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Diebstahl

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Datei:Fortunes of a Street Waif.jpg
Illustration von 1884
Datei:Germany in XXI century. Criminal police.jpg
Illustration von 1900

Diebstahl ist eine gegen fremdes Eigentum gerichtete Straftat. Welches Verhalten sich im konkreten Einzelfall als Diebstahl darstellt, bestimmt sich nach den Tatbestandsmerkmalen der jeweiligen nationalen Strafrechtsnorm, so etwa § 242 im Strafgesetzbuch (Deutschland) zum Diebstahl nach deutschem Recht oder § 127 Strafgesetzbuch (Österreich) zum Diebstahl nach österreichischem Recht.

In den letzten drei Jahrzehnten fiel die Häufigkeit der angezeigten Diebstähle in Deutschland auf ein Drittel.<ref name="pks-zeitreihe" /> Dieser Rückgang folgt dem Trend, der in allen westlichen Ländern zu beobachten ist.<ref name=tonry-5 />

Häufige Ursachen sind Armut oder Habgier, es gibt auch eine Vielzahl anderer möglicher Gründe für Diebstahl. Manche Einzelpersonen stehlen regelmäßig ohne erkennbaren Nutzen, diese psychische Erkrankung wird Kleptomanie genannt (Prävalenz von unter 1 %<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>).

Etymologie[Bearbeiten]

Das deutsche umgangssprachliche Verb klauen für ‚stehlen‘ ist von der alten und heute noch in den Mundarten bewahrten Bedeutung ‚mit den Klauen fassen, packen, kratzen, krauen, krabbeln‘ in ahd. klāwen, klouwen (9. Jahrhundert), mhd. klöuwen frühnhd. kläuen, kleien. Aus mit den Klauen packen, fassen entwickelt sich frühestens im 19. Jahrhundert mundartlich stehlen,<ref>Vorlage:Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</ref> worauf sich auch das salopp gebrauchte Substantiv Klau für Diebstahl zurückführen lässt.<ref>klauen, in duden.de, abgerufen am 30. August 2014</ref><ref>Klau, der, duden.de, abgerufen am 30. August 2014</ref> Umgangssprachlich ist auch das Wort Entwendung gebräuchlich, insbesondere in Österreich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />deutsche-anwaltshotline.de (Memento des Vorlage:Referrer vom 6. März 2019 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot abgerufen am 2. März 2019</ref><ref>jusline.at abgerufen am 2. März 2019</ref> Die ältere Verwendung von Foppen für Stehlen als illegale Inbesitznahme eines Gegenstands, existiert noch in der Bedeutung von Betrügen oder Necken (vgl. Ficken#Etymologie) vor allem in Franken.<ref>Martin Droschke: So klärt man in Franken sein Gegenüber darüber auf, dass es gerade ordentlich verarscht wurde. Lass di ned fobbn. In: Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr. Emons Verlag, Köln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt 19. Januar und Blatt 20. Januar.</ref>

Rechtslage in einzelnen Ländern[Bearbeiten]

Datei:BRNO - Vlastimila Pecha 20191003 172724.jpg
Baumaschinen gegen Diebe sichern

Unterscheidung[Bearbeiten]

Datei:Bevor wir betteln gehn wir klaun - Graffiti am Bahnhof Celle.jpg
Graffiti an einer Mauer am Bahnhof Celle.
Text: „Bevor wir betteln gehn wir klau’n!!“

Je nach Ort und Art gibt es Unterschiede in der Ausführung sowie bei den Gegenmaßnahmen.

  • Beischlafdiebstahl: im zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr
  • Fahrraddiebstahl: Fahrräder stehen oft im öffentlichen Raum
  • Ladendiebstahl: unbezahlte Entnahme von Waren
  • Mundraub: Unterschlagung von Mitteln des täglichen Bedarfs in geringer Menge oder unbedeutendem Wert für den alsbaldigen Verzehr
  • Schwänzelpfennig: Unterschlagung einer geringfügigen Summe
  • Raub ist mit Gewaltanwendung oder -androhung verbunden
  • Taschendiebstahl: Straßenkriminalität, bei der sich der Taschendieb im unmittelbaren Einflussbereich einer anderen Person befindet
  • Trickdiebstahl: Der Geschädigte wird durch unterschiedliche Maßnahmen abgelenkt

Kriminalstatistik[Bearbeiten]

Vorlage:Chart

Das Bundeskriminalamt gibt jährlich eine Statistik über alle in Deutschland gemeldeten Straftaten heraus, die Polizeiliche Kriminalstatistik. Seit drei Jahrzehnten sind dort die Zahlen stark rückläufig. Im Jahr 1993 waren es noch 5.126 Fälle pro 100.000 Einwohner. 2021 fiel die Häufigkeit auf ein Drittel mit 1.784. Damit ist der Kriminalitätsbereich Diebstahl noch stärker rückläufig als die Kriminalität insgesamt, die nur um 27 % gefallen ist.<ref name="pks-zeitreihe">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bundeskriminalamt, abgerufen am 17. April 2022.</ref>

Das Muster eines Rückgangs der Häufigkeit von Diebstahl seit Anfang der 1990er Jahre findet sich in allen westlichen Ländern. Es ist Teil eines allgemeinen Kriminalitätsrückgangs.<ref name=tonry-5>Michael Tonry: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. S. 5, abgerufen am 6. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

beispielhaft: Deutschland insgesamt
Delikt Fälle<ref name="pks-zeitreihe" /> Änderung (2017 zu 2018)
Änderung der Zahl der Fälle
Änderung zum Vorjahr Aufklärungsquote
Diebstahl insgesamt 1.936.315 00−156.679 00−7,5 % 011,6 %
Taschendiebstahl 0104.196 000−23.180 0−18,7 % 005,7 %
Fahrraddiebstahl 0292.015 000−32.480 00−2,7 % 009,1 %
Diebstahl aus
Kraftfahrzeugen
0247.311 000−29.617 0−10,7 % 010,2 %
Wohnungseinbruchdiebstahl 0097.504 000−19.036 0−16,5 % 018,1 %
Diebstahl von Kraftwagen 0030.232 0000−3.031 00−9,1 % 011,9 %

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: Diebstahl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Diebstahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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 Wikinews: Kategorie: Diebstahl – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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