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Kordien

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Kordien
Datei:Cordia boissieri kz1.jpg

Cordia boissieri

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Unterfamilie: Cordioideae
Gattung: Kordien
Wissenschaftlicher Name
Cordia
L.

Die Cordia sind eine Pflanzengattung, selten eingedeutscht Kordien genannt, in der Unterfamilie der Cordioideae innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Die etwa 300 Arten sind in den Tropen bis Subtropen der Neuen und Alten Welt weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cordia macleodii Bra41.png
Illustration von Cordia macleodii

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Cordia-Arten sind verholzende Pflanzen und wachsen als Halbsträucher, Sträucher oder Bäume.<ref name="FoC1995" />

Die wechselständig, selten gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Laubblätter sind bei den meisten Cordia-Arten deutlich behaart.<ref name="FoC1995" /> Der Blattrand ist glatt oder gesägt, selten gelappt.<ref name="FoC1995" /> Nebenblätter sind keine vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die zymösen Blütenst#nde besitzen meist keine Tragblätter.<ref name="FoC1995" />

Die meist zwittrigen oder mehr oder weniger funktional eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vier- bis achtzählig, meist aber fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FoC1995" /> Die haltbaren Kelchblätter sind röhren- bis glockenförmig verwachsen und vergrößern sich nach der Anthese.<ref name="FoC1995" /> Die Kronblätter sind glocken- bis röhrenförmig verwachsen und sind je nach Art weiß, gelb oder orangerot. Die meist fünf (vier bis acht Kronlappen sind nach oben gerichtet oder zurückgekrümmt).<ref name="FoC1995" /> Bei den meist gut entwickelten Staubblättern sind die Staubfäden oft an der Basis flaumig behaart<ref name="FoC1995" /> und es ist nur ein Staubblattkreis vorhanden (es sind also meist fünf Staubblätter je Blüte). Die zwei Fruchtblätter sind zu einem kahlen, zwei- oder vierkammerigen, oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtknotenkammer ist nur eine Samenanlage vorhanden.<ref name="FoC1995" /> Viele Arten sind heterostyl. Von den jeweils zwei zweigabeligen Griffel endet jeder Griffelast in eine spatelförmigen oder kopfigen Narbe.<ref name="FoC1995" />

Bei einigen Arten umschließt der haltbare Kelch die Früchte. Die kugeligen, ellipsoiden oder eiförmigen Steinfrüchte enthalten oft ein wässeriges, klebriges, fleischiges, selten korkiges Mesokarp und jeweils ein bis vier Samen.<ref name="FoC1995" /> Selten sind die Früchte nussartig und ohne fleischiges Mesokarp.<ref name="FoC1995" /> Das Endokarp ist hart.<ref name="FoC1995" /> Die Kotyledonen sind gefaltet.<ref name="FoC1995" />

Ökologie[Bearbeiten]

Einige Cordia-Arten dienen den Larven einiger Schmetterlingsarten wie Endoclita malabaricus als Futterpflanzen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Cordia alliodora (24550553520).jpg
Cordia alliodora
Datei:Viricu (Tamil- விரிசு) (5506116306).jpg
Cordia dichotoma
Datei:Cordia myxa MS 1790.jpg
Schwarze Brustbeere (Cordia myxa)
Datei:Cordia nodosa Lam. - Flickr - Alex Popovkin, Bahia, Brazil (17).jpg
Cordia nodosa
Datei:Cordia pilosa M. Stapf & Taroda (2900391911).jpg
Cordia pilosa
Datei:Cordia sebestena2.JPG
Blütenstand und Laubblätter von Cordia sebestena
Datei:Starr 010206-0222 Cordia subcordata.jpg
Blüten und Unterseite der Laubblätter von Cordia subcordata
Datei:Cordia superba.jpg
Blüten und Laubblätter von Cordia superba

Die Gattung Cordia wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 190 aufgestellt. Der Name ist konserviert worden. Der ursprünglich von Charles Plumier gegebene<ref name="Schmidt">Franz-Josef Schmidt: Zur Biographie des Valerius Cordus. In: Franz-Josef Schmidt (Übers.): Gesetze und Verordnungen des erhabenen Nürnberger Senates, die sich auf Ärzte, Apotheker und andere beziehen. [Leges ac statuta ampliss. senatus Norimbergensis ad Medicos, Pharmacopœos, & alios pertinentia. Paulus Kaufmann, Nürnberg 1598] Übersetzt und erläutert. Schmidt, Hamm [um 1985], S. 1–2, hier: S. 2.</ref> Gattungsname Cordia ehrt den deutschen Mediziner und Botaniker Valerius Cordus (1515–1544).<ref name="Burkhardt2018" /> Synonyme für Cordia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. nom. cons. sind: Acnadena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Ascania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Crantz, Auxemma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers, Bourgia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Scop., Calyptracordia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Britton, Cerdana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ruiz & Pav., Cienkowskya Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Regel & Rach, Coilanthera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Collococcus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.Browne, Cordiada Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vell., Diacoria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl., Ectemis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Firensia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Scop., Gerascanthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.Browne, Gynaion Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.DC., Hemigymnia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griff., Hymenesthes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers, Lithocardium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze, Macielia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vand., Macria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ten., Montjolya Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Friesen, Myxa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Endl.) Lindl., Novella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Paradigma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers, Patagonula Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Physoclada Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(DC.) Lindl., Pilicordia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.DC.) Lindl., Piloisia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Plethostephia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers, Quarena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Rhabdocalyx Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.DC.) Lindl., Saccellium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Humb. & Bonpl., Salimori Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans., Sebesten Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans., Sebestena Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boehm., Topiaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Toquera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Cordia gehört in die Unterfamilie Cordioideae innerhalb der Familie Boraginaceae. Die Familie Cordiaceae wurde im Rang einer Unterfamilie in die Familie Boraginaceae eingegliedert. Cordia wurde früher auch in die Familie Ehretiaceae gestellt.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Cordia besitzt ihre größte Artenvielfalt in der Neuen Welt. Einige Arten sind in Afrika und Asien heimisch. In China kommen fünf Arten aus der Gattung vor.

Zur Gattung Cordia gehören 250 bis 325 Arten (Auswahl):<ref name="GRIN" />

Vorlage:Hinweisbaustein Folgende in der Gattung Cordia beschriebene Arten werden anderen Gattungen zugeordnet:

Datei:Starr 080531-8934 Cordia sebestena.jpg
Cordia sebestena als Zierpflanze
Datei:Freijo face tangencial.JPG
Holz vonFreijo (Cordia goeldiana)

Nutzung[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein Viele Cordia-Arten sind wegen ihrer duftenden, dekorativen Blüten beliebte Zierpflanzen in tropischen bis subtropischen Parks, Gärten und Alleen.

Die Früchte einiger tropischer Arten sind essbar. In Indien werden Früchte dort heimischer Arten als Gemüse roh, gekocht oder eingelegt gegessen.

Holz wird von vielen andern Arten genutzt:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FoC1995"> Gelin Zhu, Harald Riedl, Rudolf V. Kamelin: Boraginaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 – Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Cordia, S. 331 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cordia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien