Zum Inhalt springen

Knolliges Zypergras

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Cyperus rotundus)

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Knolliges Zypergras
Datei:Cyperus rotundus Habitus 2010-7-11 LagunadelaMata.jpg

Knolliges Zypergras (Cyperus rotundus)

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Unterfamilie: Cyperoideae
Gattung: Zypergräser (Cyperus)
Art: Knolliges Zypergras
Wissenschaftlicher Name
Cyperus rotundus
L.

Das Knollige Zypergras<ref name="GRIN" /> (Cyperus rotundus), auch Nussgras<ref name="SpiegelOnline2014-07-17" />, Orientalische Cyperwurzel oder Runde Cyperwurzel<ref name="Pritzel1882" /> sowie Rundes Zypergras<ref>Vgl. auch Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 141 („rundes Cyperngras“).</ref> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zypergräser (Cyperus) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).<ref name="GRIN" /> Es ist sehr weit verbreitet und in vielen Gebieten der Welt eine invasive Pflanze; in prähistorischer Zeit wurde es wohl vielseitig verwendet, heute wird es aber nur noch selten genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cyperus rotundus tuber01.jpg
Ausläufer mit 2 Zentimeter großer Knolle
Datei:Nutgrass Cyperus rotundus stem cross section.jpg
Querschnitt durch einen dreikantigen Halm
Datei:Starr 080604-6105 Cyperus rotundus.jpg
Laubblätter
Datei:Cyperus rotundus by kadavoor.JPG
Zusammengesetzter Blütenstand mit Hüllblättern
Datei:Cyperus rotundus inflor.jpg
Teilblütenstand mit dreizähligen Blüten

Erscheinungsbild und Blatt[Bearbeiten]

Das Knollige Zypergras wächst als ausdauernde krautige Pflanze<ref name="FoNA" /> und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 90 Zentimetern.<ref name="FoC" /> Es sind Faserwurzeln vorhanden.<ref name="USDAplantguide" /> Es werden bei einer Länge von selten 2, meist 5 bis 12 Zentimetern sowie einem Durchmesser von 1 bis 2 Millimetern schlanke Ausläufer<ref name="FoNA" /> mit Niederblättern gebildet; sie sind anfangs weiß und fleischig und werden später drahtig sowie stark dunkel-braun. Die Ausläufer wachsen im Boden nach allen Richtung, diejenigen die die Bodenoberfläche erreichen vergrößern sich zu einer mit einer Länge von 10 bis 35 Millimetern sowie einem Durchmesser von meist 3 bis 8<ref name="FoNA" />, 2 bis 25 Millimetern ellipsoiden<ref name="FoC" /> Pflanzenknollen gebildet. Diese dunkel-rötlichen bis braunen Pflanzenknollen bilden wieder Ausläufer und es entsteht eine Kette von Knollen.<ref name="USDAplantguide" /> Die meist einzelnen, selten zu zweit zusammenstehenden, aufrechten Halme sind glatt, relativ schlank und bei einer Breite von 0,7 bis 3,4 Millimetern im Querschnitt dreikantig.<ref name="FoNA" /> Der untere Bereich ist zu einer Knolle verdickt.<ref name="FoC" />

Die wechselständig und dreizeilig nur am unteren Bereich des Halmes angeordneten Laubblätter sind höchstens so lang wie der Halm und in Blattscheide sowie Blattspreite gegliedert. Die braune, häutige Blattscheide löst sich meist in Fasern auf.<ref name="FoC" /> Die einfache, bläulich-grüne, mehr oder weniger flache<ref name="FoC" /> und mehr oder weniger V-förmige<ref name="FoNA" /> Blattspreite ist bei einer Breite von 2 bis 5<ref name="FoC" /> oder bis zu 6<ref name="FoNA" /> Millimetern und einer Länge von meist 5 bis 30<ref name="FoNA" />, selten bis zu 50 Zentimetern<ref name="USDAplantguide" /> linealisch, ganzrandig sowie parallelnervig.

Blütenstand, Blüte und Frucht[Bearbeiten]

Die Blütezeit reicht in China von Mai bis November.<ref name="FoC" /> Die zwei oder drei, selten bis zu fünf<ref name="FoC" /> mehr oder weniger V-förmigen Hüllblätter sind bei einer Länge von 0,5 bis 10 Zentimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 4 Millimetern<ref name="FoNA" /> länger bis manchmal kürzer als die Blütenstände und sind waagrecht bis einen Winkel von 45° bildend. In den endständigen, einfachen oder zusammengesetzten Gesamtblütenständen stehen ausgebreitet an selten zwei, meist vier bis sechs<ref name="FoNA" /> (drei bis zehn) meist mit Längen von 2 bis zu 12 Zentimeter unterschiedlich langen Verzweigungen viele Ähren zusammen. In bei einer Länge von meist 15 bis 25 (12 bis 30) Millimetern sowie einer Breite von 20 bis 30 (12 bis 50) Millimetern<ref name="FoNA" /> verkehrt-deltaförmigen<ref name="FoC" /> oder breit-ellipsoiden<ref name="FoNA" /> Ähren sind drei bis zehn<ref name="FoC" /> (zwei bis zwölf<ref name="FoNA" />) Ährchen etwas locker angeordnet. Die schräg ausgebreiteten Ährchen sind bei einer Länge von 1 bis 3<ref name="FoC" /> (0,4 bis 4<ref name="FoNA" />) Zentimetern und einer Breite von 1,5 bis 2 Millimetern abgeflacht sowie im Umriss linealisch und enthalten 8 bis 28 Blüten.<ref name="FoC" /> Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die drei Staubblätter besitzen bei einer Länge von 1 bis 2,5 Millimetern<ref name="FoNA" /> linealische Staubbeutel.<ref name="FoC" /> Der 1,3 bis 3,5 Millimeter<ref name="FoNA" /> lange Griffel endet in drei Narben, die bei einer Länge von selten 1,8 bis, meist 2 bis 3,3 Millimetern<ref name="FoNA" /> länger als der Griffel sind.<ref name="FoC" />

Die sitzenden, bei Reife bräunlichen bis schwarzen<ref name="FoNA" /><ref name="Ecoport" /> Nussfrüchte sind dreikantig und verkehrt-eiförmig-länglich<ref name="FoC" /><ref name="Ecoport" /> oder bei einer Länge von 1,4 bis 1,7, selten bis zu 1,9 Millimetern und einer Breite von 0,8 bis 1 Millimetern ellipsoid mit stumpfem oberen Ende<ref name="FoNA" />.

Chromosomensatz und Stoffwechsel[Bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 80, 84, 96, 100, 104, 108, 110, 112, 116, 124, 132, 138, 160, etwa 200.<ref name="FoC" /><ref name="IPCN" /> Cyperus rotundus nutzt den C4-Stoffwechselweg.<ref name="Ecoport" />

Ökologie[Bearbeiten]

Die Diasporen sind die Nussfrüchte.

Der Prachtfalter Cosmopterix attenuatella miniert in den Laubblättern.<ref name="MLE5" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Das weite natürliche Verbreitungsgebiet von Cyperus rotundus reicht von Mittel- und Südeuropa über Afrika bis nach Ostasien: es umfasst Kapverden, Azoren, Madeira, Kanarische Inseln, St. Helena, Algerien, Ägypten, Libyen, Marokko, Tunesien, Westsahara, Tschad, Dschibuti, Eritrea, Äthiopien, Somalia, Sudan, Socotra, Kenia, Tansania, Uganda, Burundi, Äquatorial-Guinea, Gabun, Ruanda, Zaire, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Togo, Angola, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe, Botswana, Namibia, Eswatini, Südafrika, Madagaskar, Komoren, Mauritius, Reunion, Seychellen, Saudi-Arabien, Jemen, Afghanistan, Zypern, Sinai, Iran, Irak, Israel, Libanon, Syrien, Türkei, Armenien, Aserbaidschan, Ciscaucasien, Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan, Usbekistan, Taiwan, die chinesischen Provinzen Anhui, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hebei, Henan, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan, Zhejiang sowie Xinjiang, die japanischen Inseln Honshu, Kyushu sowie Shikoku, Korea, Sri Lanka, Indien, Pakistan, Bhutan, Nepal, Myanmar, Thailand, Vietnam, Andamanen und Nikobaren, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Österreich, Schweiz, Albanien, Bulgarien, Kroatien, Griechenland (inklusive Kreta), Italien (inklusive Sardinien, Sizilien), Rumänien, Serbien, Slowenien, Frankreich (inklusive Korsika), Portugal, Spanien (inklusive Balearen), Marshallinseln, Mikronesien, nördlichen Marianen und Wake Island.<ref name="GRIN" /><ref name="FoC" />

Cyperus rotundus ist eine Neophyt in folgenden Gebieten und wird dort von den meisten Regierungsstellen als invasive Pflanze angesehen: in den australischen Bundesstaaten New South Wales, Northern Territory, Queensland, South Australia sowie Western Australia; in den US-Bundesstaaten Missouri, Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Virginia, New Mexico, Texas, Arizona, Kalifornien sowie Hawaii; in den mexikanischen Bundesstaaten Baja Sur, Chihuahua, Nuevo Leon, San Luis Potosi, Sinaloa, Sonora, Tamaulipas, Zacatecas, Chiapas, Guerrero, Jalisco, Michoacan, Oaxaca, Tabasco, Veracruz sowie Yucatan; in Zentralamerika Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua sowie Panama; auf den karibischen Inseln Bahamas, Cayman-Inseln, Barbados, Kuba, Hispaniola, Jamaica, Puerto Rico, Anguilla, Aruba, Dominica, Guadeloupe, Martinique, Niederländische Antillen, St. Lucia, Virgin Islands, Trinidad und Tobago; in Südamerika Französisch-Guyana, Guyana, Suriname, Venezuela, Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru sowie Argentinien; auf den pazifischen Inseln Cook Islands, Gesellschaftsinseln, Tuamotu-Archipel, Fidschi, Niue sowie Tonga.<ref name="GRIN" />

In Mitteleuropa kommt die Art selten und unbeständig vor. Sie wurde beobachtet in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Kärnten, in der Steiermark und im Tessin. Sie wächst an Ufern und an feuchten Wegrändern.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4+w+ (nass aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />

Datei:Starr 060416-7708 Cyperus rotundus.jpg
Als Invasive Pflanze auf Maui

Invasive Pflanze[Bearbeiten]

Cyperus rotundus besitzt eine weite ursprüngliche Verbreitung in der Alten Welt und ist in weiten Gebieten der Neuen Welt ein Neophyt. Sie gilt in vielen Gebieten der Welt als invasive Pflanze.<ref name="GRIN" /> Oft findet man für Cyperus rotundus die Bezeichnung „world’s worst weed“, übersetzt „das schlimmste Unkraut der Welt“; nach Holms 1977 nimmt Cyperus rotundus den 1. Platz unter den „schlimmsten Unkräutern“ (World Worst Weed) ein.<ref name="FoC" /><ref name="USDAplantguide" /><ref name="PFAF" /><ref name="WorstWeeds" />

Kaum ein Wildkraut hat sich in mehr (mindestens 92) Ländern der Welt ausgebreitet. Es beeinträchtigt Felder und Plantagen weltweit von mindestens 52 Nutzpflanzenarten. Es gedeiht in allen Bodentypen. Es überlebt die höchsten Temperaturen, die in der Landwirtschaft bekannt sind. Beispielsweise in den USA gedeiht diese, dort purple nutsedge genannte Art, kultivierte Felder, Brachland, Straßenränder, Weiden und natürliche Ökosysteme. Bei privaten Gartenbesitzern und Gartenbaubetrieben, besonders in subtropischen bis tropischen Gebieten ist das schnell wachsende Cyperus rotundus sehr unbeliebt.<ref name="USDAplantguide" /> Mit den Ketten von Pflanzenknollen breitet sich Cyperus rotundus rasch aus und regeneriert sich schnell. Wenn sich Cyperus rotundus etabliert hat, ist eine Unkrautkontrolle sehr schwierig.<ref name="USDAplantguide" />

Bekämpfungsmaßnahmen[Bearbeiten]

Mechanische Bekämpfung wie Mähen oder Pflügen können Nussgras und auch die verwandte Erdmandel zurückdrängen.<ref name="Wageningen" /> Auch Solarisation kann das Knollige Zypergras wirksam zurückdrängen.<ref name="Wageningen" />

Zur biologischen Schädlingsbekämpfung von Nussgras durch Insekten werden beispielsweise Nachtfalter-Arten der Gattung Bactra (Bactra minima) eingesetzt.<ref name="Wageningen" />

Zur biologischen Schädlingsbekämpfung von Nussgras werden vor allem der Pilz Dactylaria higginsii und der Rostpilz Puccinia canaliculata <ref name="Wageningen" /> eingesetzt. In Indien wird aufgrund des hohen Infizierungsgrades der Rostpilz Puccinia romagnoliana in Maulbeerbaumplantagen zur biologischen Schädlingsbekämpfung von Nussgras erprobt.<ref name="Gupta" /> Andere mögliche Gegenspieler und Pathogene werden als unzulänglich eingeschätzt.<ref name="Wageningen" />

Chemische Bekämpfung ist relativ schwierig und erstreckt sich meist über mehrere Jahre. Es werden verschiedene Herbizide wie verschiedene Glyphosate oder Atrazin eingesetzt.<ref name="Wageningen" /> Es wurden unterschiedliche chemische Bekämpfungsmethoden untersucht.<ref name="USDAplantguide" />

Nutzungsgeschichte, Ethnobotanik und Anbau[Bearbeiten]

Das Nussgras ist kohlenhydratreich. Nach einer Untersuchung von fossilen Zähnen im Zentralsudan soll Nussgras dort bereits in der Mittelsteinzeit als Nahrungsquelle gedient haben<ref name="Buckley2014" />. Der Gebrauch von Nussgras als Gewürzpflanze in der frühgriechischen Ernährung (in der Spätbronzezeit) ist gut dokumentiert.<ref name="Chiron2003" />

Das Nussgras liefert eine, manchmal Cyperwurzel genannte, runde, rötlich-weiße Knolle. Die Knolle verbreitet zerstoßen einen würzigen Geruch. Manche Quellen beschreiben den Geschmack der Ausläuferknollen als haselnussartig. Frisch geerntet sollen sie allerdings einen starken Geschmack haben, der an Menthol erinnern soll; einen milderen Geschmack bekommen sie durch Trocknung.<ref name="PFAF" /> Die Knolle kann roh oder gegart gegessen werden, auch wenn manche Quellen sie roh als ungenießbar bezeichnen.<ref name="PFAF" /> Die getrockneten unterirdischen Pflanzenteile können auch gemahlen und wie Getreide verwendet werden.<ref name="USDAplantguide" /><ref name="PFAF" />

Auch die Samen sind essbar, wegen ihrer Kleinheit werden sie aber nur in Hungerzeiten benutzt.<ref name="USDAplantguide" /><ref name="PFAF" />

Cyperus rotundus wurde in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet.<ref name="FoC" /> Die medizinischen Wirkungen der Inhaltsstoffe wurden untersucht.<ref name="USDAplantguide" /><ref name="PFAF" /> Extrakte aus den Pflanzenknollen sollen Übelkeit und Muskelkrämpfe mildern.<ref name="USDAplantguide" /> Wichtige Inhaltsstoffe des Knolligen Zypergrases sind ätherische Öle, Alkaloide, herzwirksame Glykoside, Flavonoide, Polyphenole, Zucker, Stärke und Harz.<ref name="Hoppe1975" /> Das Knollige Zypergras wird als Diuretikum, Diaphoretikum und Carminativum verwendet.<ref name="Hoppe1975" /> Nussgras hemmt das Karies verursachende Bakterium Streptococcus mutans.<ref name="SpiegelOnline2014-07-17" /><ref name="Yu2007" /><ref name="welt.de" />

In China wurde Cyperus rotundus in der Landschaftsgestaltung verwendet. Es gibt Berichte, dass in Indien Cyperus rotundus zur Minderung von Bodenerosion verwendet wurde.<ref name="USDAplantguide" />

Cyperus rotundus ist ein schlechtes Tierfutter, da es nach einiger Zeit faserig wird, aber wenn kein besseres Futter vorhanden ist, wird es dafür verwendet.<ref name="USDAplantguide" />

In der Literatur gibt es Berichte über die Verwendung der aromatischen unterirdischen Pflanzenteile zur Gewinnung von Ätherischen Ölen<ref name="USDAplantguide" />, beispielsweise in Indien<ref name="PFAF" />. Die Hausa verwenden das Nussgras traditionell zur Parfümherstellung.<ref name="Blench" /> Getrocknete unterirdische Pflanzenteile werden zu feinem Pulver gemahlen und wie Talkumpulver verwendet.<ref name="PFAF" />

Aus den Laubblättern werden Körbe, Matten und Hüte gefertigt.<ref name="PFAF" />

Cyperus rotundus wird manchmal in tropischen Gebieten angebaut.<ref name="PFAF" /> Beim Anbau von Cyperus rotundus sollte man sonnige Standorte mit feuchten bis nassen, etwas lehmigen bis leicht sandigen Böden wählen. Es kann bei fast jedem pH-Wert angebaut werden.<ref name="PFAF" /> Nussgras ist frostempfindlich, kann aber manchen Quellen zufolge in Gegenden mit Frost gedeihen.<ref name="PFAF" />

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Cyperus rotundus erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, S. 45.<ref name="GRIN" /><ref name="FoC" /><ref name="Linné1753" /><ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton rotundus bedeutet „rund“. Ein Homonym von Cyperus rotundus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ist Cyperus rotundus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Benth. veröffentlicht in Plantas Hartwegianas imprimis Mexicanas, 1840, S. 28. Synonyme von Cyperus rotundus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Chlorocyperus rotundus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Palla, Cyperus agrestis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. ex Spreng. & Link, Cyperus hexastachyos Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rottb., Cyperus hydra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Michx., Cyperus rotundus var. quimoyensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.K.Dai, Cyperus tetrastachyos Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Desf., Cyperus tuberosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rottb., Cyperus rubicundus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vahl, Cyperus bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vahl.<ref name="Tropicos" />

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="PFAF"> Cyperus rotundus bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="IPCN"> Cyperus rotundus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Cyperus rotundus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Cyperus rotundus L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="MLE5"> </ref> <ref name="Linné1753"> Linné 1753 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Pritzel1882"> Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 125 (eingescannt). </ref> <ref name="FoC"> Lun-Kai Dai, Gordon C. Tucker, David A. Simpson: Cyperus.: Cyperus rotundus, S. 232 – textgleich online wie gedrucktes Werk, Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 23: Acoraceae through Cyperaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 20. August 2010, ISBN 978-1-930723-99-3. </ref> <ref name="FoNA"> Gordon C. Tucker, Brian G. Marcks, J. Richard Carter: Cyperus.: Cyperus rotundus, S. 169 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 23: Magnoliophyta: Commelinidae (in part): Cyperaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002, ISBN 0-19-515207-7. </ref> <ref name="USDAplantguide">USDA Plant Guide: Purple Nutsedge - Cyperus rotundus L. </ref> <ref name="Hoppe1975"> Heinz A. Hoppe: Angiospermen. In: Drogenkunde. 8. Auflage. Band 1. Walter de Gruyter, 1975, ISBN 978-3-11-083691-2, S. 384 (Cyperus rotundus L. auf Seite 384 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Gupta"> . P. Gupta, Vineet Kumar, R. K. Mishra, V. Thiagarajan, R. K. Datta: „Puccinia romagnoliana“ Marie & Sacc. – a Potential Bioherbicide Agent for Biocontrol of Purple Nutsedge (Cyperus rotundus L.) in Mulberry. In: Journal of Phytopathology. 150, 2002, S. 263–270. doi:10.1046/j.1439-0434.2002.00753.x </ref> <ref name="SpiegelOnline2014-07-17"> dpa-Meldung, übernommen u. a. von Spiegel Online, 17. Juli 2014: Essgewohnheiten der Vorfahren: Jeden Tag Nussgras. </ref> <ref name="welt.de"> Was uralter Zahnbelag über unsere Vorfahren verrät. Meldung der dpa. In: Die Welt, 17. Juli 2014. Abgerufen am 10. April 2016. </ref> <ref name="Chiron2003"> Chiron Bd. 33, 2003 (Kommission für alte Geschichte und Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts), S. 185. </ref> <ref name="Blench"> Roger Blench: An Overview of the Context of the JEWEL Project: Access Rights and Conflict Over Common Pool Resources in the Hadejia-Nguru Wetlands. (PDF-Dokument; 849 kB), S. 15. (englisch) </ref> <ref name="Buckley2014">Stephen Buckley, Donatella Usai, Tina Jakob, Anita Radini, Karen Hardy: Dental Calculus Reveals Unique Insights into Food Items, Cooking and Plant Processing in Prehistoric Central Sudan. PLoS ONE, Volume 9, Issue 7 2014, e100808. DOI: 10.1371/journal.pone.0100808 </ref> <ref name="Yu2007"> H.-H. Yu, D.-H. Lee, S.-J. Seo, Y.-O. You: Anticariogenic properties of the extract of Cyperus rotundus. In: American Journal of Chinese Medicine, Volume 35, Issue 3, 2007, S. 497–505. @1@2Vorlage:Toter Link/web.a.ebscohost.comPDF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) doi:10.1142/S0192415X07005016 </ref> <ref name="Wageningen"> M. M. Riemens, R. Y. van der Weide, W. T. Runia: Nutsedge: Biology and Control of Cyperus rotundus and Cyperus esculentus, review of a literature survey. Plant Research International B.V. Universität Wageningen, 2008. @1@2Vorlage:Toter Link/library.wur.nlVolltext-PDF. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) </ref> <ref name="Ecoport"> Ecoport-Datenblatt. </ref> <ref name="WorstWeeds">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Top 10 World’s Worst Weeds - PDF. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hannahtomlinson.weebly.com</ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Michael Koltzenburg: Cyperus. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 249. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Knolliges Zypergras (Cyperus rotundus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien