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Korallenbäume

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Korallenbäume
Datei:Erythrina crista-galli 2-3.jpg

Gewöhnlicher Korallenbaum (Erythrina crista-galli)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Korallenbäume
Wissenschaftlicher Name
Erythrina
L.

Die Korallenbäume (Erythrina) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="FoC2010" /><ref name="FoPanama2013" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder, Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländlischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik (14206822576).jpg
Illustration von Erythrina herbacea aus Plantarum indigenarum et exoticarum icones ad vivum coloratae, oder, Sammlung nach der Natur gemalter Abbildungen inn- und ausländischer Pflanzen, für Liebhaber und Beflissene der Botanik
Datei:Erythrina crista-galli2.jpg
Blüten des Gewöhnlichen Korallenbaums (Erythrina crista-galli)
Datei:Erythrina flabelliformis MHNT.BOT.2009.13.50.jpg
Früchte und Samen von Erythrina flabelliformis

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Erythrina-Arten sind meist verholzende Pflanzen, die meist als Bäume, seltener Sträucher<ref name="FoPanama2013" /> oder Halbsträucher wachsen oder es sind ausdauernde krautige Pflanzen.<ref name="FoC2010" /> Die unterirdischen Pflanzenteile können angeschwollen oder knollig und manchmal sukkulent sein und manchmal sind die Stämme sukkulent angeschwollen. Die Stämme sind oft mit sichelförmigen oder konischen Stacheln bewehrt.<ref name="FoPanama2013" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreiten sind immer in dreiteilig unpaarig gefiedert.<ref name="FoPanama2013" /> Die Fiederblätter sind relativ groß, wobei die Endfiedern meist größer sind als die Seitenfiedern.<ref name="FoPanama2013" /> Die relativ kleinen Nebenblätter<ref name="FoPanama2013" /> können haltbar oder früh abfallend sein. Die winzigen Nebenblättchen sind meist fleischig oder drüsig und fallen früh ab.<ref name="FoPanama2013" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die end- oder seitenständigen,<ref name="FoPanama2013" /> traubenartigen Blütenstände enthalten viele Blüten in Dreier-Gruppen über behaarten, hinfälligen Hochblättern. Die Blütenstiele sind im oberen Bereich verdickt.<ref name="FoPanama2013" />

Die relativ großen,<ref name="FoPanama2013" /> zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einer Röhre mit sehr variabler Gestalt verwachsen. Die meist roten bis orangefarbenen<ref name="FoPanama2013" /> Blütenkronen weisen die typische Form von Schmetterlingsblüten auf. Die Fahne ist zusammengelegt, sichelförmig, länglich oder gerundet und umschließt beim Aufblühen meist die inneren Blütenteile. Die Flügel sind sichelförmig. Die Flügel sind viel kleiner als das Schiffchen.<ref name="FoPanama2013" /> Die zwei Kronblätter des Schiffchens sind verwachsen oder auch frei. Die zehn Staubfäden, die manchmal teilweise mit der Fahne verwachsen sind, stehen in ein oder zwei Gruppen. Das einzige Fruchtblatt ist gestielt,<ref name="FoPanama2013" /> dicht behaart und meist länglich oder spindelförmig. Der schlanke, lange, kahle Griffel ist nach innen gekrümmt und endet in einer kopfigen Narbe.<ref name="FoPanama2013" />

Die gestielten,<ref name="FoPanama2013" /> ganz oder teilweise verholzende Hülsenfrucht reißen bei Reife an einer Naht auf und enthalten einige Samen.<ref name="FoPanama2013" /> Die roten oder braunen Samen sind ellipsoidal und glatt. Das Hilum ist seitlich.<ref name="FoPanama2013" />

Datei:Asian Pied Starling (Sturnus contra) feeding on Indian Coral Tree (Erythrina variegata) in Kolkata I IMG 4005.jpg
Gracupica contra als Blütenbesucher am Indischen Korallenbaum (Erythrina variegata) im indischen Kolkata

Ökologie[Bearbeiten]

Eine Bestäubung findet (vorwiegend) durch Vögel statt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Gattung Erythrina wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 706 aufgestellt.<ref name="FoC2010" /><ref name="Tropicos" /> Der botanische Gattungsname Erythrina leitet sich vom altgriechischen Wort ερυθρος erythros für „rot“ ab und bezieht sich auf die bei den meisten Arten der Gattung roten Blütenkronen. Als Lectotypus-Art wurde 1924 Erythrina corallodendron Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. durch N. L. Britton und P. Wilson in Scient. Surv. Porto Rico 427 festgelegt.<ref name="Tropicos" />

Datei:Erythrina abyssinica 1 (1).jpg
Erythrina abyssinica
Datei:Erythrina Caffra flower.JPG
Blütenstand des Kap-Korallenbaums (Erythrina afra)
Datei:Chachafruto (Erythrina edulis) (14807518117).jpg
Erythrina edulis
Datei:Erythrina fusca1.jpg
Erythrina fusca
Datei:Cherokee Bean (Erythrina herbacea) (25203076648).jpg
Erythrina herbacea
Datei:Erythrina latissima, KZN NBT.jpg
Erythrina latisima
Datei:Erythrina lysistemon och försäljerska - Flickr - Ragnhild & Neil Crawford.jpg
Erythrina lysistemon
Datei:Erythrina poeppigiana (18258348879).jpg
Erythrina poeppigiana
Datei:Starr 010516-0020 Erythrina sandwicensis.jpg
Wiliwili (Erythrina sandwicensis)
Datei:Erythrina speciosa 1.jpg
Erythrina speciosa
Datei:Starr 050128-3277 Erythrina variegata.jpg
Blüten des Indischen Korallenbaums (Erythrina variegata var. alba)
Datei:Erythrina mulungu.jpg
Habitus von Erythrina verna in der Trockenzeit
Datei:Erythrina zeyheri 50D 6513.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände von Erythrina zeyheri im Habitat

Innere Systematik[Bearbeiten]

Anne Bruneau gliederte 1996 die Gattung Erythrina in fünf Untergattungen mit insgesamt 26 Sektionen:<ref name="Bruneau1996" />

Arten und ihre Verbreitung[Bearbeiten]

Die mit 108 bis 127 Arten recht große Gattung Erythrina ist weltweit in den Tropen und Subtropen verbreitet.<ref name="FoPanama2013" /><ref name="GRIN" /><ref name="ILDIS" />

Hybriden:

Nutzung[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein Da die meisten Arten eindrucksvolle, rote bis orangenfarbene Blüten tragen, sind einige auch außerhalb ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete als Zierpflanzen anzutreffen. In den gemäßigten Gebieten werden sie wegen ihrer Kälteempfindlichkeit fast ausschließlich als Kübelpflanzen (mit frostfreier Überwinterung) kultiviert. Die sukkulenten Arten sind nur selten in Sammlungen zu sehen.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Anne Bruneau: Phylogenetic and biogeographic patterns in Erythrina (Leguminosae): evidence from 18-26S nuclear rDNA ITS sequences, chloroplast DNA restriction site data, and morphological characters. In: American Journal of Botany, Volume 83, 1996, 142.
  • Anne Bruneau: Phylogenetic and biogeographical patterns in Erythrina (Leguminosae: Phaseoleae) as inferred from morphological and chloroplast DNA characters. In: Systematic Botany, Volume 21, Issue 4, 1997, 587–605.
  • Anne Bruneau: Evolution and homology of bird pollination systems in Erythrina (Leguminosae: Phaseoleae). In: American Journal of Botany, Volume 84, 1997, S. 54–71.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Erythrina bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPanama2013"> John D. Dwyer, W. G. D’Arcy, 2013: Erythrina bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FoC2010"> Ren Sa, Michael G. Gilbert: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 10 – Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. Erythrina Linnaeus., S. 237–238 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="NSWFo"> G.J. Harden: Datenblatt Erythrina in der New South Wales Flora Online. </ref> <ref name="WAF"> Leslie Watson, September 2016: Fabaceae in der Western Australian Flora: Datenblatt Erythrina Linnaeus. </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. S. 1399–1400. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Erythrina bei International Legume Database Information Service = ILDIS – LegumeWeb – World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="Bruneau1996"> Anne Bruneau: Phylogenetic and Biogeographical Patterns in Erythrina (Leguminosae: Phaseoleae) as Inferred from Morphological and Chloroplast DNA Characters. In: Systematic Botany, Volume 21, Issue 4, 1996, S. 587–605. </ref> </references>

Historische Literatur[Bearbeiten]

  • E. Palmer & N. Pitman: Trees of southern Africa, Balkema, Cape Town, 1972.
  • B. A. Krukoff: Notes on Asiatic-Polynesian-Australian species of Erythrina. In: Journal of the Arnold Arboretum, Volume 53, 1972, S. 128–139.
  • B. A. Krukoff, R. C. Barney: Conspectus of species of the genus Erythrina. In: Lloydia, Volume 37, 1974, S. 332–459.
  • V. M. Toledo: Observations on the relationship between hummingbirds and Erythrina species. In: Lloydia, Volume 37, 1974, S. 482–487.
  • K. C. Palgrave: Trees of southern Africa,2. Auflage, Struik Publishers, Johannesburg, 1977.
  • B. A. Krukoff: Notes on the species of Erythrina. In: Allertonia, Volume 3, Issue 1, 1982, S. 121–138.
  • E. Pooley: Trees of Natal, Zululand and Transkei., Natal Flora Publication Trust, Durban, 1993.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Korallenbäume (Erythrina) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien