Keulenlilien
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| Datei:Cordyline terminalis dsc03651.jpg
Cordyline fruticosa-Kulturform, eine der vielen Sorten, die sich auch als Zimmerpflanze eignen | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cordyline | ||||||||||||
| Comm. ex R.Br. |
Keulenlilien (Cordyline) sind eine Pflanzengattung aus Unterfamilie der Lomandroideae in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Viele Arten, die früher in dieser Gattung waren, wurden in die Gattung Dracaena gestellt. Cordyline bilden keulenförmige Speicherknollen an den Wurzeln (deutscher Name!). Einige Arten und Sorten sind Zierpflanzen. Manche Arten und besonders ihre Sorten besitzen bunte Blätter, oft rot, deshalb verwendet man sie als Zierpflanzen in frostfreien Gebieten in Parks und Gärten, aber auch als Zimmerpflanzen.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Es gibt ausdauernde krautige und verholzende Cordyline-Arten. Die verholzten Arten sind nur baumförmige oder strauchförmige Lebensformen und keine Bäume. Die mehr oder weniger verholzten Sprossachsen sind meist wenig verzweigt mit deutlich Blattnarben. Die wechselständigen Blätter stehen in einer Rosette zusammen.
Die Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Manchmal fehlt ein Blattstiel ansonsten ist er 10 bis 30 Zentimeter lang. Die mehr oder weniger breiten Blattspreiten besitzen weitgehend parallele Blattadern, aber mit Seitenadern, die von der Mittelrippe ausgehen.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
In den Blattachseln der obersten Blättern entwickeln sich verzweigte, relativ große rispige Blütenstände. Es sind meist nur kurze Blütenstiele vorhanden.
Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblätter sind röhrig, glocken- bis fast zylinderförmig verwachsen. Die sechs Staubblätter sind mit der Blütenhülle verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen mit zwei bis vielen Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Der schlanke Griffel endet in einer kleinen, kopfigen Narbe.
Die ledrigen Beeren enthalten einen bis einige Samen. Die Samen sind durch Phytomelanin schwarz.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung der Gattung Cordyline erfolgte 1810 durch Philibert Commerson in Robert Brown: Prodromus Florae Novae Hollandiae, Seite 280. Dort ist die Typusart Cordyline cannifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br.<ref name="Tropicos" /> Aber es gibt auch die Literaturangabe Philibert Commerson in Antoine Laurent de Jussieu: Genera Plantarum, 1789, Seite 41.<ref name="Tropicos" /> Ein weiters Homonym für Cordyline Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Comm. ex R.Br. nom. cons. ist Cordyline Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans. das in Familles des Plantes, 2, 1763, 54, 543 veröffentlicht wurde.<ref name="Tropicos" />
Synonyme für Cordyline Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Comm. ex R.Br. sind: Taetsia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik., Carlwoodia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sweet, Charlwoodia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sweet, Euphyleia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Calodracon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Planch., Cohnia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth, Dracaenopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Planch., Ezehlsia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lour. ex B.A.Gomes, Terminalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik. nom. rej.
Die Gattung Cordyline gehört zur Unterfamilie Lomandroideae innerhalb der Familie Asparagaceae.<ref name="GRIN" /> Sie wurde früher in die Familien Agavaceae, Lomandraceae, Laxmanniaceae, Liliaceae oder Asteliaceae gestellt.<ref name="GRIN" />
Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Papuasien bis zu den Inseln im westlichen Pazifik, von Bolivien bis ins südliche Südamerika und umfasst auch die Maskarenen.<ref name="WCSP" /> Acht Arten sind in Australien beheimatet.
Zur Gattung der Keulenlilien (Cordyline) gehören je nach Autor etwa 24 Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="APNI" />
- Cordyline angustissima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.Schum.: Sie kommt in Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(G.Forst.) Endl. (Syn.: Dracaena australis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.G.Forst.): Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline banksii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. f.: Die Heimat ist Neuseeland.
- Cordyline cannifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. (Syn.: Cordyline cannaefolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. orth. var., Cordyline terminalis var. cannaefolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baker orth. var., Cordyline terminalis var. cannifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(R.Br.) Baker): Sie kommt in Australien im nordöstlichen Queensland und im nordöstlichen Northern Territory vor.<ref name="APNI" />
- Cordyline casanovae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linden ex André: Sie kommt nur in Vanuatu vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline congesta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Sweet) Steud. (Syn.: Cordyline dracaenoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth, Cordyline spectabilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth & C.D.Bouché): Sie kommt in den australischen Bundesstaaten südöstliches Queensland und nordöstliche New South Wales vor.<ref name="APNI" />
- Cordyline forbesii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rendle: Sie kommt in Papua-Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline fruticosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) A.Chev. (Syn.: Cordyline terminalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth, Cordyline densicoma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linden & André, Cordyline guilfoylei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lem.): Sie kommt ursprünglich von Papuasien bis zu den Inseln des westlichen Pazifik vor.<ref name="WCSP" /> Die hawaiische Bezeichnung ist tī oder kī.<ref>kī. In: Hawaiian Dictionaries.</ref>
- Cordyline × gibbingsiae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Carse = Cordyline banksii × Cordyline pumilio. Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline indivisa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(G.Forst.) Steud.: Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline lateralis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lauterb.: Sie kommt in Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline ledermannii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.Krause: Sie kommt in Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline manners-suttoniae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.Muell.: Sie kommt im nordöstlichen Queensland vor.<ref name="APNI" />
- Cordyline × matthewsii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Carse = Cordyline australis × Cordyline pumilio: Sie kommt in Neuseeland vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline mauritiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Lam.) J.F.Macbr.: Sie kommt auf Mauritius und auf Réunion vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline minutiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ridl.: Sie kommt in Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline murchisoniae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F. Muell.: Sie kommt im östlichen Queensland vor.<ref name="APNI" />
- Cordyline neocaledonica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Baker) B.D.Jacks.: Sie kommt in Neukaledonien vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline obtecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Graham) Baker: Sie kommt auf der Nordinsel Neuseelands und auf der Norfolk-Insel<ref name="APNI" /> vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline petiolarlis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Domin) Pedley: Sie kommt in den östlichen australischen Bundesstaaten im nordöstlichen Teil von New South Wales und südöstlichen Teil von Queensland vor.<ref name="APNI" />
- Cordyline pumilio Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. f.: Sie kommt auf der Nordinsel Neuseelands vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline racemosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ridl.: Sie kommt in Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline rubra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Otto & A.Dietr.: Sie kommt in den australischen Bundesstaaten im südöstlichen Queensland und im nordöstlichen New South Wales vor.<ref name="APNI" />
- Cordyline schlechteri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lauterb.: Sie kommt in Neuguinea vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline sellowiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kunth: Sie kommt von Bolivien bis Brasilien, Uruguay, Paraguay und dem nördlichen Argentinien vor.<ref name="WCSP" />
- Cordyline stricta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Sims) Endl.: Sie kommt in den australischen Bundesstaaten im südöstlichen Queensland und im nordöstlichen New South Wales vor.<ref name="APNI" />
Ethnobotanische Verwendung[Bearbeiten]
Im zentralen Hochland des westlichen Neuguinea ist bei den Eipo eine Cordyline-Art eine sakrale Pflanze. Sie wird am Männerhaus gepflanzt. Bei diesem Ritus handelt es sich um eine symbolische Wiederholung des Schöpfungsvorganges.
In Polynesien wurde die heilige und glückverheißende Ti- oder Kī-Pflanze (Cordyline terminalis bzw. Cordyline fruticosa)<ref>kī (1.). In: Hawaiian Dictionaries.</ref> unweit der Tempelanlagen (marae) angepflanzt. Aus den verbrannten Pflanzenteilen stellten die Polynesier die schwarze Tätowierfarbe her. Aus dem fermentierten Rhizom von Cordyline fruticosa wird in Hawaii der ʻŌkolehao-Schnapps<ref>ʻōkolehao. In: Hawaiian Dictionaries.</ref> hergestellt.
In Neuseeland werden die stärkehaltigen Stängel und die fleischigen Rhizome sowohl von Tī Pore oder Dwarf Cabbage Tree (Cordyline pumilio) und Tī Kōuka, Cabbage Tree (Cordyline australis) von den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) gedämpft, um das Süßungsmittel Kāuru herzustellen. Die zarten Spitzen und das Blattinnere wurden roh als Gemüse verzehrt. Dabei galt der Geschmack von Tī Kōuka (Cordyline australis) dem von Tī Pore (Cordyline pumilio) überlegen. Als schmackhaftestes Süßungsmittel galt die von der aus Polynesien importierten Keulenlilien-Art Cordyline fruticosa hergestelltes Kāuru.
Quellen[Bearbeiten]
- Chen Xinqi, Nicholas J. Turland: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 24: Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000, ISBN 0-915279-83-5. Cordyline Commerson ex R. Brown., S. 204 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- Rubina Akhter, Shahina A. Ghazanfar: Cordyline bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Tropicos"> Cordyline bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="APNI"> Datenblatt bei Australian Plant Name Index = APNI. </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Cordyline bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Cordyline bei Tropicos.org. In: Vascular Plants of the Americas. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Homepage der Internationalen Cordyline Gesellschaft, mit Bildern vieler Sorten. (engl.)
- Informationen zum Anbau von Cordyline. (engl.)