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Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage

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Datei:Ecmwf.png
ECMWF-Gebäude in Reading
Datei:European forecasting.svg
  • Mitglieder
  • Zusammenarbeit
  • Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ECMWF) ist ein unabhängiges internationales Forschungsinstitut und ein Wetterdienst für globale numerische Wettervorhersagen und Klimatologie.<ref name=":0">Who we are. 28. November 2013, abgerufen am 2. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Übersicht[Bearbeiten]

    Das EZMW wurde 1975 im Rahmen der Europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie (COST) gegründet.<ref>History. 30. Dezember 2013, abgerufen am 2. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die 23 Mitgliedstaaten bilden zusammen das Leitungsorgan, den Rat des EZMW: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, Türkei und Vereinigtes Königreich.<ref name=":1">Member States. 27. Dezember 2013, abgerufen am 17. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Zudem unterhält das EZMW Kooperationsabkommen mit Bulgarien, Georgien, Israel, Lettland, Litauen, Marokko, Montenegro, Nordmazedonien, Rumänien, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn.<ref name=":1" />

    Datei:ECMWF Bonn Robert-Schuman-Platz.jpg
    ECMWF-Gebäude in Bonn

    Der Hauptsitz lag in Reading.<ref name=":0" /> Infolge des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs wurde bis zum Sommer 2021 ein neuer Standort in Bonn aufgebaut.<ref>Reading, Bologna, and now Bonn. 27. Januar 2021, abgerufen am 2. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vom neuen Standort sollen die Aufgaben ausgeführt werden, die das EZMW im Rahmen des EU-Erdbeobachtungsprogramms „Copernicus“ übernimmt.<ref>BMVI - Bonn neuer Standort für europäische Wetterbehörde. Abgerufen am 2. Februar 2021.</ref>

    Ziele[Bearbeiten]

    Die wichtigsten Ziele des Zentrums sind (Art. 2 des Übereinkommens):

    • die Entwicklung dynamischer Modelle der Atmosphäre zur Erarbeitung mittelfristiger Wettervorhersagen mit Hilfe numerischer Methoden
    • die regelmäßige Erstellung der für die Erarbeitung mittelfristiger Wettervorhersagen notwendigen Daten
    • wissenschaftliche und technische Forschung zur Verbesserung der Qualität dieser Vorhersagen
    • die Sammlung und Archivierung zweckdienlicher meteorologischer Daten

    Zur wichtigsten Aufgabe gehört die Berechnung von zwei Mal täglichen mittelfristigen globalen Wettervorhersagen auf Basis physikalischer Modelle. Die deterministischen Prognosen des IFS-Modells (Integrated Forcasting System, math. Modell und Software des EZMW) werden für 10 Tage im Voraus berechnet.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.IFS Documentation (Memento vom 31. Mai 2012 im Internet Archive)</ref> Die Modellauflösung liegt zurzeit bei ca. 9 km.<ref>New forecast model cycle brings highest-ever resolution. ECMWF, 10. März 2016, abgerufen am 6. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Darüber hinaus hat das Zentrum als eine der ersten Organisationen im Jahr 1992 Ensembleberechnungen eingeführt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ensemble Prediction System (Memento vom 21. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref> Durch die mehrfache Berechnung des Vorhersagemodells mit leicht veränderten Anfangsbedingungen können so Aussagen über die Eintreff-Wahrscheinlichkeit getroffen werden. Das atmosphärische Ensemblemodell des ECMWF rechnet zurzeit bis 15 Tage im Voraus.

    Weitere wichtige Rechenmodelle des Zentrums sind das ECMWF Monthly Forecasting system,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The ECMWF Monthly Forecasting System: Documentation (Memento vom 24. Oktober 2008 im Internet Archive)</ref> das EUROSIP multi-model seasonal forecasting system<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The EUROSIP multi-model seasonal forecasting system (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today).</ref> und die globalen atmosphärischen Reanalysen (wie z. B. ERA-Interim global atmospheric reanalysis<ref>ERA-Interim Projekt</ref><ref>Dee et al.: The ERA-Interim reanalysis: configuration and performance of the data assimilation system. In: Quarterly Journal of the Royal Meteorological Society Part A. Band 137, Nr. 656, S. 553–597, April 2011, doi:10.1002/qj.828.</ref> oder ERA5<ref>Hersbach, H., Bell, B., Berrisford, P., Hirahara, S., Horányi, A., Muñoz-Sabater, J., Nicolas, J., Peubey, C., Radu, R., Schepers, D., Simmons, A., Soci, C., Abdalla, S., Abellan, X., Balsamo, G., Bechtold, P., Biavati, G., Bidlot, J., Bonavita, M., De Chiara, G., Dahlgren, P., Dee, D., Diamantakis, M., Dragani, R., Flemming, J., Forbes, R., Fuentes, M., Geer, A., Haimberger, L., Healy, S., Hogan, R. J., Hólm, E. A., Janisková, M., Keeley, S., Laloyaux, P., Lopez, P., Radnoti, G., Rosnay, P. D., Rozum, I., Vamborg, F., Villaume, S., Thépaut, J.-N.: The ERA5 global reanalysis. Q J R Meteorol Soc, doi:10.1002/qj.3803, 2020.</ref>), sowie die beiden ozeanographischen Produkte System 3 Ocean Analysis,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ocean Analysis Documentation (Memento vom 7. Januar 2013 im Internet Archive)</ref> das auch für die saisonelle Vorhersage verwendet wird,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Seasonal Forecast User Guide (System 3) (Memento vom 29. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)</ref> und WAM (Wave Model)<ref>Ocean waves at ECMWF. (PDF; 1 MB) ECMWF, abgerufen am 14. Juni 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> für die Dünungs-Simulation.

    Generaldirektoren[Bearbeiten]

    Supercomputer[Bearbeiten]

    Die Fortschritte bei der numerischen Wettervorhersage sind eng mit dem Fortschritt beim Supercomputer verbunden. Im Laufe der Jahre hat die größere Rechenleistung es ermöglicht, bessere Wetterprognosen zu erstellen.

    Seit Mitte 2016 läuft in der Phase 1 eine Cray XC30, die eine Rechenleistung von 3.593 TeraFLOPS hat. Sie besteht aus 7.010 Intel-Prozessoren des Typs E5-2697v2 „Ivy Bridge“ (12 Kerne, 2,7 GHz) und wird nachgerüstet mit 3610 Intel Xeon EP E5-2695 V4 „Broadwell“ (18 Kerne, 2,1 GHz) und erreicht dann 8.499 TeraFLOPS.<ref>Supercomputer. ECMWF, 2013, abgerufen am 14. Juni 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die ECMWF-Modelle liefen davor seit 2006 auf einem dualen IBM-Cluster (155 p5-575+) mit etwa 5.000 Skalar-CPUs bei 38 TFLOPS, der im Rechenzentrum Shinfield Park in Reading läuft.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ECMWF Supercomputer History (Memento vom 16. April 2009 im Internet Archive)</ref> Davor war eine Cray 1A, dann eine Fujitsu VPP 700, eine VPP 5000 und seit 2002 zwei IBM Cluster 1600 in Betrieb.

    Das Datenzentrum (Supercomputer Facility) von ECMWF befindet sich (Stand Juni 2026) in Bologna (Italien) mit einer Atos Sequana XH2000 System-Konfiguration.<ref>Supercomputer facility. ECMWF, abgerufen am 23. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Bekannte Forschungsergebnisse[Bearbeiten]

    Durch Auswertung von Daten des Zentrums entdeckten Yong Zhu und Reginald E. Newell vom Massachusetts Institute of Technology 1998 die atmosphärischen Flüsse, die für den Transport von ca. 90 Prozent der Feuchtigkeit aus den Äquatorialregionen in die mittleren Breiten verantwortlich sind.<ref name="ZhuNewell1998" /> Diese Entdeckung ist auch die Grundlage für das Arkstorm-Szenario der United States Geological Survey.<ref name="USGS20101312" />

    Literatur[Bearbeiten]

    • Austin Woods: Medium-Range Weather Prediction: The European Approach. The Story of the European Centre for Medium-Range Weather Forecasts. Springer, New York 2006, ISBN 0-387-26928-2.

    Weblinks[Bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten]

    <references> <ref name="USGS20101312"> Zusammenfassung des ArkStorm-Szenarios des U.S. Geological Survey aus: Keith Porter, Anne Wein, Charles Alpers, Allan Baez, Patrick Barnard, James Carter, Alessandra Corsi, James Costner, Dale Cox, Tapash Das, Michael Dettinger, James Done, Charles Eadie, Marcia Eymann, Justin Ferris, Prasad Gunturi, Mimi Hughes, Robert Jarrett, Laurie Johnson, Hanh Dam Le-Griffin, David Mitchell, Suzette Morman, Paul Neiman, Anna Olsen, Suzanne Perry, Geoffrey Plumlee, Martin Ralph, David Reynolds, Adam Rose, Kathleen Schaefer, Julie Serakos, William Siembieda, Jonathan Stock, David Strong, Ian Sue Wing, Alex Tang, Pete Thomas, Ken Topping, unter der Leitung von Chris Wills und Lucile Jones; Projektmanager Dale Cox (201) Overview of the ARkStorm scenario: U.S. Geological Survey Open-File Report 2010-1312, 183 Seiten zuzüglich Anhängen </ref> <ref name="ZhuNewell1998"> Yong Zhu, Reginald E. Newell: A Proposed Algorithm for Moisture Fluxes from Atmospheric Rivers. In: Monthly Weather Review. Band 126, März 1998, S. 725–735, doi:10.1175/1520-0493(1998)126<0725:APAFMF>2.0.CO;2 (freier Volltext). </ref> </references>

    Koordinaten: 51° 25′ 10,4″ N, 0° 57′ 2,8″ W

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