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Electronic Banking Internet Communication Standard

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(Weitergeleitet von EBICS)

Der Electronic Banking Internet Communication Standard (kurz: EBICS) bezeichnet einen europäischen multibankfähigen Standard für die Übertragung von Zahlungsverkehrsdaten über das Internet. EBICS kommt insbesondere in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz zum Einsatz. EBICS löste in Deutschland nach einer Übergangszeit den vorherigen Standard BCS-FTAM ab, für den es kein Internetprotokoll gab. In Österreich wurde der MBS/IP Standard ebenfalls durch EBICS abgelöst.

Historie und zukünftige Entwicklung[Bearbeiten]

Der EBIC-Standard wurde vom Zentralen Kreditausschuss (ZKA; heute Die Deutsche Kreditwirtschaft) entwickelt und zum 1. Januar 2006 in das DFÜ-Abkommen aufgenommen. Seit dem 1. Januar 2008 besteht eine Verpflichtung für Kreditinstitute zur Unterstützung von EBICS. Zum 31. Dezember 2010 endete für die Banken die Verpflichtung, BCS-FTAM weiter zu unterstützen.

In Voraussicht einer möglichen Entwicklung zu einem europaweiten Standard wurde mit dem führenden „E“ des Akronyms die Möglichkeit geschaffen, die Bezeichnung in „European Banking Internet Communication Standard“ zu ändern. Die französischen Banken, vertreten durch das Comité Français d’Organisation et de Normalisation Bancaire (CFONB) haben mit dem ZKA bereits ein grenzüberschreitendes Kooperationsabkommen zur gemeinsamen Nutzung von EBICS geschlossen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Die Deutsche Kreditwirtschaft, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Im Rahmen der Schaffung des Europäischen Zahlungsraumes (SEPA) im Jahr 2014 hat EBICS eine entscheidende Rolle gespielt. Die Deutsche Bundesbank unterstützt EBICS für die Einreichung von SEPA-Zahlungsverkehrsaufträgen seit dem 28. Januar 2008.

EBICS 3.0 erlangte mit 27. November 2018 Gültigkeit und wurde mit 22. November 2021 in Deutschland verpflichtend. Seit 30. Dezember 2022 ist die Version 3.0.2 gültig.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Technische Details des Protokolls[Bearbeiten]

Alle Daten sind in einen XML-Container eingebettet und werden über HTTP mit einer TLS-Verschlüsselung versandt, um die sichere Übertragung zu garantieren. Die Daten werden Block für Block übertragen und jeder Block mit einer elektronischen Signatur gesichert. Bei Übertragungsfehlern ermöglicht eine Wiederherstellungsfunktion die Wiederaufnahme des Transfers ab dem letzten erfolgreich übertragenen Block. Mit Blick auf PKI-gestützte Modelle wird der optionale Einsatz von X.509-Zertifikaten für den Austausch der aktuellen RSA-Schlüssel zwischen Kunde und Kreditinstitut unterstützt.

Berechtigungskonzepte[Bearbeiten]

In der EBICS-Kommunikation können im Gegensatz zur Kommunikation über FTAM (via Telefon/ISDN-Leitung) verschiedenste Berechtigungsmöglichkeiten abgebildet werden:

Elektronische Einzelunterschrift
Dieses Berechtigungskonzept sieht vor, dass erfassende User nicht dem empfangenden EBICS-System bekannt gemacht werden. Im Falle einer Zahlungsverkehrsapplikation, in der Dateien erfasst werden können, wird beispielsweise meist die Variante vertreten, dass nur ein technischer Teilnehmer mit einer sogenannten E-Unterschrift (Einzelunterschrift) die Übertragung initiiert und mit seiner elektronischen Signatur versieht. Das empfangende System kontrolliert die Empfangsberechtigung und führt die Zahlung aus.
Geteilte Elektronische Unterschrift
Dieses Berechtigungskonzept sieht vor, dass erfassende User dem empfangenden EBICS-System bekannt gemacht werden. Es werden im Normalfall die Varianten A-Unterschrift, B-Unterschrift und T-Unterschrift (Transport-Unterschrift) genutzt. Z. B. eine Erfassungskraft, die im Außenverhältnis keine Unterschriftsberechtigung besitzt, wird im Empfangssystem mit einer Transportunterschrift versehen. Die Prokuristen und ähnlich unterschriftsberechtigte Personen des Unternehmens treten mit ihrer jeweiligen A- oder B-Unterschrift auf. Die zum Empfangssystem geleitete Datei enthält dann neben der Zahlungsverkehrsdatei auch die A- und B-Unterschriften.
Verteilte Elektronische Unterschrift
Dieses Berechtigungskonzept ist eine Anlehnung zu Punkt 2. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die Unterschriften nicht in einem Transportauftrag versendet werden, sondern dass die Datei nur mit einer T-Unterschrift versandt wird und erst im Nachhinein mit einem anderen Transportauftrag unterschrieben wird. Der Vorteil kann darin bestehen, dass einige Unternehmen Zahlungsverkehrsprovider zur Erstellung der Daten benutzen, aber das Bestätigen der Daten lieber in ihren Händen behalten möchten.

Varianten des EBICS-Systems[Bearbeiten]

Innerhalb des EBICS-Systems wird zwischen zwei Varianten unterschieden:

  1. Das von vielen benutzte Kunde-Bank-System. In diesem Fall kann auf jedem internetfähigen PC die benötigte Software aufgespielt werden. Der Kunde kann Zahlungen oder andere Dateien an seine Bank senden und Protokolle und Auslieferungsdateien wie Elektronische Kontoauszüge (MT940/STA) etc. herunterladen.
  2. Eine neue Variante ist das Bank-Bank-System. Diese wird neben der SWIFT-Kommunikation von Banken eingesetzt, um sich gegenseitig Zahlungen und andere im Zahlungsverkehr benötigte Dateien zuzusenden. In diesem Fall wird die Software auf einen internetfähigen Server aufgespielt. Die Dateien werden in diesem Fall von beiden Seiten zum Partnersystem gesendet. Einzig und allein die EBICS-Protokolle werden heruntergeladen.

Implementierung[Bearbeiten]

Für die Implementierung von EBICS fähigen Anwendungen stehen einerseits Bibliotheken in unterschiedlichen Programmiersprachen zur Verfügung (z. B. EBICS Java Client,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> EBICS Schnittstelle<ref>https://www.alphasys.ch/de/ebics.html</ref> oder EBICS Client für Java,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> FinTech package for Python,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> PHP EBICS Client,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Epics für Ruby,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> und Subsembly EBICS API für .NET).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Subsembly GmbH; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Andererseits gibt es Plattformen, die man als fertige Komponenten in die Architektur der eigenen Software einbauen kann (z. B. TRAVIC,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. PPI AG; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> ebics box,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Railslove GmbH; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> MultiCash Communication Platform,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Omikron Systemhaus GmbH & Co. KG; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> und Subsembly<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>).

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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