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Zistrosen

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Zistrosen
Datei:Zistrose.jpg

Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Zistrosengewächse (Cistaceae)
Gattung: Zistrosen
Wissenschaftlicher Name
Cistus
L.

Die Zistrosen (Cistus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae);<ref name="Guzmán2009" /> sie haben Bedeutung als Nutz-, Heil- und Zierpflanzen.

Teilweise werden die Arten der nichtmonophyletischen Gattung Halimium unter Cistus taxiert bzw. subsumiert.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cistus ladanifer - Samen.jpg
Samen von Cistus ladanifer
Datei:Cistus ladanifer - Früchte.jpg
Kapselfrucht von Cistus ladanifer

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Zistrosen-Arten sind stark verzweigte, buschige Sträucher, Halb- oder Zwergsträucher, von denen einige ein aromatisches Harz erzeugen, das Ladanum.<ref name="Thefeld1997" /> Die gegenständig angeordneten<ref name="Guzmán2009" /> Laubblätter sind sitzend oder gestielt, die Blattspreiten sind einfach, Nebenblätter fehlen.<ref name="Guzmán2009" /> Die Sträucher sind mehrjährig und können mehr als 3,50 m Höhe erreichen.<ref>M. Martin Bolaños, E. Guinea: Jarales y Jaras (Cistografia Hispanica). In: Ministerio de Agricultura (Hrsg.): Instituto Forestal de Investigaciones y Experiencias, Año XX,. Nr. 49. Instituto Forestal de Investigaciones y Experiencias, Madrid 1949, S. 48/49 (Abbildung 8 – abgebildet ist Cistus ladanifer mit 3,60 m Höhe).</ref><ref>H. Wegner: Zistrose - Cistus. In: DDFGG - Deutsche Dahlien-,Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft e. V. Deutsche Dahlien-,Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft, Juli 2017, abgerufen am 1. März 2022.</ref>

Die Formen der Blätter sind elliptisch, lanzettförmig oder linealisch. Die Oberfläche der ganzrandigen Blätter kann rau, samtig, filzig, glatt-glänzend, ledrig und klebrig sein, die Blattfarbe weißlich, gelblich oder hellgrün bis dunkelgrün. Der Blatt-Geruch kann harzig-würzig sein.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die end- oder seitenständigen Blütenstände sind zymös, trugdoldig oder wickelartig, gelegentlich auch auf eine Blüte reduziert.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig, wie bei fast allen Arten aus der Ordnung der Malvenartigen (Malvales). Die beiden äußeren Kelchblätter sind mindestens ebenso groß wie die drei inneren oder fehlen. Die kurzlebigen Kronblätter sind schon in der Knospe geknittert. Meist sind es fünf an der Zahl, gelegentlich aber auch vier oder sechs. Die Kronblätter sind weiß, weiß-gelblich oder hellrosa- bis purpurfarben,<ref name="Guzmán2009" /> bei einigen Arten, vor allem Hybridarten sind sie am Grund gelb oder dunkelrot gefleckt. Der Durchmesser der Blüten liegt meist zwischen 5 und 7 cm. Die 50 bis 200 gelben<ref name="Guzmán2009" /> Staubblätter sind in mehreren Reihen angeordnet und alle fertil. Meist fünf, selten sechs bis zwölf<ref name="Guzmán2009" /> Fruchtblätter sind zu einem fünf-, selten sechs- bis zwölffächerigen Fruchtknoten verwachsen. Die Samenanlagen sind orthotrop.<ref name="Guzmán2009" />

Die verholzten Kapselfrüchte springen fast vollständig entlang der Fächerwände auf. Die zahlreichen Samen sind vieleckig.

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt n = 9.<ref name="Guzmán2009" /> Alle Arten, von denen Chromosomenzählungen existieren, sind diploid mit 2n = 2x = 18 Chromosomen.<ref name="IPCN" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Datei:JaralLagunillas1.jpg
Lack-Zistrose (Cistus ladanifer) in der Garigue der zentralspanischen Sierra Madrona

Die Gattung ist im gesamten Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln verbreitet. Die größte Artenvielfalt befindet sich im westlichen Mittelmeergebiet<ref name="Guzman2005" /><ref name="Seidel 2002" /> (Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, Algerien). Die Zistrosen bilden einen Hauptbestandteil der Garigue.<ref name="Seidel 2002" /> Sie wachsen meist auf trockenen, steinigen Flächen, teilweise auch in lichten Wäldern der mediterranen Hartlaubvegetation oder den kanarischen Kiefernwäldern, bisweilen auf kalk- und nährstoffarmen Böden.

Systematik[Bearbeiten]

Datei:Cistus albidus flowers.jpg
Weißliche Zistrose (Cistus albidus)
Datei:Cistus clusii (habitus).jpg
Clusius-Zistrose (Cistus clusii)
Datei:Cistus incanus.jpg
Kretische Zistrose (Cistus creticus)
Datei:Cistus laurifolius02.jpg
Lorbeerblättrige Zistrose (Cistus laurifolius)
Datei:Cistus crispus 1.JPG
Krause Zistrose (Cistus crispus)
Datei:Cistus ladanifer1Juan Sanchez.jpg
Lack-Zistrose (Cistus ladanifer)
Datei:Cistus monspeliensis (Puntagorda) 01.jpg
Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis)

Die Gattung Cistus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum in Band 1 auf Seite 523<ref name="SpeciesPlantarum" /> aufgestellt. Typusart ist Cistus crispus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Demoly2006" />

Arten[Bearbeiten]

Datei:Cistus parviflorus kz7.jpg
Kleinblütige Zistrose (Cistus parviflorus)
Datei:Cistus sintenisii.jpg
Sintenis-Zistrose (Cistus sintenisii)
Datei:Cistus libanotis.JPG
Rosmarinblättrige Zistrose (Cistus libanotis)
Datei:Cistaceae Cistus inflatus 1.jpg
Aufgeblasene Zistrose (Cistus inflatus)
Datei:Cistus populifolius - Kew Gardens.jpg
Pappelblättrige Zistrose (Cistus populifolius)
Datei:Cistus salviifolius - Sage-leaved cistus 01.jpg
Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius)
Datei:Beinwellblättrige Zistrose (Cistus symphytifolius).jpg
Beinwellblättrige Zistrose (Cistus symphythifolius)
Datei:Cistus heterophyllus.jpg
Verschiedenblättrige Zistrose (Cistus heterophyllus)
  • Weißliche Zistrose<ref name="Schönfelder 2008" />, (Cistus albidus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), Syn.: Cistus tomentosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam., Cistus vulgaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Spach: (lat.: albidus = weißlich) ; ist im westlichen Mittelmeergebiet verbreitet.<ref name="Med-Checklist" /><ref name="Seidel 2002" />
  • Raue Zistrose (Cistus asper Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Demoly & R.Mesa); (lat.: asper = rau, uneben); ist ein Endemit der Kanaren-Insel El Hierro.<ref name="Demoly2005" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" />
  • Chinamada-Zistrose<ref name="Schönfelder 2012" /> (Cistus chinamadensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bañares & P.Romero)<ref name="Banares 1999" />; die drei nicht monophyletischen Unterarten kommen auf den Kanarischen Inseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" /> Die drei Unterarten sind:
    • Cistus chinamadensis subsp. chinamadensis
    • Cistus chinamadensis subsp. gomerae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bañares & P.Romero
    • Cistus chinamadensis subsp. ombriosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Demoly & M.Marrero
  • Clusius-Zistrose<ref name="Schönfelder 2008" /> (Cistus clusii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dunal), Syn.: Halimium clusii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Dunal) Spach:es gibt zwei Unterarten:
    • Cistus clusii subsp. clusii
    • Cistus clusii subsp. multiflorus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Demoly. Sie kommen beide im westlichen Mittelmeerraum vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Kretische Zistrose<ref name="Bärtels 1997" /> Kretische Graubehaarte Zistrose. (Cistus creticus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), Syn.: Cistus incanus auct. non Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Cistus villosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Cistus ponticus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Juz., Cistus polymorphus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willk.; (lat.: creticus = aus Kreta); Sie ist im Mittelmeerraum in 4 Unterarten weitverbreitet, fehlt aber auf der Iberischen Halbinsel und in Frankreich.<ref name="Med-Checklist" /><ref name="Seidel 2002" /> Die vier Unterarten sind:
  • Krause Zistrose<ref name="Mittelmeerflora" /> (Cistus crispus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), Syn.: Cistus vulgaris var. crispus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Spach; Sie ist im westlichen Mittelmeergebiet verbreitet.<ref name="Med-Checklist" />
  • Gran Canaria-Zistrose<ref name="Schönfelder 2012" /> (Cistus grancanariae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Marrero-Rodr., Almeida & C.Ríos). Dieser Endemit kommt nur auf der Kanaren-Insel Gran Canaria vor.<ref name="Marrero2008" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" />
  • Verschiedenblättrige Zistrose<ref name="Mittelmeerflora" /> (Cistus heterophyllus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Desf.), Syn.: Cistus vullgaris var. heterophyllus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Desf.) Spach.; Die zwei Unterarten sind:
    • Cistus heterophyllus subsp. heterophyllus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Desf.
    • Cistus heterophyllus subsp. carthaginensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pau. Sie kommen in Marokko, Algerien und Spanien vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Haarige Zistrose<ref name="Schönfelder 2012" /> (Cistus horrens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Demoly). Dieser Endemit kommt nur auf der Kanaren-Insel Gran Canaria vor.<ref name="Demoly2004" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" />
  • Aufgeblasene Zistrose<ref name="Mittelmeerflora" /> (Cistus inflatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pourr. ex Demoly), Syn.: Cistus psilosepalus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sweet, Cistus hirsutus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam.; Sie kommt in Portugal, im westlichen Spanien und zwei nordwestlichen Regionen Frankreichs vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Lack-Zistrose<ref name="Schönfelder 2008" /> (Cistus ladanifer Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), Syn.: Cistus palhinhae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ingram; Die drei Unterarten kommen in Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel, in Marokko und Algerien<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" /> so wie auf Gran Canaria<ref name="Arechevaleta et al. 2020" /> und den Balearen vor.<ref name="Seidel 2002" />
    • Cistus ladanifer subsp. ladanifer
    • Cistus ladanifer subsp. mauritanicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Thibaud ex Dunal) Pau & Sennen
    • Cistus ladanifer subsp. sulcatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Demoly) P.Monts.
  • Lorbeerblättrige Zistrose<ref name="Bärtels 1997" /> (Cistus laurifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.); (lat.: laurus = Lorbeer + folia = Blatt): Von den zwei Unterarten kommt:
    • Cistus laurifolius subsp. laurifolius im nördlichen Mittelmeerraum von der Iberischen Halbinsel bis Anatolien vor.
    • Cistus laurifolius subsp. atlanticus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pit.) Sennen & Mauricio kommt in Marokko vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Cistus libanotis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Cistus bourgeanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Coss.; (von altgriech.: libanotis = Rosmarin); Sie kommt in Spanien und Portugal vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Montpellier-Zistrose<ref name="Schönfelder 2008" />, Schmalblättrige Zistrose,<ref>siehe unten: G.Eberle, 1965</ref> (Cistus monspeliensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.); (von lat.: monspeliensis = aus Montpellier); Sie kommt auf den Kanarischen Inseln<ref name="Arechevaleta et al. 2020" /> und im Mittelmeerraum ostwärts bis Zypern vor.<ref name="Med-Checklist" /><ref name="Seidel 2002" />
    • Cistus monspeliensis subsp. canariensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rivas Mart., Martin Osorio & Wildpret<ref>Rivas Mart., Martin Osorio & Wildpret in Itinera Geobot. 18(2): 482.2011</ref>: Sie kommt auf den Kanarischen Inseln vor.
    • Cistus monspeliensis subsp. monspeliensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.: Sie kommt im mediterranen Raum vom Westen bis Zypern vor.
  • Cistus munbyi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pomel., Syn.: Cistus sericeus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Munby; Sie kommt in Marokko und Algerien vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Tamadaba-Zistrose<ref name="Schönfelder 2012" /> (Cistus ocreatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Sm. ex Buch), Syn.: Cistus candissimus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dunal; . Dieser Endemit kommt nur auf der Kanaren-Insel Gran Canaria im Naturpark Tamadaba vor.<ref name="Demoly+al2006" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" />
  • Osbeckienblättrige Zistrose<ref name="Schönfelder 2012" /> (Cistus osbeckiifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Webb) Christ). Dieser Endemit kommt nur auf der Kanaren-Insel Teneriffa<ref name="Euro+Med" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" /> in 2 nicht monophyletischen Unterarten vor:
    • Cistus osbeckiifolius subsp. osbeckifolius
    • Cistus osbeckiifolius subsp. tomentosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bañares & Demoly
  • La Palma-Zistrose<ref name="WorldPlants" /> (Cistus palmensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bañares & Demoly). Dieser Endemit kommt nur auf der Kanaren-Insel La Palma.<ref name="Demoly+al2006" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" />vor.
  • Kleinblütige Zistrose<ref name="Schönfelder 2008" /> (Cistus parviflorus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam.) Sie kommt im zentralen bis östlichen Mittelmeerraum vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" /><ref name="Seidel 2002" />
  • Pappelblättrige Zistrose<ref name="Mittelmeerflora" /> (Cistus populifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.); Die zwei Unterarten kommen in Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel und in Marokko vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
    • Cistus populifolius subsp. populifolius
    • Cistus populifolius subsp. major Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Dunal) Heywood
  • Cistus pouzolzii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Delile , Syn.: Cistus varius auct. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.non Pourret, Sie kommt in Frankreich, Marokko und Algerien vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Salbeiblättrige Zistrose<ref name="Schönfelder 2008" /> (Cistus salviifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): (lat.: salvia = Blatt + folia = Blatt); Sie kommt im gesamten Mittelmeerraum vor.<ref name="Med-Checklist" /><ref name="Seidel 2002" />
  • Sintenis-Zistrose, Albanische Zistrose<ref name="Mittelmeerflora" /> (Cistus sintenisii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Litard.), Syn.: Cistus albanicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.E.F.Warburg ex Heywood; benannt nach dem deut. Botaniker Paul Ernst Emil Sintenis (1847–1907): Sie kommt in Albanien und Griechenland vor.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Med-Checklist" />
  • Beinwellblättrige Zistrose<ref name="Schönfelder 2012" /> bzw. Scheidenblättrige Zistrose<ref>Hermann Schmidt: Pflanzen auf Teneriffa - ein naturkundlicher Führer. Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn 1997, ISBN 3-925347-41-0, S. 131.</ref> (Cistus symphytifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lam.); (altgr.: symphyein = zusammenwachsen + lat.: folia = Blatt); Syn.: Cistus vaginatus Dryand. in W.T.Aiton. Sie kommt auf den Kanarischen Inseln La Palma und Teneriffa mit drei Varietäten vor, diese Art ist nicht monophyletisch:
    • Cistus symphytifolius var. canus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Demoly
    • Cistus symphytifolius var. symphytifolius
    • Cistus symphytifolius var. villosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Demoly<ref name="Euro+Med" /><ref name="Arechevaleta et al. 2020" />

Es gibt eine Vielzahl von Hybriden, auch unter Beteiligung von drei oder vier Arten, unter anderem:

  • Cistus ×florentinus Lam. (= Cistus monspeliensis × Cistus salviifolius)
  • Cistus ×incanus L. (= Cistus albidus × Cistus crispus). Dieser Name war lange für Cistus creticus gebräuchlich.
  • Cistus ×laxus Aiton (= Cistus inflatus × Cistus populifolius)
  • Cistus ×ledon Lam. (= Cistus laurifolius × Cistus monspeliensis)
  • Cistus ×purpureus Lam. (= Cistus creticus × Cistus ladanifer)

Ökologie[Bearbeiten]

Zistrosen als Pyrophyten[Bearbeiten]

Die Regeneration der Zistrosen, die zu den feuergeförderten Pflanzen gerechnet werden, erfolgt nach Bränden fast ausschließlich durch Samen.

Mykorrhizapilze als Symbionten[Bearbeiten]

Als Mykorrhiza (altgr. μύκης mýkēs ‚Pilz‘ und ῥίζα rhiza ‚Wurzel‘) wird eine Form der Symbiose von Pilzen und Pflanzen bezeichnet, bei der ein Pilz mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Kontakt ist. Mehr als 200 ektomykorrhizabildende Pilzarten aus 40 Gattungen wurden bisher mit Zistrosen in Verbindung gebracht.<ref name="Comandini2006" /> Die Zistrosen sowie viele andere Zistrosengewächse haben die Fähigkeit, Mykorrhiza-Assoziationen zu bilden, beispielsweise mit Echten Trüffeln (Tuber), Wüstentrüffeln (Terfezia), Wurzeltrüffeln (Rhizopogon) oder dem Gemeinen Erbsenstreuling (Pisolithus arhizus), und sind somit in der Lage, auf trockenen, mageren, steinigen und sandigen Böden oder Felsen zu gedeihen.<ref name="Comandini2006" /> Man hat auch herausgefunden, dass Cistus ladanifer Mykorrhiza-Verbindungen mit dem Gemeinen Steinpilz (Boletus edulis), dem Blasshütigen Purpurröhrling (Rubroboletus rhodoxanthus) und dem Rötlichen Lacktrichterling (Laccaria laccata) eingeht.<ref name="Agueda 2006" /> Auch Arten der Wulstlinge (Amanita), Schleierlinge (Cortinarius), Risspilze (Inocybe), Schnecklinge (Hygrophorus), Milchlinge (Lactarius) und Täublinge (Russula) bilden Mykorrhiza mit Zistrosen.<ref name="Comandini2006" />

Bedeutung als Zierpflanzen[Bearbeiten]

Einige Zuchtformen werden in mediterranen Parks und Gärten als Zierpflanzen verwendet.

Ladan-Gewinnung[Bearbeiten]

Aus den Zweigen und Blättern mancher Arten (wie Cistus ladanifer, Cistus laurifolius oder Cistus creticus) können das Harz Ladanum (synonym: Labdanum, Gummi Ladanum, Resina Ladanum), außerdem ätherisches Öl, Ester- und Sequi-Terpene gewonnen werden. Auf einigen griechischen Inseln wurden dazu Ziegen durch Cistus-Bestände getrieben. Die abgeschnittenen Haare wurden in siedendes Wasser gebracht. Nach der Abkühlung konnte das Harz abgetrennt werden.<ref name="Seidel 2002" />

Medizinische Bedeutung[Bearbeiten]

Auszüge aus der Kretischen Zistrose (Cistus creticus) werden gesundheitsbezogen verwendet; in Griechenland wird sie als Kräutertee getrunken und spielt in der traditionellen Volksmedizin eine Rolle. Auch Halspastillen (Lutschpastillen), Sud, Tropfen, Kapseln oder Creme sind erhältlich. Bei Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln sind diverse Aussagen (Health Claims) mit Bezug auf Krankheiten (Stärkung des Immunsystems oder besondere antioxidative Fähigkeiten) verboten, da Belege für eine solche Wirkung fehlen.<ref name="Verbraucherzentrale" />

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Cistus wurde dieser Pflanzengattung von Joseph Pitton de Tournefort gegeben. Er ist recht nah an den Formen, die in der griechischen und lateinischen Antike verwendet wurden (im Altgriechischen κίσθος und im Lateinischen cisthos bei Plinius). „Cistus“ ist die latinisierte Form des griechischen kistos, „Schachtel, Kapsel“. Der Begriff beschreibt die Form der Samenkapsel.<ref>Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24 Bänden (1996–1999). 20. Auflage. Bibliographisches Institut & F.A: Brockhaus AG, Mannheim 1996, ISBN 3-7653-3100-7.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean-Pierre Demoly, Pedro Montserrat Recoder: Cistus. In: Santiago Castroviejo, Carlos Aedo, S. Cirujano, M. Laínz, P. Montserrat, R. Morales, F. Muñoz Garmendia, C. Navarro, J. Paiva, C. Soriano (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares, Vol. 3: Plumbaginaceae (partim) – Capparaceae. Consejo de Investigaciones Cientifícas, Madrid 1993, ISBN 84-00-07375-4, S. 319–337, PDF-Datei.
  • Robert Sweet: Cistineae – the natural order of Cistus or Rock-Rose. James Ridgway, London 1825–1830 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Zistrosen (Cistus) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikispecies: Cistus – Artenverzeichnis

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="IPCN"> Cistus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Seidel 2002"> </ref> <ref name="Arechevaleta et al. 2020"> M. Arechavaleta, S. Rodríguez, N. Zurita, A. García (Hrsg.): Lista de especies silvestres de Canarias. Hongos, plantas y animales terrestres. 2009. Gobierno de Canarias 2010, ISBN 978-84-89729-21-6, S. 142–143, PDF-Datei; 12,5 MB (Verbreitungsangaben). </ref> <ref name="Med-Checklist"> (Verbreitungsangaben). </ref> <ref name="SpeciesPlantarum"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 523, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D523%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D. </ref> <ref name="Thefeld1997"> Katrin Thefeld: Untersuchung der etherischen Öle von Cistus ladaniferus L. (Labdanum-Öl), Tanacetum fruticulosum Ledeb. und Hedychium gardnerianum Sheppard, Dissertation 1997, TU Berlin, Eintrag im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. </ref> <ref name="Demoly2004"> Jean-Pierre Demoly: Une nouvelle espèce du genre Cistus L. (Cistaceae) endémique de i'île de Grande Canarie (Espagne). In: Acta Botanica Gallica. Band 151, Nr. 2, 2004, S. 231–232. </ref> <ref name="Guzman2005"> Beatriz Guzmán, Pablo Vargas: Systematics, character evolution, and biogeography of Cistus L. (Cistaceae) based on ITS, trnL-trnF, and matK sequences. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Band 37, Nr. 3, 2005, S. 644–660, doi:10.1016/j.ympev.2005.04.026. </ref> <ref name="Demoly2005"> Jean-Pierre Demoly: Une nouvelle espèce et une nouvelle sous-espèce du genre Cistus L. (Cistaceae) endémique de El Hierro (Îles Canaries). In: Biocosme Mésogéen. Band 22, Nr. 3, 2005, S. 117–120. </ref> <ref name="Demoly2006"> Jean-Pierre Demoly: Notes taxonomiques, chorologiques et nouveautés nomenclaturales pour le genre Cistus L. élargi, incluant Halimium (Dunal) Spach (Cistaceae). In: Acta Botanica Gallica. Band 153, Nr. 3, 2006, S. 309–323. </ref> <ref name="Demoly+al2006"> Jean-Pierre Demoly, Manuel V. Marrero, Ángel Bañares Baudet: Contribution à la connaissance des cistes de la section Macrostylia Willk. (Cistus L., Cistaceae). In: Journal de Botanique de la Société Botanique de France. Band 36, 2006, S. 13–38. </ref> <ref name="Marrero2008"> Águedo Marrero Rodríguez, Rafael Almeida, Carlos Ríos: Cistus grancanariae sp. nov. (Cistaceae), una nueva especie para Gran Canaria (Islas Canarias). In: Botanica Macaronesica. Band 27, 2008, S. 73–88, (online). </ref> <ref name="Guzmán2009"> Beatriz Guzmán, Pablo Vargas: Historical biogeography and character evolution of Cistaceae (Malvales) based on analysis of plastid rbcL and trnL-trnF sequences. In: Organisms Diversity & Evolution, Band 9, Nr. 2, 2009, S. 83–99. doi:10.1016/j.ode.2009.01.001 </ref> <ref name="Euro+Med"> E. von Raab-Straube (2017+): Cistaceae. Datenblatt Cistus. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Karl Hiller, Matthias F. Melzig et al.: Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen : in zwei Bänden [zusammen in einem Buch]. 898 Seiten. Hrsg.: Area Verlag. Area, Erftstadt 2007, ISBN 978-3-89996-508-7. </ref> <ref name="Schönfelder 2008"> </ref> <ref name="Schönfelder 2012"> </ref> <ref name="Bärtels 1997"> Andreas Bärtels: Farbatlas Mediterrane Pflanzen. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1997, ISBN 3-8001-3488-8. </ref> <ref name="Mittelmeerflora"> Thomas Meyer, Michael Hassler: Cistus. In: Mittelmeerflora. </ref> <ref name="WorldPlants"> Michael Hassler: World Plants. A complete, synonymic checklist of the Higher Plants of the World. Cistus </ref> <ref name="Comandini2006"> Ornella Comandini, Contu Marco, Andrea C Rinaldi: An overview of Cistus ectomycorrhizal fungi. In: Mycorrhiza. Band 16, Nr. 6, 2006, S. 381–395, doi:10.1007/s00572-006-0047-8 (researchgate.net). </ref> <ref name="Banares 1999"> Angel Bañares Baudet, Eduardo Carqué Álamo, Manuel V. Marrero Gómez: Cistus chinamadensis Bañares Baudet & Romero Manrique. In: Esperanza Beltrán Tejera, Wolfredo Wildpret de la Torre, M.ª Catalina León Arencibia, Antonio García Gallo, Javier Reyes Hernández (Hrsg.): Libro Rojo de la Flora Canaria contenida en la Directiva-Hábitats Europea. Ministerio de Medio Ambiente. Organismo Autónomo Parques Nacionales, La Laguna de Tenerife 1999. 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