5 Tafel 404 aufgestellt. Dieser Name ist konserviert. Die Typusgattung ist Calycanthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. Der Name Calycanthus ist aus den griechischen Wörtern kályx für bedecken, Kelch und anthos für Blüte abgeleitet.<ref name="FoNA" />

Die Calycanthaceae sind die Schwestergruppe zu allen anderen Familien der Ordnung Laurales. Nur noch ein Synonym von Calycanthaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lindl. ist die früher eigenständige Familie Idiospermaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.T.Blake mit der einzigen Art Idiospermum australiense.

Die Familie der Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae) wird in zwei Unterfamilien gegliedert mit drei Gattungen und etwa zehn Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" />

Nutzung und Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Einige Arten werden als Zierpflanzen für Parks und Gärten verwendet, in Mitteleuropa sind nicht alle Arten winterhart.

Calycanthus-Arten enthalten ein dem Strychnin-ähnliches Alkaloid, Calycanthin ist giftig.

Die Rinde von Calycanthus floridus wird getrocknet verwendet als Gewürz, es ist ein Ersatz für Zimt. Dabei ist zu beachten, dass die Calycanthus-Arten giftig sind. Da die Blätter von Calycanthus floridus etwas Kampfer enthalten, werden sie zur Abwehr von Insekten, als Parfum und zur Desinfektion verwendet. Von Calycanthus occidentalis wird aus den Blüten ein Farbstoff gewonnen und es werden aus den Zweigen Körbe hergestellt. Die Blüten von Chimonanthus praecox werden gekocht, danach gewaschen und dann gegessen und aus ihnen wird Parfum hergestellt. Heilwirkungen von verschiedenen Arten wurden untersucht.<ref name="PFAF" />

Weitere Bilder[Bearbeiten]

Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox):

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="FoC"> Bingtao Li, Bruce Bartholomew:: Calycanthaceae. S. 92 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 7: Menispermaceae through Capparaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2008, ISBN 978-1-930723-81-8.</ref> <ref name="FoNA"> George P. Johnson: Calycanthaceae. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 3: Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford 1997, ISBN 0-19-511246-6.</ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Calycanthaceae bei Plants For A Future </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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