CD-i
| Compact Disc Interactive | |||
|---|---|---|---|
| Hersteller | Philips | ||
| Typ | stationäre Spielkonsole | ||
| Veröffentlichung |
| ||
| Hauptprozessor | Philips SCC68070 | ||
| Grafikprozessor | 2 × SCC66470 | ||
| Speichermedien | CD-i, Audio-CD, CD+G, Karaoke-CD, VCD | ||
| Verkaufte Einheiten | ca. 567.000 | ||
Das CD-i (kurz für Compact Disc Interactive), das im Oktober 1991<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> veröffentlicht wurde, war ein Multimedia-System, das in erster Linie von Philips, teilweise aber auch von Sony entwickelt wurde. Vertrieben wurde das System letztlich von Philips alleine. Das Gerät konnte so genannte interaktive Compact Discs abspielen, außerdem: Audio-CDs, CD+G (CD+Graphics), Karaoke-CDs, Photo-CDs und Video-CDs (VCD), wobei Letztere den Kauf einer optionalen „Digital Video Card“ zur MPEG-1-Decodierung voraussetzten. Das CD-i war auch eine Spielkonsole, es erschienen im Laufe der Jahre viele Titel, unter anderem vier von Nintendo lizenzierte Spiele.
Geschichte[Bearbeiten]
1994 ließen die Verkäufe merklich nach, bis 1998 die Produktion komplett eingestellt wurde. Philips hatte es nie geschafft, die Öffentlichkeit von den Fähigkeiten des CD-i zu überzeugen.
1995 brachte Philips einen Fernseher mit eingebautem CD-i-Spieler und eine CD-i-Steckkarte für PCs auf den Markt,<ref>Microsoft Home Journal 2/95</ref> um die Titel auch auf diesen abspielen zu können.
Technik[Bearbeiten]
Da Philips als Entwickler der Compact Disc die internationalen CD-Normen kontrolliert und über die Vergabe des CD-Logos entscheidet, wurde die 16-Bit-Konsole CD-i in den Rang einer offiziellen CD-Norm erhoben (das so genannte Green Book, welches mittlerweile frei verfügbar ist.<ref name=":0">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 4,3 MB) Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2019-08-09 (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>) Daneben schreibt auch das White Book über Video-CDs eine auf jeder normgerechten Video-CD zu speichernde Abspielsoftware für CD-i-Player vor.
Hardware[Bearbeiten]
Laut dem Green Book ist ein Mikroprozessor der Motorola-68000er-Familie erforderlich.<ref name=":0" />
- Prozessor: 16/32-bit SCC68070 mit 15,5 MHz
- Video: SCC66470 später MCD 212
- Audio: MCD 221
- RAM: 1 MB
- Farben: 16,7 Millionen davon 32768 gleichzeitig auf dem Bildschirm
- Auflösung: 384 × 280 bis 768 × 560
- Betriebssystem: OS-9 (CD-RTOS)
Software[Bearbeiten]
Zunächst erschienen hauptsächlich Lernsoftware-Titel und nur eine Handvoll Videospiele, darunter zum großen Teil Brettspielumsetzungen wie Vier gewinnt!. Spätere Versuche, den Spielemarkt zu erschließen, erwiesen sich als nutzlos, als die günstigere und leistungsfähigere Sony PlayStation angekündigt wurde.
Philips entwickelte dank eines Lizenzabkommens mit Nintendo einige Spiele mit eigentlich nintendo-exklusiven Figuren für das CD-i. Hintergrund war, dass Philips ein CD-Laufwerk für das Super Nintendo Entertainment System entwickeln sollte. In Hotel Mario traten Super-Mario-Charaktere auf, und drei The-Legend-of-Zelda-Spiele wurden veröffentlicht: Link: Die Fratzen des Bösen (Originaltitel: Link: The Faces of Evil), Zelda: Der Zauberstab von Gamelon (Zelda: The Wand of Gamelon) und Zelda’s Adventure (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. für Zeldas Abenteuer).
Konkurrenzprodukte[Bearbeiten]
In das gleiche Marktsegment versuchte der Konkurrent Commodore Anfang der 1990er Jahre mit seinen Amiga-basierten Produkten CDTV bzw. CD³² vorzustoßen – allerdings ebenso mit wenig Erfolg. Das gleiche Schicksal ereilte auch das Produkt 3DO der Firma Panasonic und später Goldstar.
Emulation[Bearbeiten]
2001 erschien ein erster, eher experimenteller Emulator, CD-iCE, dessen Entwicklung aber bereits Anfang 2002 eingestellt wurde. 2005 wurde mit CD-i Emulator ein voll funktionsfähiger, kostenpflichtiger Emulator veröffentlicht.
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- The World of CD-i (englisch)
- The Philips CD-i reference site (englisch)
- The New International CD-i Association (englisch)
- The Black Moon Project – eine CD-i-Informationsseite (englisch)
- Interactive Dreams – eine weitere CD-i-Informationsseite (englisch)
- CDinteractive – eine weitere CD-i-Informationsseite, Nachfolger von Interactive Dreams (englisch)
- Das CD-i-Format von Philips – Informationen zum CD-i-Format
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />