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Ceylon-Zimtbaum

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Ceylon-Zimtbaum
Datei:Cinnamomum verum - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-182.jpg

Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum),
Illustration aus Koehler's Medicinal-Plants 1887

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Magnoliids
Ordnung: Lorbeerartige (Laurales)
Familie: Lorbeergewächse (Lauraceae)
Gattung: Cinnamomum
Art: Ceylon-Zimtbaum
Wissenschaftlicher Name
Cinnamomum verum
J.Presl

Der Ceylon-Zimtbaum oder Echter Zimtbaum (Cinnamomum verum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Cinnamomum innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Die ursprüngliche Heimat ist Sri Lanka (früher Ceylon).<ref name="FoC2008" /> Der Ceylon-Zimtbaum wird in vielen tropischen Gebieten angebaut.<ref name="Dräger2016">Kai Dräger: Herkunft, Anbau und Rezeptvorschläge von Ceylon Zimt. In: Spicebar - Die Gewürzpioniere. Spicebar, 1. Februar 2016, abgerufen am 8. Dezember 2019.</ref> Der Baum ist die Quelle für den Ceylon-Zimt (genannt auch echter Zimt).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cinnamomum verum sey 2.jpg
Borke
Datei:Cinnamomum verum young leaves at Thattekkadu (2).jpg
Junge Blätter des Zimtbaumes. Sie werden wie bei vielen tropischen Bäumen schubweise gebildet und sind oft anfangs rot
Datei:JardinDuRoi38.jpg
Voll entwickelte Blätter und Blütenstände
Datei:Cinnamomum verum, Cinnamon 2.jpg
Unreife Frucht
Datei:Cinnamomum verum (6674344511).jpg
Blütenstand

Erscheinungsbild, Rinde und Laubblatt[Bearbeiten]

Der Echte Zimtbaum ist ein relativ kleiner, immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 10,<ref name="FoC2008" /> selten bis zu 18 Metern erreicht. Der Stammdurchmesser kann bis 60 Zentimeter betragen. Die Borke ist schwarz-braun.<ref name="FoC2008" /> Die fast stielrunden Zweige besitzen eine graue, etwas weiß gefleckte Rinde.<ref name="FoC2008" /> Die Knospen sind seidig-flaumig behaart.<ref name="FoC2008" />

Bei vielen tropischen Baum-Arten werden ohne festen Zeitpunkt im Jahreslauf viele Blätter gleichzeitig gebildet (Laubausschüttung<ref name="Volkens1912" />), dabei sind die jungen Laubblätter bei vielen Arten durch Anthocyan mehr oder weniger stark rot gefärbt, was vor zu starker UV-Strahlung schützt. Auch bei dieser Art sind die Laubblätter im jungen Stadium leuchtendrot, später aber dunkelgrün mit weißen Blattadern. Die meist gegenständig an den Zweigen angeordneten, aromatischen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="FoC2008" /> Der kahle, kurze Blattstiel ist etwa 2,5 Zentimeter lang.<ref name="FoC2008" /> Die große, mehr oder weniger ledrige, kahle, einfache sowie ganzrandige Blattspreite ist bei einer Länge von 11 bis 16 Zentimetern sowie einer Breite von 4,5 bis 5,5 Zentimetern eiförmig oder eiförmig-lanzettlich mit spitzer<ref name="FoC2008" /> bis gerundeter, auch verschmälerter Spreitenbasis und zugespitztem<ref name="FoC2008" /> oder spitzem bis rundspitzigem Ende. Die Blattunterseite ist hellgrün, die Oberseite der vollentwickelten Blattspreite ist glänzend dunkelgrün. Typisch sind die meistens drei bis fünf, unterseits erhabenen, helleren und gelblichen Hauptadern und eine dazwischen liegende feine Netzaderung. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.

Blütenstand und Blüte[Bearbeiten]

Der end- oder achselständige und lockere rispige Blütenstand ist 10 bis 12 Zentimeter lang.<ref name="FoC2008" /> Blütenstandsschaft und -rhachis sind sehr fein seidig-flaumig behaart.<ref name="FoC2008" />

Die zwittrigen, kleinen und gestielten, unangenehm duftenden Blüten sind bei einem Durchmesser von 3 bis 6 Millimetern radiärsymmetrisch. Es sind meist sechs, selten bis zu neun gelb-grüne, längliche bis verkehrt-eiförmige und leicht bootförmige, fast gleiche Blütenhüllblätter vorhanden, die nur an ihrer Basis verwachsen und außen weiß-gräulich und feinflaumig behaart sind. In drei Kreisen stehen jeweils drei fertile, kurze Staubblätter. Die nahe ihrer Basis leicht behaarten, freien Staubfäden besitzen im dritten Kreis jeweils zwei Drüsen. Im vierten, innersten Kreis sind drei kleine Staminodien ausgebildet. Der mittelständige, einkammerige Fruchtknoten ist mit einer Länge von 10 bis 15 Millimetern eiförmig und kahl. Der kurze Griffel endet in einer scheibenförmigen Narbe.<ref name="FoC2008" />

Frucht[Bearbeiten]

Die mit einer Länge von 10 bis 15 Millimetern eiförmige,<ref name="FoC2008" /> glatte Steinfrucht färbt sich bei Reife bläulich-schwarz. An der Frucht mit „Fruchtbecher“ sind noch die Reste der Blütenhüllblätter erkennbar.

Taxonomie[Bearbeiten]

Die gültige Erstbeschreibung von Cinnamomum verum erfolgte 1825 durch Jan Svatopluk Presl in Berchtold und J. Presl: O Prirozenosti Rostlin, Band 2, Teil 2, Seite 36 und 37–44.<ref name="Tropicos" /><ref name="FoC2008" />

Synonyme für Cinnamomum verum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Presl sind: Laurus cinnamomum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Camphorina cinnamomum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Farw., Cinnamomum aromaticum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Graham, Cinnamomum barthii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum bengalense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum biafranum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum bonplandii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum boutonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum capense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum carolinense var. oblongum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kaneh., Cinnamomum cayennense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum ceylanicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nees, Cinnamomum cinnamomum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) H.Karst., Cinnamomum commersonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum cordifolium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum decandollei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum delessertii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum ellipticum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum erectum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum humboldtii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum iners Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight, Cinnamomum karrouwa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum leptopus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.C.Sm., Cinnamomum leschenaultii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum madrassicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum maheanum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum mauritianum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum meissneri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum ovatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum pallasii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum pleei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum pourretii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum regelii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum roxburghiiDie Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt. Lukman., Cinnamomum sieberi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum sonneratii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum vaillantii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum variabile Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum wolkensteinii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman., Cinnamomum zeylanicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blume, Cinnamomum zeylanicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Breyne, Cinnamomum zeylanicum var. cassia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meisn., Cinnamomum zeylanicum var. cordifolium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hayne, Cinnamomum zeylanicum var. foeniculaceum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meisn., Cinnamomum zeylanicum var. inodorum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meisn., Cinnamomum zeylanicum var. microphyllum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meisn., Cinnamomum zollingeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lukman.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Heimat ist Sri Lanka (Ceylon).<ref name="FoC2008" /> Der Echte Zimtbaum wird in vielen tropischen Gebieten angebaut.<ref name="FoC2008" /> Im tropischen Asien, auf den Karibischen Inseln und den Seychellen ist Cinnamomum verum verwildert.

Nutzung als Gewürz und Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Cinnamomum verum spices.jpg
Rinde und „Zimtblüten“ als Gewürz

Zimt ist eines der ältesten Gewürze. Es wurde angeblich schon vor 2000 v. Chr. in Indien und China als Gewürz verwendet.<ref>R. A. Donkin: Dragon's Brain Perfume: An Historical Geography of Camphor. Brill, 1999, ISBN 90-04-10983-8, S. 12.</ref><ref>Frederick J. Simoons: Food in China: A Cultural and Historical Inquiry. CRC Press, 1991, ISBN 0-8493-8804-X, S. 392–395. </ref> Der Portugiese Vasco da Gama brachte 1502, nach seiner Landung im Jahre 1498 auf der südindischen Insel Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, dieses Gewürz schließlich nach Europa.

Bekannt ist der Echte Zimtbaum insbesondere durch das Gewürz Zimtrinde. Das Aroma des Zimtbaumes geht auf das in ihm enthaltene Zimtöl zurück, das zu 75 % aus Zimtaldehyd besteht. Die Zimtblätter werden als Ersatz für indische Lorbeerblätter verwendet. Die „Zimtblüten“ auch „Zimtnelken“ genannten, unreifen, sehr jungen und getrockneten ganzen Früchte werden auch als Gewürz verwendet; Fruchtbecher mit Blütenhülle und kleinen Früchten.<ref name="Katzers" />

In Kultur werden die Baumexemplare gestutzt, so dass sich Zweige und Äste bilden, deren Rinde zur Zimtgewinnung genutzt werden können. Der Rindenbast dieser früher auch Cinnamomum aromaticum genannten Art riecht aromatisch, unter anderem durch Zimtaldehyd,<ref name="FoC2008" /> er wird zwei- bis dreimal im Jahr geerntet.

