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Hickory (Pflanze)

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Hickory
Datei:Hickory07103.jpg

Hickory (Carya spec.)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Walnussgewächse (Juglandaceae)
Gattung: Hickory
Wissenschaftlicher Name
Carya
Nutt.
Datei:American medicinal plants (Plate 157) (6025993498).jpg
Illustration von Carya tomentosa
Datei:Carya tomentosa female flower.jpg
Weibliche Blüte von Carya tomentosa
Datei:Carya laciniosa (Shellbark Hickory) (33645990243).jpg
Männliche Blütenstände von Carya laciniosa
Datei:Carya ovata aus dem Park Heltorf bei Düsseldorf.jpg
Hickoryfrucht
Datei:Wood flooring made of hickory wood.jpg
Parkett aus Hickoryholz

Hickory (Carya) ist eine Gattung von Bäumen aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Die Gattung besitzt heute nur mehr in Nordamerika und Ostasien natürliche Vorkommen, ist aber in fossilen Floren aus dem Tertiär auch in Europa nachgewiesen.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Das Wort „Hickory“ ist eine aphäretische Form des früheren Pohickory, einer bereits verkürzten Form des älteren Pokahickory. Dieses ist entlehnt vom Wort Pawcohiccora aus der Sprache der Virginia-Algonkin und bedeutete Hickory-Nussfleisch bzw. ein daraus hergestelltes, süß schmeckendes Nussmilchgetränk (Hickory milk).<ref>Andreas Roloff etc.: Bäume Nordamerikas: Von Alligator-Wachholder bis Zuckerahorn. Alle charakteristischen Arten im Porträt. 2010, S. 115.</ref>

Beschreibung[Bearbeiten]

Hickory-Arten sind laubabwerfende Bäume.

Die wechselständigen und gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Der Blattstiel und die Rhachis sind mehr oder weniger behaart bis kahl und schuppig. Die Blättchen sind kurz gestielt und meist gesägt, selten ganzrandig. Sie sind mehr oder weniger behaart und schuppig, oberseits weniger bis fast kahl, unterseits dichter und teils drüsig-schuppig.

Hickory-Arten sind einhäusig monözisch. Es kann Dichogamie vorkommen. Es werden ährige Blütenstände gebildet. Die hängenden, männlichen Kätzchen sind achselständig und vielblütig, die wenigblütigen weiblichen aufrechten Ähren sind endständig und nur kurz. Die eingeschlechtlichen Blüten sind im Prinzip ohne Blütenhülle. Die Kelchblätter sind zu einer „Narbenscheibe“ unter den Narbenästen reduziert. Die männlichen Blüten sind von einem Vorblatt und zwei Deckblättern begleitet, die weiblichen besitzen eine verwachsene und gelappte „Hülle“ (verwachsene Vor- und Deckblätter). Es sind bei den männlichen Blüten bis zu 10, meist 4, Staubblätter vorhanden. Der unterständige, einkammerige Fruchtknoten aus zwei Fruchtblättern ist mit der „Hülle“ verwachsen, die zwei großen Narbenäste sind sitzend.

Es werden einsamige Nussfrüchte (Scheinfrucht) in einer teils gerippten bis kurz geflügelten Fruchthülle gebildet, die sich klappig öffnen. Die Früchte sind ähnlich wie bei den Walnüssen.

Verwendung[Bearbeiten]

Einige, aber nicht alle Hickory-Arten haben ein hartes, belastbares und haltbares Holz. Das Holz ist beliebt für die Erzeugung von Werkzeugstielen (z. B. Hämmer, Beile), Bögen, Drumsticks, Lacrossesticks und Ähnlichem, lange Zeit auch für Ladestöcke von Vorderladern. Auch für traditionelles Barbecue wird Hickory in Nordamerika gerne verwendet. Bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts wurden auch Ski sowie die Schäfte von Baseball- und Golfschlägern aus Hickory gefertigt. Die Vintage-Variante des Golfsports wird deshalb Hickory-Golf genannt.

Aufgrund der Robustheit und Resistenz bei Trockenheit gelten einige Hickory-Arten trotz ihres langsamen Wachstums als mögliche Kandidaten für den Waldumbau aufgrund des Klimawandels.<ref>Schuppenrindenhickory (Carya ovata) als Baum und Forstpflanze im Klimawandel auf klimawandelgehoelze.de.</ref><ref>Biobauer will Nadelwald-Sterben entgegenwirken In: Peiner Allgemeine Zeitung. vom 17. Oktober 2019.</ref>

Arten[Bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten]

Der siebte US-Präsident und Gründer der Demokratischen Partei der USA, Andrew Jackson, erwarb sich in den Kriegen gegen die Briten und die amerikanischen Ureinwohner den Beinamen „Old Hickory“.

In den Abenteuern des Huckleberry Finn wird Huck von seinem Vater regelmäßig mit einem Hickory-Stock verprügelt.

Die Folkrock-Band The Byrds nahm für ihr erstes Country-Album Sweetheart of the Rodeo eine Gram-Parsons-Komposition namens Hickory Wind auf.

Literatur[Bearbeiten]

  • K. Kubitzki, Jens G. Rohwer, V. Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. II: Flowering Plants Dicotyledons, Springer, 1993, ISBN 3-540-55509-9, S. 351 ff, 356 f.
  • Carya in der Flora of China, Vol. 4.
  • Carya in der Flora of North America, Vol. 3.
  • Peter Schütt (Hrsg.): Lexikon der Forstbotanik. ecomed, Landsberg/Lech, 1992, ISBN 3-609-65800-2, S. 39–100.
  • Jonas Frei: Die Walnuss. Alle in Mitteleuropa kultivierten Arten. Botanik, Geschichte, Kultur. AT Verlag, Aarau und München 2019. ISBN 978-3-03902-021-8

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hickory (Carya) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Hickory – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />