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Chełm

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(Weitergeleitet von Chelm)

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Wappen von Chełm
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Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Lublin
Powiat: Kreisfreie Stadt
Fläche: Vorlage:Str replace km²
Geographische Lage: 51° 8′ N, 23° 29′ OKoordinaten: 51° 8′ 0″ N, 23° 29′ 0″ O
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  }}

Höhe: 80 m n.p.m.
Einwohner: Vorlage:Str replace (31.12.2023<ref>https://umchelm.bip.lubelskie.pl/upload/pliki/rosm_2023_podpis.pdf</ref>)
Postleitzahl: 22-100 bis 22-118
Telefonvorwahl: (+48) 82
Kfz-Kennzeichen: LC
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 373 Warschau–Kiew
Eisenbahn: Warschau–Kiew
Nächster int. Flughafen: Flughafen Lublin-Świdnik
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: Vorlage:Str replace km²
Einwohner: Vorlage:Str replace
(1. Jan. 2024)<ref name="Area and population in the territorial profile in 2024">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>
Bevölkerungsdichte: Vorlage:Str replace Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0662011
Verwaltung (Stand: 2018)
Stadtpräsident: Jakub Banaszek
Adresse: ul. Lubelska 65
22-100 Chełm
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Chełm [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈxɛwm] (deutsch: Cholm,

  1. WEITERLEITUNG Vorlage:ukS-Cyrl

Die ukrainische Sprache wird in kyrillischer Schrift geschrieben und so auch in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellt.

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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA.) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Lublin in Polen. Sie liegt östlich von Lublin unweit der Landesgrenze zur Ukraine. Die Stadt bildet einen Stadtkreis, in dem rund 56.000 Einwohner leben (Stand 31. Dezember 2023). Der Name „Chełm“ kommt vom altslawischen cholm und bedeutet Hügel.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Gegend von Chełm wohnten in 9. und 10. Jahrhundert die westslawischen Lendizen. Diese Region wurde um 950 der Kontrolle vom Herzogtum Böhmen unterstellt<ref>Die Chronik der Böhmen des Cosmas von Prag. Berlin, 1923, I, 33–34. S. 60.</ref> und in 981 in der Kiewer Rus eingegliedert.<ref>Samuel Hazzard Cross and Olgerd P. Sherbowitz-Wetzor (1953). The Russian Primary Chronicle. Laurentian Text (PDF). Cambridge, Mass., Mediaeval Academy of America. S. 95.</ref>

Der erste schriftliche Beleg über die Existenz einer Siedlung stammt aus dem Jahr 981, als die Stadt in altrussischen Chroniken als Teil des Fürstentums Halitsch erwähnt wird. Zwischen 1018 und 1031 und noch mal zwischen 1069 und 1085, stand die Stadt vorübergehend unter polnischer Herrschaft.

1220 wurde der Ort Teil eines orthodoxen Bistums. 1237 ließ Daniel von Halitsch hier eine Festung anlegen. 1240 wurde der Hauptsitz des Fürstentums Halitsch nach Chełm verlegt, da die Stadt an wichtigen Handelsrouten lag. Gleichzeitig wurde sie Sitz der orthodoxen Eparchie Cholm.

1366 wurde die Stadt Teil Polens und erhielt ein katholisches Bistum. Am 14. Januar 1392 erhielt der Ort vom polnischen König Władysław II. Jagiełło das Stadtrecht nach Magdeburger Recht.

1596 wurde die Eparchie der Unierten Kirche übertragen. 1795 fiel die Stadt an Österreich. Der Sitz des Bistums Chełm wurde 1805 nach Lublin verlegt und die Diözese entsprechend umbenannt. 1809 kam sie ins Herzogtum Warschau und 1815 ins neu entstandene autonome Königreich Polen und damit bald zu Russland.

1867 wurde Chełm Kreisstadt und blieb dies bis 1912, als es für die restlichen Jahre der russischen Herrschaft Hauptstadt eines Gouvernements (Gouvernement Cholm) wurde. 1877 erhielt die Stadt einen Anschluss ans Eisenbahnnetz, was bedeutend für die Entwicklung der Stadt war. Im Brotfrieden von 1918 sollte das Regentschaftskönigreich Polen Cholm an die Ukrainische Volksrepublik abtreten, wozu es jedoch nicht kam. 1936 wurde eine Kanalisation für die ganze Stadt angelegt.

Ab 1939, während der deutschen Besetzung Polens, gehörte Chełm zum Generalgouvernement. Es wurden fast alle dort lebenden Juden im nahe gelegenen Vernichtungslager Sobibor vergast. Am 1. Januar 1940 errichteten die Nationalsozialisten in der Nähe ein Ghetto für Juden, von dem aus ab dem 21. Mai 1942 die Insassen nach Sobibor zur Vernichtung deportiert wurden. Das Ghetto wurde am 6. November 1942 geschlossen,<ref>Reinhard Tenhumberg – Ghetto Chelm (Cholm)</ref> Daneben gab es noch in der Zeit vom 6. September 1941 bis 31. März 1942 ein Zwangsarbeitslager für männliche Juden.<ref>Reinhard Tenhumberg – Lager Chelm (Cholm)</ref> die Alte Synagoge zerstört.

Im Juli 1944 erreichte die Rote Armee im Rahmen der Lublin-Brester Operation die Stadt und befreite sie. Anschließend wurde in Chełm das Polnische Komitee der Nationalen Befreiung gegründet, das unter dem Vorsitzenden Edward Osóbka-Morawski de facto die Regierung des von der Roten Armee besetzten Gebietes Lublin bildete.<ref>Eugeniusz Duraczyński: Die Alliierten und der Warschauer Aufstand. In: Hans-Jürgen Bömelburg, Eugeniusz Cezary Król, Michael Thomae (Hrsg.) Der Warschauer Aufstand 1944. Ereignis und Wahrnehmung in Polen und Deutschland. Ferdinand Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 2013, ISBN 978-3-506-72905-7, S. 65–87, hier S. 72.</ref>

1975 wurde die Stadt im Rahmen einer Verwaltungsreform Hauptstadt einer eigenen Woiwodschaft, verlor diesen Status aber 1999 in einer weiteren Reform wieder und wurde nun wieder kreisfrei und Kreisstadt des gleichnamigen Powiats.

Landgemeinde[Bearbeiten]

Die kreisfreie Stadt ist von einer eigenständigen Landgemeinde umgeben. Die Landgemeinde Chełm hat eine Fläche von 221,82 km². Die namensgebende Stadt Chełm gehört der Gmina nicht an. Ferner ist das Dorf Pokrówka (ca. 1.600 Einwohner) Sitz dieser Gmina.


Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Panorama chelma by nycz.jpg
Blick auf die Stadt und die Kirche der Aussendung der Apostel
Datei:Górka katedralna.jpg
Basilika Mariä Geburt

Politik[Bearbeiten]

Stadtpräsident[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Stadtpräsident. Seit 2006 war dies Agata Fisz, die der linken SLD angehört, aber für das Wahlkomitee „Agata Fisz – Position für Chełm“ antrat. Sie wurde 2018 von Jakub Banaszek (damals PiS) abgelöst, der 2024 mit seinem eigenen Wahlkomitee antrat, aber auch von der PiS, die zum Stadtrat eigenständig antrat, unterstützt wurde. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Juli 2024.</ref>

Damit wurde Amtsinhaber Banaszek bereits im ersten Wahlgang für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgenden Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. August 2020.</ref>

In der daraufhin notwendigen Stichwahl konnte sich der zweitplatzierte Banaszek mit 50,9 % der Stimmen knapp gegen die bisherige Amtsinhaberin Fisz durchsetzten und wurde neuer Stadtpräsident.

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat umfasst 23 Mitglieder, die direkt gewählt werden. Die Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Juli 2024.</ref>

Die Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 29. August 2020.</ref>

Partnerstädte[Bearbeiten]

Chełm ist zwischen 1996 und 2014 sechs Partnerschaften mit Städten und Gemeinden eingegangen:<ref name="Twins">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 13. November 2017;.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.</ref>

Stadt Land seit
– Knoxville Vereinigte Staaten 1998
Datei:Coat of Arms of Kovel.svg Kowel Ukraine 1996
Datei:Herb Lutsk.svg Luzk Ukraine 2014
Datei:Blason ville fr Morlaix (Finistère).svg Morlaix Frankreich 1997
Datei:DEU Sindelfingen COA.svg Sindelfingen Deutschland 2001
Datei:Coat of arms of Utena (Lithuania).svg Utena Litauen 1998

Verkehr[Bearbeiten]

Chełm liegt an der eingleisigen Bahnstrecke Kowel–Zawadówka, die in russischer Breitspur ausgeführt ist und früher zur Weichselbahn gehörte. Parallel besteht zwischen Chełm und Kowel auch eine Strecke in Normalspur.

Derzeit (Stand Sommer 2024) ist Chełm lediglich über die Landesstraße Droga krajowa 12 mit dem überregionalen Straßennetz verknüpft. Die Droga ekspresowa S12 ist jedoch im Bau und soll im Raum Chełm in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre eröffnet werden.

Der ÖPNV in Chełm ist seit September 2021 kostenlos nutzbar.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Business Insider, 1. September 2021; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).@1@2Vorlage:Toter Link/businessinsider.com.pl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

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Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Die Chelmer Narren[Bearbeiten]

Im jüdischen Humor sind die Stadt und ihre töricht-liebenswürdigen, nach talmudischem Vorbild, aber in die falsche Richtung argumentierenden Einwohner, die Chelmer Narren oder ironisch die Weisen von Chelm (Chelmer Khakhomim), über die viele Geschichten erzählt werden, ein Sinnbild der Dummheit, vergleichbar mit den Schildbürgern (bei J. B. Singer und anderen, z. B. Aaron Zeitlin, Solomon Simon oder Allen Mandelbaum).<ref>Vgl. weiter z. B. den Artikel Chelmer Narronim (hebraisierender Plural = „Die Chelmer Narren“). In: Jüdisches Lexikon. Berlin 1927, Bd. I. - Oder das Buch Heinrich Loewes: Schelme und Narren mit jüdischen Kappen. Berlin 1920.</ref><ref>Siehe auch: Salcia Landmann: Jüdische Witze. Ausgewählt und eingeleitet von Salcia Landmann. Erweiterte Taschenbuchausgabe, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1963, ISBN 3-423-21017-6.</ref> Diese Überlieferung liegt dem deutschen Zeichentrickfilm Die Schelme von Schelm aus dem Jahr 1995 zugrunde.<ref>Vorlage:IMDb/1</ref> Allen Mandelbaums Chelmaxioms : The Maxims, Axioms, Maxioms of Chelm (David R. Godine, 1978) behandelt die Weisen des jüdischen Chełm als Gelehrte, die zwar kenntnisreich sind, denen es aber an Verstand fehlt. Die Chełm-Geschichten ahmen den Interpretationsprozess des Midrasch und den talmudischen Argumentationsstil nach und setzen den Dialog zwischen rabbinischen Texten und ihrer Umsetzung im Alltag fort. Die scheinbar nebensächlichen Fragen, die für den Chełmer Judenrat typisch sind, können als komödiantische Anspielung auf die Weite der talmudischen Literatur interpretiert werden. Die Kombination aus paralleler Argumentation und sprachlicher Gemeinsamkeit lässt die jüdische Texttradition, nämlich den Talmud, in der Chełm-Folklore aufscheinen.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Chełm – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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