Carbocystein
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Datei:Carboxymethylcystein Formulae.png | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Carbocistein | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C5H9NO4S | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer Feststoff<ref name="fisher" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 179,19 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
206 °C<ref name="ChemIDplus" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in Wasser<ref name="fisher">Datenblatt S-Carboxymethyl-L-cysteine bei Fisher ScientificVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
8400 mg·kg−1 (LD50, Maus, oral)<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Carbocysteine in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref> | |||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Carbocystein (internationaler Freiname Carbocistein) ist ein chiraler Arzneistoff, der als Mukolytikum gegen festsitzenden Husten, wie er beispielsweise bei einer Bronchitis auftritt, eingesetzt wird.
Wirkung und Verwendung[Bearbeiten]
Carbocystein wirkt nicht durch Spaltung der Disulfidbrücken des Sekrets in den Bronchien wie Acetylcystein, sondern intrazellulär: Es wird vermehrt dünnflüssiger Schleim produziert und weniger viskoser Schleim. Seit den 1970er Jahren wird Carbocystein bei den Indikationen
- akute oder chronische Bronchitis
- Asthma- und Emphysembronchitis
- Bronchiektasen
- Bronchopneumonien
eingesetzt.
Die Wirksamkeit von Carbocystein ist umstritten,<ref>W. Dorsch: Unsinnige Husten-Therapien vermeiden. Springer Science, 4. März 2019; doi:10.1007/s15006-019-0220-6</ref> manche Experten führen die schleimlösende Wirkung auf die vermehrte Einnahme von Wasser zurück.
Eigenschaften[Bearbeiten]
Der spezifische Drehwert von Carbocystein [αD20] beträgt 0,5° in 1 M Salzsäure.<ref name="diss">B. Staffeld: Untersuchungen zum Metabolismus von Carbocystein beim Menschen. Dissertation, FU Berlin, 1993. DNB 931876559</ref>
Chemie[Bearbeiten]
Herstellung[Bearbeiten]
Carbocystein wird aus Chloressigsäure und der natürlichen α-Aminosäure L-Cystein mithilfe von Natronlauge durch eine nucleophile Substitutionsreaktion unter Abspaltung von Natriumchlorid hergestellt.<ref name="Kleemann">Axel Kleemann, Jürgen Engel, Bernd Kutscher, Dieter Reichert: Pharmaceutical Substances. 2 Bände. Thieme, Stuttgart 2000, ISBN 3-13-558404-6, S. 346.</ref>
Isomerie[Bearbeiten]
Carbocystein wird ausschließlich in der enantiomerenreinen L-Form, als Arzneistoff eingesetzt. S-Carboxymethyl-L-cystein besitzt am stereogenen Zentrum (α-Kohlenstoffatom der Cystein-Substruktureinheit) (R)-Konfiguration.
Die Racematspaltung von S-Carboxymethyl-DL-cystein ist in der Literatur beschrieben.<ref name="Kleemann 2">Axel Kleemann, Jürgen Martens: Optical Resolution of Racemic S-(Carboxymethyl)cysteine. In: Liebigs Annalen der Chemie, 1982, S. 1995–1998; doi:10.1002/jlac.198219821108.</ref>
Handelsnamen[Bearbeiten]
Monopräparate
Mephathiol (CH), Mucoseptal (CH), Pectorex (CH), Rhinathiol (CH), Transbronchin (D), Tussantiol (CH), Siroxyl (B/L)
Kombinationspräparate
Triofan (CH)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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- ATC-R05
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- Ethansäure
- Dicarbonsäure
- Alpha-Aminopropansäure
- Thioether
- Expektorans
- Antidot
- Arzneistoff