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Zwergmispeln

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Zwergmispeln
Datei:Illustration Cotoneaster integerrimus0.jpg

Illustration der Gewöhnlichen Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus)

Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Spiraeoideae
Tribus: Pyreae
Untertribus: Kernobstgewächse (Pyrinae)
Gattung: Zwergmispeln
Wissenschaftlicher Name
Cotoneaster
Medik.

Die Zwergmispeln (Cotoneaster) sind eine Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Zur Gattung gehören etwa 90 Arten.

Das natürliche Verbreitungsgebiet ist die paläarktische Region (gemäßigtes Asien, Europa, Nordafrika), mit einem Schwerpunkt auf dem Himalaya und in Südwest-China.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cotoneaster dammeri (22).JPG
Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri)
Datei:Cotoneaster tomentosus sl4.jpg
Blatt und Früchte der Filz-Steinmispel (Cotoneaster tomentosus) im Herbst

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Cotoneaster-Arten wachsen als sommergrüne bis immergrüne Sträucher, selten sind es Bäume. Die Wuchsform reicht vom niederliegenden Bodendecker bis zu 15 Meter hohen Kleinbäumen. Die Zweige sind nicht bewehrt (Unterschied zu den Feuerdorn-Arten (Pyracantha)).

Die wechselständigen Laubblätter sind einfach mit einem kurzen Blattstiel. Der Blattrand ist ganz. Die Nebenblätter sind klein.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen manchmal einzeln und zu wenigen in kleinen Bündeln, aber meist in schirmtraubigen Blütenständen.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Es ist ein kleiner Blütenbecher vorhanden. Die fünf kurzen Kelchblätter sind auch noch auf den Früchten deutlich erkennbar. Die fünf Kronblätter sind weiß, cremefarben, rosa bis hellviolett oder rot. Es sind 10 bis 20, selten bis zu 22 Staubblätter vorhanden. Es sind zwei bis fünf unter- bis halbunterständige Fruchtblätter vorhanden. Die zwei bis fünf Griffel sind frei.

Die ein- bis mehrsamige, apfelförmige Frucht ist rot bis bräunlich rot, oder orange bis schwarz, die fleischigen Kelchblätter sind noch deutlich erkennbar.

Alle Pflanzenteile, aber besonders die Früchte, sind schwach giftig.

Datei:Cotoneaster acuminatus - berries (aka).jpg
Blätter und Früchte der Spitzblättrigen Zwergmispel (Cotoneaster acuminatus)
Datei:P1070065-Cotoneaster-bullatus.JPG
Runzelige Zwergmispel (Cotoneaster bullatus)
Datei:Cotoneaster dielsianus Kiev2.JPG
Diels-Zwergmispel (Cotoneaster dielsianus)
Datei:Cotoneaster divaricatus Kiev3.JPG
Sparrige Zwergmispel (Cotoneaster divaricatus)
Datei:Cotoneaster franchetii 2.jpg
Franchets Zwergmispel (Cotoneaster franchetii)
Datei:Cotoneaster frigidus berries 1.jpg
Baum-Zwergmispel (Cotoneaster frigidus)
Datei:Cotoneaster horizontalis.JPG
Fächer-Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis)
Datei:Cotoneaster microphyllus ÖBG 2012-07-08 (01).jpg
Kleinblättrige Zwergmispel (Cotoneaster microphyllus)
Datei:Starr 001221-0114 Cotoneaster pannosus.jpg
Grobflockige Zwergmispel (Cotoneaster pannosus)
Datei:Cotoneaster racemiflorus ÖBG 2012-05-20 03-4x3.jpg
Dichtblütige Zwergmispel (Cotoneaster racemiflorus)
Datei:Cotoneaster × watereri D.jpg
Weidenblättrige Zwergmispel (Cotoneaster salicifolius)
Datei:Cotoneaster tomentellus kz05.jpg
Cotoneaster soongoricus
Datei:Cotoneaster wardii kz02.jpg
Wards Zwergmispel (Cotoneaster wardii)

Systematik[Bearbeiten]

Die Zwergmispeln (Cotoneaster) sind eine Gattung aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Dort werden sie der Unterfamilie Spiraeoideae, Tribus Pyreae, Untertribus Kernobstgewächse (Pyrinae) zugeordnet.<ref name="Potter" /> Die Gattung wurde 1789 von Friedrich Casimir Medicus erstmals wissenschaftlich beschrieben.<ref name="FoC" />

In der Gattung Cotoneaster gibt es etwa 90 Arten:<ref name="POWO" />

Nutzung[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein In den gemäßigten Gebieten werden einige Arten bzw. deren Sorten als Ziergehölze gepflanzt, beispielsweise als Bodendecker. Die bodendeckenden Cotoneaster-Arten werden auch oft als Straßengrün in Städten oder auf Freiflächen zwischen Gebäuden angepflanzt (sogenannte „Architektenpetersilie“). Die Gattung Cotoneaster gehört zu den Wirtspflanzen des Feuerbrands.

Feuerbrand[Bearbeiten]

Zwergmispel-Arten sind als Kernobstgewächse (Pyrinae) stark durch Befall mit Feuerbrand gefährdet und sie zählen mit zu den Hauptwirtsgruppen.

Die Einfuhr,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Einfuhrbestimmungen der Schweiz (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ezv.admin.ch</ref> Produktion und Inverkehrbringung von Zwergmispeln ist in der Schweiz seit dem 1. Mai 2002 verboten.<ref name="ACW-Ziersorten">Pflanzenkrankheiten – Feuerbrand – Hausgarten. ACW, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. April 2009; abgerufen am 26. April 2008.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • [1]
  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 226–238.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Zwergmispeln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="deutsch"> Deutsche Namen nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 226–238. </ref> <ref name="FoC"> Zhi-Yun Zhang, Hongda Zhang, Peter K. Endress: Cotoneaster, in: </ref> <ref name="Potter"> D. Potter, T. Eriksson, R. C. Evans, S. Oh, J. E. E. Smedmark, D. R. Morgan, M. Kerr, K. R. Robertson, M. Arsenault, T. A. Dickinson, C. S. Campbell: Phylogeny and classification of Rosaceae. Plant Systematics and Evolution, Band 266, 2007, S. 5–43. doi:10.1007/s00606-007-0539-9 </ref> <ref name="Euro+Med"> Eintrag bei The Euro+Med PlantBase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Cotoneaster bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>

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