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Keulenlilien

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Keulenlilien
Datei:Cordyline terminalis dsc03651.jpg

Cordyline fruticosa-Kulturform, eine der vielen Sorten, die sich auch als Zimmerpflanze eignen

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Lomandroideae
Gattung: Keulenlilien
Wissenschaftlicher Name
Cordyline
Comm. ex R.Br.

Keulenlilien (Cordyline) sind eine Pflanzengattung aus Unterfamilie der Lomandroideae in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Viele Arten, die früher in dieser Gattung waren, wurden in die Gattung Dracaena gestellt. Cordyline bilden keulenförmige Speicherknollen an den Wurzeln (deutscher Name!). Einige Arten und Sorten sind Zierpflanzen. Manche Arten und besonders ihre Sorten besitzen bunte Blätter, oft rot, deshalb verwendet man sie als Zierpflanzen in frostfreien Gebieten in Parks und Gärten, aber auch als Zimmerpflanzen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Starr 080614-9835 Cordyline fruticosa.jpg
Die in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliederten Laubblätter von Cordyline fruticosa
Datei:Starr-040509-0004-Cordyline fruticosa-fruit-Makawao-Maui (24075180273).jpg
Fruchtstand von Cordyline fruticosa
Datei:Cordyline fruticosa Aichiaka1SHSU.jpg
Verzweigter Blütenstand von Cordyline fruticosa
Datei:CordylineAustralis.jpg
Die aus Neuseeland stammende Cordyline australis hat in Europa besonders in den Küstengebieten von Irland und Großbritannien große Verbreitung gefunden.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es gibt ausdauernde krautige und verholzende Cordyline-Arten. Die verholzten Arten sind nur baumförmige oder strauchförmige Lebensformen und keine Bäume. Die mehr oder weniger verholzten Sprossachsen sind meist wenig verzweigt mit deutlich Blattnarben. Die wechselständigen Blätter stehen in einer Rosette zusammen.

Die Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Manchmal fehlt ein Blattstiel ansonsten ist er 10 bis 30 Zentimeter lang. Die mehr oder weniger breiten Blattspreiten besitzen weitgehend parallele Blattadern, aber mit Seitenadern, die von der Mittelrippe ausgehen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

In den Blattachseln der obersten Blättern entwickeln sich verzweigte, relativ große rispige Blütenstände. Es sind meist nur kurze Blütenstiele vorhanden.

Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblätter sind röhrig, glocken- bis fast zylinderförmig verwachsen. Die sechs Staubblätter sind mit der Blütenhülle verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen mit zwei bis vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Der schlanke Griffel endet in einer kleinen, kopfigen Narbe.

Die ledrigen Beeren enthalten einen bis einige Samen. Die Samen sind durch Phytomelanin schwarz.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Cordyline murchisoniae plant.jpg
Habitus von Cordyline murchisoniae
Datei:Cordyline stricta IMG 1446.jpg
Ausschnitt aus einem Blütenstand von Cordyline stricta
Datei:Cordyline stricta1.jpg
Habitus mit verholztem Stamm und Blütenstand von Cordyline stricta

Die Erstveröffentlichung der Gattung Cordyline erfolgte 1810 durch Philibert Commerson in Robert Brown: Prodromus Florae Novae Hollandiae, Seite 280. Dort ist die Typusart Cordyline cannifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br.<ref name="Tropicos" /> Aber es gibt auch die Literaturangabe Philibert Commerson in Antoine Laurent de Jussieu: Genera Plantarum, 1789, Seite 41.<ref name="Tropicos" /> Ein weiters Homonym für Cordyline Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Comm. ex R.Br. nom. cons. ist Cordyline Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans. das in Familles des Plantes, 2, 1763, 54, 543 veröffentlicht wurde.<ref name="Tropicos" />

Synonyme für Cordyline Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Comm. ex R.Br. sind: Taetsia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik., Carlwoodia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sweet, Charlwoodia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sweet, Euphyleia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Calodracon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Planch., Cohnia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth, Dracaenopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Planch., Ezehlsia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lour. ex B.A.Gomes, Terminalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik. nom. rej.

Die Gattung Cordyline gehört zur Unterfamilie Lomandroideae innerhalb der Familie Asparagaceae.<ref name="GRIN" /> Sie wurde früher in die Familien Agavaceae, Lomandraceae, Laxmanniaceae, Liliaceae oder Asteliaceae gestellt.<ref name="GRIN" />

Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Papuasien bis zu den Inseln im westlichen Pazifik, von Bolivien bis ins südliche Südamerika und umfasst auch die Maskarenen.<ref name="WCSP" /> Acht Arten sind in Australien beheimatet.

Zur Gattung der Keulenlilien (Cordyline) gehören je nach Autor etwa 24 Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="APNI" />

Ethnobotanische Verwendung[Bearbeiten]

Im zentralen Hochland des westlichen Neuguinea ist bei den Eipo eine Cordyline-Art eine sakrale Pflanze. Sie wird am Männerhaus gepflanzt. Bei diesem Ritus handelt es sich um eine symbolische Wiederholung des Schöpfungsvorganges.

In Polynesien wurde die heilige und glückverheißende Ti- oder Kī-Pflanze (Cordyline terminalis bzw. Cordyline fruticosa)<ref>kī (1.). In: Hawaiian Dictionaries.</ref> unweit der Tempelanlagen (marae) angepflanzt. Aus den verbrannten Pflanzenteilen stellten die Polynesier die schwarze Tätowierfarbe her. Aus dem fermentierten Rhizom von Cordyline fruticosa wird in Hawaii der ʻŌkolehao-Schnapps<ref>ʻōkolehao. In: Hawaiian Dictionaries.</ref> hergestellt.

In Neuseeland werden die stärkehaltigen Stängel und die fleischigen Rhizome sowohl von Tī Pore oder Dwarf Cabbage Tree (Cordyline pumilio) und Tī Kōuka, Cabbage Tree (Cordyline australis) von den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) gedämpft, um das Süßungsmittel Kāuru herzustellen. Die zarten Spitzen und das Blattinnere wurden roh als Gemüse verzehrt. Dabei galt der Geschmack von Tī Kōuka (Cordyline australis) dem von Tī Pore (Cordyline pumilio) überlegen. Als schmackhaftestes Süßungsmittel galt die von der aus Polynesien importierten Keulenlilien-Art Cordyline fruticosa hergestelltes Kāuru.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Tropicos"> Cordyline bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="APNI"> Datenblatt bei Australian Plant Name Index = APNI. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Keulenlilien (Cordyline) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien