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Diepeschrath

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Diepeschrath
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Diepeschrath (Bergisch Gladbach)
Diepeschrath (Bergisch Gladbach)
Lage von Diepeschrath in Bergisch Gladbach
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Diepeschrath oder Diepeschrather Mühle ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Hand von Bergisch Gladbach.<ref name="Schulte">Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, S. 79, ISBN 3-9804448-0-5</ref>

Dort befindet sich ein Lokal mit Hotel sowie eine Reitanlage.

Geschichte[Bearbeiten]

Den alten Namen Diepeschrath (1356 Depiltzrode<ref name=":0">Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964</ref>) verzeichnet das Urkataster in der Form Debischrott. Der frühmittelalterlichen Hofgründung war eine Mahlmühle angeschlossen. Im Jahr 1356 trug sie als Lehnshof des Paffrather Fronhofs den Namen Depiltzrode.<ref Name="Schulte"/>

1454 wurde der Hof von den Erben von Haus Blech dem Kloster Dünnwald verkauft, zu dessen Pfarrsprengel der Hof bis in das 19. Jahrhundert gehörte.<ref name=":0" /> Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Mühle auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Diepelrath. Aus ihr geht hervor, dass Diepeschrath zu dieser Zeit Teil der Honschaft Paffrath war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Diepeschrath wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Depirchrath und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Debischrather Mühle verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Diepeschrath oder ohne Namen verzeichnet. Die heutige Restauration ist erstmals auf der Karte von 1936 eingezeichnet.

Die Hofstelle zählte 1858 10 Einwohner.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie kirchliche Zugehörigkeit
1830<ref name="Restorff">Vorlage:Beschreibung Rheinprovinz 1830</ref> 11 Mahlmühle Pfarrgemeinde Dünnwald
1845<ref>Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> 13 1 Ackergut mit Frucht- und Ölmühle Pfarrgemeinde Dünnwald
1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> 9 1 Einzelhaus Diebischrath gen.
1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 3 1 Wohnplatz katholische Pfarrgemeinde Paffrath
1895<ref name="Gemeindelexikon1895">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1895</ref> 5 1 Wohnplatz katholische Pfarrgemeinde Paffrath
1905<ref name="Gemeindelexikon1905">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref> 6 1 Wohnplatz katholische Pfarrgemeinde Paffrath

Ausflugsgaststätte[Bearbeiten]

Mitte der 1880er Jahre wird die Diepeschrather Mühle erstmals als Ausflugsziel genannt. Von dem Haltpunkt Dellbrück an der 1868 eingeweihten Stichstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft nach Bergisch Gladbach war die Mühle gut zu erreichen. Ganze Vereine reisten etwa aus Mülheim am Rhein per Sonderzug an und veranstalteten Feste und Wettkämpfe. Um 1910 wurde die Gaststätte aus der historischen Mühle in ein neu errichtetes Gebäude mit Saal verlegt, das umgeben wurde mit überdachten Freisitzen und einem Biergarten.<ref name="Schulte" /><ref>Diepeschrather Mühle abgerufen am 31. Juli 2015</ref>

Reiterhof[Bearbeiten]

Um 1920 brannte die historische Mühle ab und wurde wieder aufgebaut. Im Anschluss an den historischen Gutshof wurde in den 1990er Jahren eine moderne Reitanlage mit Ställen, Reithalle und Außenanlagen eingerichtet. Auch eine Gastronomie ist vorhanden. Das Unternehmen trägt den Namen „Landgut Diepeschrath“.

Umgebung[Bearbeiten]

In den 1980er Jahren entstand unweit von Gutshof und Gaststätte ein Naherholungsgebiet mit Spielplatz, Fitnessparcour, Rodelberg und Verkehrsschule. Dort befindet sich auch eine Grillhütte. Nördlich der Gaststätte wurden Fischteiche angelegt und das Forellenangeln angeboten.

Etymologie[Bearbeiten]

Das Grundwort rath (= Rodung) bezieht sich auf eine ursprüngliche Rodung. Bei dem Bestimmungswort, das sich im Laufe der Jahre mehrfach geändert hat, dürfte es sich um den Personennamen Dietbald oder den Sippennamen Dieper handeln.<ref Name="Schulte"/>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Diepeschrath | Duckterath | Heideweg | Im Grafeld | In der Krabb | Kittelburg | Schneppruthe

Ehemalige Ortsteile: Geisbock | Heide Vorlage:Klappleiste/Ende