Ersatzstoff[Bearbeiten]

In der Lebensmittelindustrie wird statt echtem Zimt häufig auch der in den Vereinigten Staaten und den Niederlanden oft verwendete indonesische Zimt Cinnamomum burmannii eingesetzt.<ref>Cinnamomum burmannii bei Useful Tropical Plants, abgerufen am 24. Juli 2017.</ref> Aber auch Cinnamomum cassia (Cassiazimt) wird eingesetzt, welcher von der Zimtkassie, dem chinesischen Zimtbaum, stammt.<ref>Gerhard Eisenbrand, Peter Schreier: RÖMPP Lexikon Lebensmittelchemie. 2. Auflage, Thieme, 2006, ISBN 978-3-13-736602-7, S. 1315.</ref>

Problematisch ist der erhöhte Gehalt an dem potentiell kanzerogenen und hepatotoxischen Cumarin der anderen Zimtsorten gegenüber dem echten Zimt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät daher zum maßvollen Verzehr von „Cassia-Zimt“, eine Sammelbezeichnung für chinesischen Zimt (Cinnamomum cassia, Cassiazimt), indonesischen Zimt (Cinnamomum burmannii) und vietnamesischen Zimt (Cinnamomum loureiroi).<ref>Bundesinstitut für Risikobewertung: Neue Erkenntnisse zu Cumarin in Zimt – Stellungnahme Nr. 036/2012. 2012 (bund.de [PDF]).</ref> Für die Lebensmittelzubereitung im Haushalt empfiehlt sich daher die Verwendung von echtem Zimt, oft als Ceylon-Zimt deklariert. Die Angaben auf den Produktverpackungen von Zimtpulvern sind aber nicht immer eindeutig. Bei Stangen ist der Unterschied<ref>Vergleich: Echter Zimt und Cassiazimt bei BfR - Bundesinstitut für Risikobewertung.</ref> hingegen ersichtlich. Echter Zimt besteht aus mehreren, feinen Lagen, die zu einer geschlossenen Stange zusammengerollt sind und im Querschnitt einer Zigarre ähneln. Andere Zimtsorten bestehen meist nur aus einer einzelnen, dicken Rindenschicht, die sich an beiden Enden einrollt und daher keine geschlossene Stange ergibt.

Nutzung als Heilpflanze[Bearbeiten]

Als Heildroge wird die sogenannte Zimtrinde Cinnamomi cortex (oft auch Cinnamomum cortex genannt) verwendet. Es ist die von ein- bis zweijährigen Wurzelschösslingen oder Stockausschlägen geerntete, von der äußeren Schicht durch Abschaben befreite Rinde.<ref>Zimtrinde – Cinnamomi cortex auf medizinalpflanzen.de.</ref>

Weiterhin wird das Zimtöl, das ätherische Öl der Rinde, verwendet und das Zimtblätteröl, das ätherische Öl der Blätter.

Wirkstoffe: In der Rinde befinden sich bis zu 4 % ätherisches Öl mit Zimtaldehyd als Hauptkomponente (65–75 %), Eugenol (10 %), Zimtalkohol, Zimtsäure und weiteren Phenylpropanen, insektizid wirksame Diterpene, Procyanidine, Phenolcarbonsäuren und Schleimstoffe. In den Blättern befindet sich ätherisches Öl mit reichlich Eugenol (ca. 80 %) und nur wenig Zimtaldehyd.

Anwendung: Viele frühere Indikationen für Zimt als Heildroge wurden inzwischen aufgegeben. Heute nutzt man noch die appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung, die durch die Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion hervorgerufen wird. Entsprechend gibt man Zimt bei Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen, bei Appetitlosigkeit und leichten krampfartigen Schmerzen u. a. im Zusammenhang mit der Menstruation. Die Droge allein wird als Teeaufguss kaum noch verwendet, zuweilen ist sie aber in Teemischungen enthalten, häufiger noch die Tinktur in kombinierten Magen-Darm-Mitteln. In erster Linie verwendet man Zimtrinde und das daraus gewonnene Zimtöl heute um den Geschmack von Medikamenten zu verbessern und Haustees zu aromatisieren. In Zubereitungen zur äußerlichen Anwendung ist Zimt gelegentlich noch als Haut reizender Wirkstoff enthalten.

In therapeutischen Dosen darf die Droge nicht während der Schwangerschaft oder bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Perubalsam sollten auf Zimt ganz verzichten. Allergische Haut- und Schleimhautreaktionen sind durch den Gehalt an Zimtaldehyd relativ häufig.

Das Blattöl ist deutlich billiger als das Rindenöl und wird für Zahnpasten, Mundpflegemittel und weitere kosmetische Produkte sowie zur Herstellung von Eugenol verwendet. Der besonders in den Blättern enthaltene Zimtalkohol, auch als Styron bezeichnet, ist ein Allergen.<ref>K. Jason Dennis and Takayuki Shibamoto: Photochemical Products of trans-Cinnamic Alcohol: Possible Formation of Skin Irritants and Allergens. In: J. Toxicol. Cutan. Ocul. Toxicol. 9(2), 1990, S. 149–157, (doi:10.3109/15569529009036319).</ref><ref>Heinrich Dickel: Implementierung eines relationalen Datenbanksystems in der Universitäts-Hautklinik Köln mit Auswertung einer bikontinentalen Multizenterstudie – BAER-Studie – zur Frage der Allergenhäufigkeit bei Kontaktallergien. Dissertation, TH Aachen, 1996, DNB 97070903x/34.</ref>

Trivialnamen[Bearbeiten]

Das Gewürz Zimt davon wurde früher auch Cinnamomum vulgare genannt.<ref name="Zekert1938">Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 139.</ref> Für den Ceylon-Zimt bestehen bzw. bestanden auch folgende weitere deutschsprachige Trivialnamen: Caneel, Canel, Cedemonie, Cedwezrinden, Ceylonzimt, Cimerinten, Cinamein, Cinamin, Cinamom, Cinamomen, Cinamon, Cinemein, Cinemen, Cinimen, Cymet-renen, Cynnamet, Cynmay, Cynneban, Czimarind, Czynamein, Czynamomey, Czynamyn, Zimain, Zimbet, Zimei, Zimin, Zimit, Zimitbluot (das feinste, mittelhochdeutsch), Zimmantrinde, Zinmend, Zimment, Zimmint, Zimmendboum, Zimmerrinde, Zimmerröre, Zimmerrörlein, Zimmt, Zimundrinde, Zinemin, Zymmat (bereits 1483 belegt), Zymet, Zymetrörly (mittelhochdeutsch). Cincimen, Cinciment, Cinment, Rindeken, Ryndeken, Synamin (althochdeutsch). Kanél (Norddeutschland), Kanell, Kneel (mittelniederdeutsch).<ref name="Pritzel1882">Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 100 (archive.org).</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Xi-wen Li, Jie Li, Henk van der Werff: Cinnamomum. In: (PDF), Cinnamomum verum textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitt Beschreibung)
  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen. Sonderausgabe. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.
  • Lutz Roth, Max Daunderer, Kurt Kormann: Giftpflanzen – Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie, allergische und phototoxische Reaktionen. Mit Sonderteil über Gifttiere. 6., überarbeitete Auflage, Sonderausgabe. Nikol, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86820-009-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Cinnamomum verum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Katzers"> Ceylonesischer Zimt auf Gernot Katzers Gewürzseiten. </ref> <ref name="Volkens1912"> G. Volkens: Laubfall und Lauberneuerung in den Tropen. Gebrüder Bornträger, Berlin 1912, S. 56–59 (online bei HathiTrust – Ausschütten und Laubausschütten). gefunden in: Herwig Teppner: Recensio. Wagenitz Gerhard 1996. Wörterbuch der Botanik. In: Phyton (Horn). Band 39, Nr. 2, 1999, S. 292 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 458 kB; abgerufen am 20. April 2023]). </ref> <ref name="FoC2008"> Xi-wen Li, Jie Li, Henk van der Werff: Cinnamomum. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 7: Menispermaceae through Capparaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing une St. Louis, 2008, ISBN 978-1-93072381-8. Cinnamomum verum J. Presl in Berchtold & J. Presl. S. 181 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>