Don (Asowsches Meer)
| Don Дон | ||||||||||||
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Einzugsgebiet des Don | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Gewässerkennzahl | RU: 05010100312107000000014 | |||||||||||
| Lage | südwestliches Russland | |||||||||||
| Flusssystem | Don | |||||||||||
| Quelle | in Nowomoskowsk (Mittelrussische Platte) 54° 0′ 42″ N, 38° 16′ 41″ O {{#coordinates:54,011666666667|38,278055555556|
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| Quellhöhe | 180 m | |||||||||||
| Mündung | Asowsches Meer bei RostowKoordinaten: 47° 3′ 39″ N, 39° 17′ 15″ O
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| Mündungshöhe | 0 m | |||||||||||
| Höhenunterschied | 180 m | |||||||||||
| Sohlgefälle | 0,1 ‰ | |||||||||||
| Länge | 1870 km<ref name=gse /><ref name=gvr>Don im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)</ref> | |||||||||||
| Einzugsgebiet | 422.000 km²<ref name=gse>Artikel Don in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)</ref><ref name=gvr /> | |||||||||||
| Abfluss am Pegel in Mündungsnähe<ref name=gse /> | MQ |
935 m³/s | ||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Woronesch, Bitjug, Chopjor, Medwediza, Ilowlja, Sal, Manytsch | |||||||||||
| Rechte Nebenflüsse | Krassiwaja Metscha, Bystraja Sosna, Tichaja Sosna, Tschir, Sewerski Donez | |||||||||||
| Durchflossene Stauseen | Zimljansker Stausee | |||||||||||
| Großstädte | Rostow am Don | |||||||||||
| Mittelstädte | Liski | |||||||||||
| Schiffbarkeit | 1360 km | |||||||||||
Fluss Don in der Oblast Woronesch | ||||||||||||
Der Fluss Don in Rostow am Don | ||||||||||||
Der Don ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein 1870 km langer Zufluss des Asowschen Meeres im Südwesten des europäischen Teils von Russland.
Flusslauf[Bearbeiten]
Die Quelle des Don befindet sich etwa 200 km südlich von Moskau in der Stadt Nowomoskowsk auf der Mittelrussischen Platte. Von dort fließt der Fluss in südlicher, später in südöstlicher Richtung. Nach der Einmündung des Bitjug und Chopjor münden die Medwediza und die Ilowlja ein. Danach und nur etwa 40 km vom Wolgaknie bei Wolgograd entfernt, wo der Fluss am weitesten nach Osten vordringt, fließt das Wasser des Dons in den großen Zimljansker Stausee, um diesen in Richtung Südwesten zu durchfließen. Über den Wolga-Don-Kanal, der im Nordosten in den Stausee einmündet, hat das Flusssystem des Don hier eine schiffbare Verbindung zur Wolga, dem Kaspischen Meer, dem Weißen Meer und der Ostsee. Rund 150 km nach der Einmündung des aus der Ukraine kommenden Sewerski Donez und nur etwas unterhalb von Rostow am Don mündet der Don im Rahmen eines etwa 340 km² großen Mündungsdeltas in das Asowsche Meer.
Im Gegensatz zu seinen 1870 km Flusslänge, von der 1360 km schiffbar sind, beträgt die Luftlinienentfernung von den nördlichsten Quellen zur Mündung im Süden aufgrund der vielen Flusswindungen nur rund 700 km.
Namensherkunft und Geschichte[Bearbeiten]
Die griechische Bezeichnung für den Don war Tanaïs. Er galt zur Völkerwanderungszeit, im Mittelalter und noch im 17. Jahrhundert als östliche Grenze Europas,<ref name="Jacques Le Goff">Jacques Le Goff: Die Geburt Europas im Mittelalter. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2007, S. 23.</ref> z. B. Jordanes, Snorri Sturluson, so dass in Europa „Weißrussland und die heutige Ukraine eingeschlossen waren, Russland jedoch kaum. Jedenfalls gab es kein mittelalterliches Europa, das vom Atlantik bis zum Ural reichte“.<ref name="Jacques Le Goff" /> Während der Großen Umgestaltung der Natur wurden große Wassermengen aus dem Don für die Bewässerung landwirtschaftlicher Zwecke verwendet. In der Folge begann das Asowsche Meer zunehmend zu versalzen und die Fischfangerträge brachen ein.<ref>Douglas Lind: The Crane, the Swamp, and the Melancholy: Nature and Nihilism in Soviet Environmental Literature and Law. In: Notre Dame Journal of Law, Ethics & Public Policy. Band 23, Nr. 2, 2009, S. 421.</ref>
Der heutige Name Don ist, wie auch die Flussnamen Dnepr, Dnister und Sewerski Donez, vermutlich iranischen Ursprungs. Diese Namen könnten demnach von iranischsprachigen Skythen oder Sarmaten Osteuropas stammen und letztlich auf altiranisch *dānu ‚Wasserlauf‘ zurückgehen (vgl. ossetisch don ‚Wasser‘, ‚Fluss‘, altpersisch danuvatiy ‚fließt‘. Von derselben indogermanischen Wurzel ist letztlich auch der Name der Donau abzuleiten, der selbst keltischer Herkunft ist.).
Eine genaue sprachliche Zuordnung ist aufgrund der engen Verwandtschaft des Skythischen und Sarmatischen kaum möglich – beide gehören zur Gruppe der nordost-iranischen Sprachen –; die beiden Volksstämme dominierten nacheinander die Steppen nördlich des Schwarzen Meers.
Nebenflüsse[Bearbeiten]
Die größten Nebenflüsse des Don sind, flussabwärts betrachtet:
- Bystraja Sosna
- Woronesch
- Bitjug
- Chopjor (979 km)
- Medwediza
- Ilowlja
- Tschir
- Sewerski Donez (1053 km)
- Aidar (264 km)
- Sal
- Manytsch
Stausee[Bearbeiten]
Der mit Abstand größte Stausee des Dons ist der Zimljansker Stausee (2700 km², 23,9 km³).
Städte am Don[Bearbeiten]
Die größte Stadt am Don ist Rostow am Don, bekannt sind auch Nowomoskowsk (im Quellgebiet) und Woronesch (östlich von Charkiw).
Verschmutzung[Bearbeiten]
In den teils schon vor dem Russisch-Ukrainischen Krieg heruntergewirtschafteten Kohlebergwerken im Donezbecken wurden während der Dauer des Krieges kaum mehr die selbst für aufgelassene Bergwerke erforderlichen Wasserbewirtschaftungen aufrechterhalten. Neben der Gefährdung des dortigen Trinkwassers bedeutete dies auch eine Verschmutzung des Don durch das Wasser des Siwerskyj Donez.<ref>"Es wird keine Menschen geben, eine Steppe wird übrig bleiben.", Spektrum, 19. Oktober 2019</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Flusssystem Don (Asowsches Meer)
- Wikipedia:Qualitätssicherung Geographie:Nachweise fehlen
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Fluss in Europa
- Fluss in der Oblast Tula
- Fluss in der Oblast Rostow
- Fluss in der Oblast Lipezk
- Fluss in der Oblast Rjasan
- Fluss in der Oblast Wolgograd
- Fluss in der Oblast Woronesch
- Don (Asowsches Meer)
