al-Ubayyid
| الأبيض El Obeid al-Ubayyid | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Koordinaten | 13° 11′ N, 30° 13′ O
{{#coordinates:13,19|30,22|primary
|
dim=20000 | globe= | name=al-Ubayyid | region=SD-KN | type=city
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| Basisdaten | ||||||
| Staat | Sudan | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Schamal Kurdufan | |||||
| Distrikt | Scheikān | |||||
| ISO 3166-2 | SD-KN | |||||
| Höhe | 570 m | |||||
| Einwohner | 418.280 (Berechnung 2013<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 12. April 2013 im Webarchiv archive.today)</ref>) | |||||
Zentraler Markt
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Al-Ubayyid (arabisch الأبيض, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ), Alternativschreibung El Obeid, seltener El-Obeid, El Obied; ist die Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Schamal Kurdufan und ein bedeutender Handelsplatz besonders für Gummi arabicum.
Lage und Verkehr[Bearbeiten]
Die Stadt liegt auf rund 570 Metern Höhe im Süden des Sudan, rund 370 km südwestlich von Khartum und nördlich der Nuba-Berge. Eine gute Asphaltstraße verbindet die Stadt mit Khartoum und endet etwa 100 Kilometer weiter westlich, wo nach Darfur nur Erdstraßen weiterführen, ebenso wie in die südlich gelegenen Nuba-Berge.
Am 27. Februar 1912 wurde die Eisenbahnstrecke von Khartum nach al-Ubayyid eröffnet. Seit dem Ausbruch des Darfur-Konflikts ist die Eisenbahnverbindung von Khartum über Kusti nach Nyala und damit auch der Abzweig von dieser Strecke nach al-Ubayyid nahezu eingestellt. Der Flughafen al-Ubayyid liegt 4 Kilometer außerhalb des Zentrums.
Bevölkerung[Bearbeiten]
Stand Juli 2026 leben schätzungsweise 563.000 Menschen sowie 105.000 Binnenvertriebene in al-Ubayyid. Im Umkreis von 30 Kilometern leben rund 700.000 weitere Menschen.<ref name="sudantribune2026-07-03">Red Cross steps up aid in Sudan’s El Obeid as RSF assault looms. Sudan Tribune, 3. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
| Jahr | Einwohner<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 29. Dezember 2011 im Internet Archive); abgerufen am 29. Januar 2024.</ref> |
|---|---|
| 1956 (k. A.) | 47.700 |
| 1973 (Zensus) | 90.060 |
| 1983 (Zensus) | 141.528 |
| 1993 (Zensus) | 229.425 |
| 2010 (Berechnung) | 398.993 |
| 2012 (Berechnung) | 408.357 |
| 2013 (Berechnung) | 418.280 |
Geschichte[Bearbeiten]
Al-Ubayyid gehörte seit 1821 zum Reich des Muhammad Ali Pascha von Ägypten und wuchs in der Folge zur zweitgrößten Stadt des Sudan. Im Januar 1883 wurde sie nach einer viermonatigen Belagerung von den Mahdisten erobert, wobei schwere Zerstörungen angerichtet wurden. Daraufhin entsandte der ägyptische Khedive eine Expeditionsarmee, um die Stadt zurückzuerobern und die Mahdiyya (Bewegung des Mahdi) zu vernichten. Das Unternehmen endete in einem Desaster. Die aus rund 10.000 Mann bestehende Truppe, die vom langen Marsch entkräftet und demoralisiert war, wurde von der Armee des Mahdi in der Schlacht von Scheikan vernichtend geschlagen. Erst nach der Niederlage des Mahdi-Reiches wurde die Stadt 1898 wieder aufgebaut.
Im Februar 2000 stürzte ein Hubschrauber bei einer Zwischenlandung in der Stadt ab, unter dessen Passagieren sich Leni Riefenstahl befand. Diese war auf einer weiteren Erkundungsreise zu den Nuba in den Nuba-Bergen und überlebte den Absturz mit einigen Rippenbrüchen.
- Krieg ab 2023
Vorlage:Hinweisbaustein In Folge des 2023 ausgebrochenen Krieges im Sudan und der daraus resultierenden Flüchtlingskrise entstanden auch in al-Ubayyid Lager für Binnenvertriebene. Eines der beiden größten Lager ist das im Nordosten der Stadt gelegene Al Mina Al Bari IDP camp mit Stand Mai 2026 rund 30.000 Binnenvertriebenen.<ref>Alminaa Albari IDPs Site Fact Sheet. (PDF; 375 KB) In: ReliefWeb. Global Camp Coordination and Camp Management Cluster, 24. Juni 2026, abgerufen am 25. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Insgesamt leben in und um die Stadt etwa 105.000 Binnenvertriebene (Stand Juli 2026).<ref name="sudantribune2026-07-03" />
Im Mai 2025 wurde ein Krankenhaus von einem vermuteten Drohnenangriff der Rapid Support Forces (RSF) getroffen, wobei sechs Menschen starben und mindestens zwölf verletzt wurden. Zudem wurde das Krankenhaus durch den Angriff außer Betrieb gesetzt.<ref>Sudan: Several killed in RSF strike on hospital. In: dw.com. 30. Mai 2025, abgerufen am 28. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Stand Juni 2026 war die unter Kontrolle der Sudanesischen Streitkräfte (SAF) stehende Stadt, die eine SAF-Infanteriedivision beherbergt,<ref name="guardian2026-07-04">Carlos Mureithi: ‘The situation is terrible’: aid workers on life in Sudanese city pummelled by drone strikes. The Guardian, 4. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> monatelang von RSF-Milizen zum Teil eingekreist, was zu belagerungsähnlichen Zuständen führte, mit Engpässen in der Treibstoff-, Wasser- und Nahrungsversorgung. Zudem kam es seit Wochen zu Drohnenangriffen, die auch Zivilisten töteten.<ref name="faz">Europäische Staaten fordern sofortiges Ende der Gewalt. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Juni 2026, abgerufen am 27. Juni 2026.</ref> So dokumentierte der UNHCHR zwischen dem 6. und 28. Juni 15 Drohnenangriffe auf die Stadt und ihre Umgebung, die mindestens 45 Menschen töteten und 41 weitere verletzten.<ref name="unhcr2026-07-03">Daniel Johnson: Sudan’s people subject to ‘relentless’ drone strikes in El Obeid. In: news.un.org. 3. Juli 2026, abgerufen am 3. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="guardian2026-07-04" /> Aufgrund von Befürchtungen, dass sich ein Massaker wie in al-Fāschir wiederholen könnte, verabschiedete der UN-Sicherheitsrat am 20. Juni eine Erklärung, in der die Mitglieder ihre Besorgnis über die „unmittelbare Gefahr von Massenverbrechen“ zum Ausdruck brachten und von den RSF forderten, ihren Angriff auf al-Ubayyid unverzüglich einzustellen.<ref>UN warns of an 'imminent risk of mass atrocities' in Sudan's Kordofan. Radio France Internationale, 22. Juni 2026, abgerufen am 27. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Security Council Press Statement on Sudan. SC/16392. In: press.un.org. Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, 20. Juni 2026, abgerufen am 27. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch sieben europäische Länder forderten die RSF am 23. Juni in einer gemeinsamen Erklärung auf, ihren Angriff auf die Stadt sofort zu beenden. Es gäbe mittlerweile „glaubwürdige Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Offensive“.<ref name="faz" /><ref>Seven European countries urge ‘immediate halt’ to Sudan violence. Radio France Internationale, 24. Juni 2026, abgerufen am 27. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut dem UNHCR wären die Menschen entlang der Routen durch Kurdufan einem dokumentierten Muster von Hinrichtungen, Entführungen, Folter und Misshandlungen, sexueller Gewalt und Raub ausgesetzt. Zudem könnten sich viele Menschen in al-Ubayyid die Flucht aus der Stadt wegen der hohen Transportkosten nicht leisten.<ref name="unhcr2026-07-03" /> Angriffe auf Tankstellen hatten die Preise in die Höhe getrieben.<ref name="guardian2026-07-04" />
Religion[Bearbeiten]
Die Stadt ist Sitz einer Kathedrale der römisch-katholischen Kirche im Sudan. Am 10. Mai 1960 wurde in al-Ubayyid das Apostolische Vikariat al-Ubayyid aus Gebietsabtretungen des Apostolischen Vikariats Khartum gegründet. Am 12. Dezember 1974 wurde es zum Bistum al-Ubayyid erhoben und dem Erzbistum Khartum als Suffraganbistum unterstellt.<ref>Eintrag zu El Obeid auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)</ref>
Wirtschaft[Bearbeiten]
Al-Ubayyid ist wichtiges Handelszentrum für den zentralen Sudan und als Verbindung für den Handel zwischen dem westlichen und östlichen Sudan.<ref name="unicef" /> Gehandelt werden insbesondere landwirtschaftliche Produkte und auf den Weltmarkt exportiert in erster Linie Gummi arabicum, daneben Sesam und Erdnüsse.
In al-Ubayyid befindet sich zudem eine Erdölraffinerie, die bei voller Betriebsauslastung 15.000 bpd (Barrel pro Tag) zu vorwiegend Heizöl verarbeitet.<ref>Timothy Liptrot: Keeping the Oil Flowing: Sudan’s Oil Sector During the 2023–24 War. (PDF; 250 KB) Small Arms Survey, Mai 2024, abgerufen am 4. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut Radio Dabanga wurde das Büro der Raffinerie im Juni 2023 von RSF-Milizen geplündert.<ref>South Kordofan reports of raids, rapes, and robberies. In: dabangasudan.org. Radio Dabanga, 20. Juni 2023, abgerufen am 4. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Ismail al-Wali (1793–1863), Sufi-Scheich und Gründer des Ordens der Ismailiyya
- Ibrahim Al-Kuwarti (1936–2009), Fußballspieler
- Yassir Eric (* 1972), evangelischer Theologe
- Muna Jabir Adam (* 1987), Leichtathletin
- Amina Bakhit (* 1990), Mittelstreckenläuferin
Klima[Bearbeiten]
Die Regenzeit in Schamal Kurdufan dauert von Juni bis September. Der Gesamtniederschlag kann von Jahr zu Jahr stark variieren.<ref name="unicef">Situation in North Kordofan. (PDF; 633 KB) UNICEF, abgerufen am 28. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
| al-Ubayyid | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />