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Karden

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Karden
Datei:Dipsacus fullonum 002.JPG

Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Karden
Wissenschaftlicher Name
Dipsacus
L.

Die Karden (Dipsacus) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Die etwa 20 Arten sind in Eurasien und Afrika weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Dipsacus pilosus illustration (01).jpg
Illustration der Behaarten Karde (Dipsacus pilosus) (1a-1e) und der Wilden Karde (Dipsacus fullonum) (2)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Karden-Arten sind kräftige, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder behaart. Die Stängel sind aufrecht, verzweigt und stachelig.

Die gegenständig angeordneten Laubblätter können in Blattstiel und Blattspreite gegliedert und am Grund häufig verwachsen sein. Die Blattspreiten sind einfach oder geteilt. Häufig sind auch die Mittelrippen an der Blattunterseite stachelig.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Auf einem langen Blütenstandsschaft steht ein kopfiger, eiförmiger bis zylindrischer, ähriger Blütenstand. Die Hüllblätter sind gleich lang wie oder länger als die Deckblätter der Blüten. Es gibt ein oder zwei Reihen von Hüllblättern. Am Köpfchenboden stehen stechende Spreublätter. Der mit dem Fruchtknoten verwachsene, rippige Außenkelch ist sehr klein und kaum gezähnt. Der kleine, becherförmige Kelch ist vierkantig, ganzrandig oder gezähnt, trägt keine Borsten. Die Krone ist ungleichmäßig vierzipfelig. Randständige Blüten sind keine Strahlenblüten. Es sind vier Staubblättern vorhanden. Der einkammerige Fruchtknoten ist unterständig. Die Narbe sitzt seitlich.

Die nussartigen, rippig-furchigen Schließfrüchte (Achänen) mit beständigem Deckblatt und oft auch dem Kelch, im Außenkelch, besitzen vier Kanten. Sie stehen in einem Fruchtverband zusammen.

Datei:川續斷 Dipsacus asper -昆明世博園 Kunming Expo Garden, China- (9229879102).jpg
Blütenkorb von Dipsacus asper

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Dipsacus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum aufgestellt.<ref name="SpPla" /><ref name="Tropicos" /> Ein Synonym für Dipsacus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ist Simenia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Szabó.<ref name="GRIN" /> Die früher als eigenständige Gattung „Schuppenkarden“ (Virga Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hill) geführten Arten werden in die Gattung Dipsacus gestellt.<ref name="Euro+Med" />

Die Gattung Dipsacus ist ursprünglich in Europa, im Mittelmeerraum, in Afrika südlich bis Kenia sowie im gemäßigten Asien südlich bis Myanmar verbreitet.

Die Gattung Dipsacus enthält etwa 20<ref name="FoC2011" /> Arten (Auswahl):

Etymologie[Bearbeiten]

Datei:Karde mit Wasser.jpg
Gesammeltes Regenwasser in den Blattachseln der Wilden Karde (Dipsacus fullonum)

Die Karden (mittelhochdeutsch auch karten) wurden früher lateinisch cardo genannt.<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 168 (zu Cardo und Virga pastoris bzw. Labrum veneris) und 235 („Virga pastoris – karten die die weber bruchen zu dem wullenduch […] – wilde carte.“)</ref> Der Gattungsname Dipsacus hat einen Bezug zu den griechischen Wörtern dipsa = Durst bzw. dipsáein = dürsten, durstig sein. Dipsakos (dipsakós) bezeichnet zudem eine Art Diabetes (Zuckerkrankheit), die so benannt wurde, weil die Patienten unter unstillbarem Durst leiden. Der Gattungsname Dipsacus nimmt wohl Bezug auf die gegenständigen Laubblätter der Wilden Karde (Dipsacus fullonum), die durch Verwachsung ihrer Ränder kleine, trichterartige Becken bilden, in denen sich Regenwasser sammelt. Diese wurden früher auch als Venus-Waschbecken bezeichnet.<ref name="Sauerhoff" />

Bilder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Yasin J. Nasir: Dipsacaceae. In: S. I. Ali, M. Qaiser: Flora of West Pakistan, Volume 94, Stewart Herbarium, 1975. Dipsacus, S. 9. Dipsacus bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Dipsacus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoP"> Yasin J. Nasir: Dipsacaceae. In: S. I. Ali, M. Qaiser: Flora of West Pakistan, Volume 94, Stewart Herbarium, 1975. Dipsacus, S. 9. Dipsacus bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="SpPla"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1. Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 97 (eingescannt). </ref> <ref name="Euro+Med"> G. Domina (2017+): Dipsacaceae. Datenblatt Dipsacus In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Sauerhoff"> Friedhelm Sauerhoff, Etymologisches Wörterbuch der Pflanzennamen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2. Auflage, 2004, ISBN 3-8047-1899-X, S. 230–232. </ref> <ref name="FoC2011"> Deyuan Hong, Liming Ma, Fred R. Barrie: Dipsacaceae. Dipsacus Linnaeus. S. 6584 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2011, ISBN 978-1-935641-04-9. </ref>

</references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Karden (Dipsacus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien