Zum Inhalt springen

Grünes Schwalbenschwänzchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Chromis viridis)

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Grünes Schwalbenschwänzchen
Datei:Green.chromis.arp.jpg

Grünes Schwalbenschwänzchen (Chromis viridis)

Systematik
Ovalentaria
Ordnung: Schleimfischartige (Blenniiformes)
Familie: Riffbarsche (Pomacentridae)
Unterfamilie: Chrominae
Gattung: Chromis
Art: Grünes Schwalbenschwänzchen
Wissenschaftlicher Name
Chromis viridis
(Cuvier, 1830)

Das Grüne Schwalbenschwänzchen (Chromis viridis, Syn.: Chromis caerulea) ist eine Fischart aus der Familie der Riffbarsche (Pomacentridae).

Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten]

Die Fische leben in den Korallenriffen des tropischen Indopazifik, von Ostafrika bis zu den Inseln Ozeaniens (nicht bei Hawaii).

Sie leben in großen Schwärmen über buschförmigen Steinkorallen, meist der Gattung Acropora, in Tiefen von einem bis zwölf Meter. Sie sind ständig mit der Jagd auf Zooplankton beschäftigt. Eine wissenschaftliche Untersuchung hat ergeben, dass die Tiere etwa alle zwei Sekunden einen Nahrungspartikel aufnehmen. Taucht ein Fressfeind, z. B. ein Büschelbarsch (Cirrhitidae) auf, fliehen die Tiere zwischen Steine oder Korallenäste. Ist die Gefahr vorbei, so erscheinen zuerst die kleinen, später auch die großen Tiere wieder, um weiterzufressen. Das Grüne Schwalbenschwänzchen wird sieben bis neun Zentimeter lang.

Datei:Chromis viridis.JPG
Juvenile Grüne Schwalbenschwänzchen verstecken sich in den Ästen einer Koralle

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Beim Grünen Schwalbenschwänzchen laicht ein Männchen mit mehreren Weibchen in einer Höhle ab. Die Männchen fächeln den Eiern frisches Wasser zu und fressen abgestorbene. Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven, die zunächst pelagisch leben, bevor sie als Jungfische zum riffgebundenen Leben übergehen. Die Fische wurden auch schon im Aquarium gezüchtet.

Systematik[Bearbeiten]

Chromis viridis bildet mit anderen Arten einen Komplex sehr ähnlicher, nah verwandter Arten. Die Schwesterart ist Chromis veneta von den Lakkadiven und aus dem Golf von Mannar. Diese Art wurde erst 2026 von Chromis viridis als eigenständige Art abgetrennt. Weitere Arten des Artenkomplex sind das Schwarzachsel-Schwalbenschwänzchen (Chromis atripectoralis), das einen dunklen Fleck an der Basis der Brustflossen trägt, Chromis ternatensis und Chromis flavaxilla.<ref name="Rekha etal 2026" />

Aquaristik[Bearbeiten]

In der Meerwasseraquaristik ist das Grüne Schwalbenschwänzchen ein sehr beliebter Zierfisch, es wird häufig angeboten. Im Gegensatz zu vielen anderen Riffbarschen ist es nicht allzu aggressiv und kann in einem kleinen Schwarm gehalten werden. Es ist allerdings nicht ganz einfach zu halten, da es ja ein Dauerfresser ist und sein Verdauungssystem auf die normalerweise nur zwei bis drei Fütterungen täglich nicht eingestellt ist. Zur Haltungsverbesserung kann ein Futterautomat tagsüber stündlich eine kleine Portion Futter geben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerald R. Allen: Riffbarsche der Welt. Mergus Verlag, Melle 1991, ISBN 3-88244-007-4
  • E. Thaler, B. Grienberger, A. Niederkofler: Grünes Schwalbenschwänzchen (Chromis viridis) und Dreibinden-Preußenfisch (Dascyllus aruanus): Nahrungserwerb im Freiwasser und im Aquarium. In: 4. Internationales Meerwasser-Symposium 1997. Herausgeber: Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e. V.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Rekha etal 2026">M. U. Rekha, Teena Jayakumar T. K., Abhilash C. P. Ahamed Rasheeq A., Saikrishnan K. R., Vallarasu R., Gladston Y., Kajal Chakraborty and Ajithkumar T. T. (2026): Resolving Cryptic Diversity in the Chromis viridis species complex (Pomacentridae): a multilocus phylogenetic and morphometric reassessment of species boundaries. Front. Mar. Sci. 13; 1922804. DOI: 10.3389/fmars.2026.1922804</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]