Hundszahngräser
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| Hundszahngräser | ||||||||||||
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| Datei:Starr 071224-0462 Cynodon dactylon.jpg
Hundszahngras (Cynodon dactylon) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cynodon | ||||||||||||
| Rich. |
Die Hundszahngräser (Cynodon) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Die etwa 16 Arten gedeihen in den Tropen und Subtropen,<ref name="Delta" /> mehrere Arten wurden verschleppt. In Mitteleuropa wurde das Hundszahngras (Cynodon dactylon) eingebürgert.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Hundszahngras-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie besitzen häufig lange Rhizome und lange oberirdische Ausläufer. Die Erneuerungstriebe wachsen außerhalb der untersten Blattscheiden (extravaginal) hoch. Die Halme sind kahl und besitzen viele geriefte und ebenfalls kahle Knoten.
Die wechselständig am Halm angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide und Blattspreite gegliedert. Die Blattscheiden sind bis zum Grund hin offen, liegen dem Halm eng an und tragen an der Öffnung lange Haarbüschel. Das Blatthäutchen ist ein kurzer Wimpernkranz. Die Blattspreiten sind flach, oder am Rand eingerollt. In der Knospenlage sind sie gerollt.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Der Blütenstand besteht aus drei bis sechs am Halmende fingerförmig angeordneten Ähren. Die Ährenachse ist dreikantig, wovon eine Seite mit zwei Ährchen-Reihen besetzt ist. Die Ährchen sind sehr kurz gestielt, stehen dicht gedrängt und sind einblütig. Sie sind rund 3 mm lang, seitlich zusammengedrückt und (fast) kahl. Die Ährchenachse bildet über dem Blütchen einen Fortsatz und zerfällt zur Samenreife, sodass das Blütchen ausfällt und die Hüllspelzen stehenbleiben. Die zwei Hüllspelzen sind einnervig und gekielt. Die untere ist kürzer als die obere, welche annähernd so lang wie das Ährchen ist. Die Deckspelze ist dreinervig und gleich lang wie das Ährchen. Sie ist gekielt, spitz, der Mittelnerv ist bewimpert. Die Vorspelze ist zweinervig und gleich lang wie die Deckspelze. Es gibt drei Staubblätter. Der Fruchtknoten trägt zwei endständige Griffel mit fedrigen Narben, die seitlich aus dem Blütchen ragen.
Die Karyopsen sind verkehrt-eiförmig. Der Embryo ist halb so lang wie die Frucht. Der Nabel ist punktförmig.
Systematik[Bearbeiten]
Der Name Cynodon leitet sich vom Griechischen kynodon = „Hundezahn, spitzer Eckzahn“ ab und bezieht sich auf die spitz gezähnten Spelzen.
Die Gattung Cynodon gehört zur Tribus Cynodonteae in der Unterfamilie Chloridoideae innerhalb der Familie Poaceae.<ref name="Fischer" />
Die Gattung Cynodon enthält seit 2015 etwa 16 Arten:<ref name="Grassbase" />
- Cynodon aethiopicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Clayton & Harlan, heimisch in Ostafrika.<ref name="GrassManual" />
- Cynodon ambiguus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ohwi) P.M.Peterson (Syn.: Brachyachne ambigua Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ohwi): Sie kommt in Java und Neuguinea vor. Diese Neukombination erfolgte 2015.<ref name="Peterson2015" />
- Cynodon barberi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rang. & Tadul.
- Cynodon bradleyi Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stent: Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen Free State, Gauteng, KwaZulu-Natal, North West sowie Nordkap vor.<ref name="RedListSA" />
- Cynodon coursii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Camus: Sie kommt in Madagaskar vor.
- Hundszahngras (Cynodon dactylon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Pers.):<ref name="Zander2008" /> Es ist kosmopolitisch verbreitet.
- Cynodon hirsutus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stent
- Cynodon incompletus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nees: Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen Free State, North West, Ost-, Nord- sowie Westkap vor.<ref name="RedListSA" />
- Afrikanisches Bermudagras (Cynodon nlemfuënsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vanderyst), heimisch in Ost- und Zentralafrika.<ref name="GrassManual" /> Es wurde als unbeständig eingeschleppt bei Regensburg beobachtet.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
- Cynodon parviglumis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ohwi
- Cynodon plectostachyus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(K.Schum.) Pilg., heimisch im tropischen Afrika.<ref name="GrassManual" />
- Cynodon polevansii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stent: Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen Free State, North West sowie Nordkap von Lichtenburg bis Phillipstown vor.<ref name="RedListSA" />
- Cynodon prostratus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C.A.Gardner & C.E.Hubb.) P.M.Peterson (Syn.: Brachyachne prostrata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.A.Gardner & C.E.Hubb.): Sie kommt im westlichen bis zentralen Australien vor. Diese Neukombination erfolgte 2015.<ref name="Peterson2015" />
- Cynodon radiatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roth
- Cynodon simonii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.M.Peterson (Syn.: Brachyachne ciliaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Kuntze) C.E.Hubb., Capriola ciliaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze, Cynodon ciliaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth., Microchloa ciliaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Kuntze) Domin): Sie kommt im zentralen Australien vor.<ref name="Peterson2015" />
- Cynodon transvaalensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Burtt Davy: Sie ist im südlichen Afrika verbreitet.<ref name="GrassManual" /><ref name="RedListSA" />
Belege[Bearbeiten]
- Paul M. Peterson, Konstantin Romaschenko, Yolanda Herrera-Arrieta: A molecular phylogeny and classification of the Eleusininae with a new genus, Micrachne (Poaceae: Chloridoideae: Cynodonteae). In: Taxon, Volume 64, Issue 3, 2015, S. 445–467. doi:10.12705/643.5
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Delta"> Cynodon. In: L. Watson, M. J. Dallwitz: The grass genera of the world. 1992ff. </ref> <ref name="Fischer"> </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> <ref name="Grassbase"> Cynodon: Artenliste. In: W. D. Clayton, K. T. Harman, H. Williamson: GrassBase - The Online World Grass Flora. 2006ff., abgerufen am 26. Juli 2008. </ref> <ref name="GrassManual"> Mary E. Barkworth: Cynodon. In: Grass Manual on the Web. Abgerufen am 26. Juli 2008. </ref> <ref name="RedListSA"> Artenliste zu Osteospermum in der Red List of South African Plants </ref> <ref name="Peterson2015"> Paul M. Peterson, Konstantin Romaschenko, Yolanda Herrera-Arrieta: A molecular phylogeny and classification of the Eleusininae with a new genus, Micrachne (Poaceae: Chloridoideae: Cynodonteae). In: Taxon, Volume 64, Issue 3, 2015, S. 445–467. doi:10.12705/643.5 </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Cynodon. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 280.</ref> </references>