Littera elongata
Mit Littera elongata (lat. für „verlängerter Buchstabe“) wird ein einzelner Buchstabe jener Urkundenschrift bezeichnet, die in der Diplomatik unter der Bezeichnung Litterae elongatae („verlängerte Schrift“)<ref name=Goetze1967>Jochen Götze: Die Litterae Elongatae, vr-elibrary.de</ref>, bzw. scriptura elongata<ref>Seite 10, in: Die Urkunden und Briefe der Mathilde von Tuszien, dmgh.de</ref> oder auch Gitterschrift bekannt ist. Obwohl sie bereits im Frühmittelalter in Herrscherurkunden der Merowingerzeit nachweisbar ist, kommt es in der Karolingerzeit zu einer erneuten Ausbildung der Elongata<ref name=Goetze1967/> als lang gezogene Variante der diplomatischen Minuskelschrift. Sie ist als Auszeichnungsschrift in mittelalterlichen Urkunden am Anfang in der Intitulationszeile und am Ende in der Signum- und Rekognitionszeile anzutreffen.
Beispiele[Bearbeiten]
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968: Urkunde Ottos des Großen zur Verkündigung der Errichtung eines Erzbistums zu Magdeburg<ref>Gut erkennbar die von der übrigen abweichende Schrift zu Beginn (Intitulationszeile) und am Schluss (Signumzeile) des Urkundentexts; innerhalb der Signumzeile das Herrschermonogramm.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Thomas Engelke: Urkundenschriften. In: Mathias Kluge (Hrsg.): mittelalterliche-geschichte.de (zur littera elongata unter 3.)
- Beispiel mit Erläuterung auf den Seiten des Landesarchivs Baden-Württemberg (unter Urkunden-Gitterschrift)
- Elongata*. Publikationen in der bibliografischen Datenbank der Regesta Imperii.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />