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Nasalvokal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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IPA-Nummer 424
IPA-Zeichen-Beschreibung übergesetzte Tilde
Unicode U+0303
X-SAMPA ~ oder _~
Kirshenbaum <nzd>

Ein Nasalvokal wird gebildet, indem das Velum gesenkt wird, so dass pulmonale Luft gleichzeitig durch den Nasenraum und den Mundraum entweichen kann. Nasale Vokale stehen den oralen Vokalen gegenüber, bei denen der Nasenraum durch das Anliegen des Velums an die Rachenrückenwand geschlossen ist.

Nasalvokale mit phonologischem Charakter sind typisch für das Französische, sie kommen allerdings phonematisch auch im gegischen Dialekt des Albanischen,<ref>Fialuur i voghel Sccyp e ltinisct – Internet ArchiveSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. (Small Dictionary of Albanian and Latin), Shkodër 1895.</ref> im Portugiesischen und Bretonischen, in sino-tibetischen Sprachen, im Polnischen und im Kaschubischen vor. Auch einige deutsche Dialekte (z. B. Schwäbisch und Bairisch) verwenden Nasalvokale.

Durch die starke Verbreitung des Französischen als Weltsprache im 17. Jahrhundert sind Nasalvokale zusammen mit dem französischen Fremdwortgut in fast alle Kultursprachen eingedrungen, so auch ins Deutsche, wo das Wort Restaurant standardsprachlich mit einem Nasalvokal ausgesprochen wird.

In der Lautschrift werden Nasalvokale bzw. Nasalierung in der Regel durch eine Tilde (<templatestyles src="IPA/styles.css" />◌̃Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden., z. B. [õ] für nasales o) gekennzeichnet, früher auch durch ein Ogonek (<templatestyles src="IPA/styles.css" />◌̨Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.) unter dem Vokal.

Von den Nasalvokalen sind die nasalen Konsonanten zu unterscheiden, bei denen die pulmonale Luft nur durch den Nasenraum entweicht.

Schreibung und Aussprache[Bearbeiten]

Französisch & Portugiesisch[Bearbeiten]

Während bei französischen Nasalvokalen das Gaumensegel immer von Anfang des Vokals an gesenkt ist, wird es im Portugiesischen nach Beginn der Intonation des Vokals verzögert dem Zungengrund angenähert, ohne ihn zu berühren. So entsteht oft ein diphthongischer Laut. Im Gegensatz zu Französisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. klingt das portugiesische Adverb Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. eher wie [<templatestyles src="IPA/styles.css" />bɛĩ]. Und die Aussprache der Buchstabengruppe -im in Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., tatsächlich eher [<templatestyles src="IPA/styles.css" />fiĩ], unterscheidet sich nur wenig von der der Gruppe -inh- [<templatestyles src="IPA/styles.css" />-iɲ-] in Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.. Entsprechend wird das Adjektiv Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. eher wie [<templatestyles src="IPA/styles.css" />bow̃] gesprochen und nicht wie das französisch Adjektiv Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden..

Polnisch[Bearbeiten]

Im Polnischen werden nasale Vokale durch einen Ogonek ( ̨) gekennzeichnet: Es sind dies Ą und Ę. Das ą wird grundsätzlich Vorlage:IPA-Phon, das ę Vorlage:IPA-Phon ausgesprochen; vor Verschlusslauten (Plosiven) wird es aber in Vorlage:IPA-Phon bzw. Vorlage:IPA-Phon und den entsprechenden nasalen Konsonanten getrennt: vor b und p zu [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɔm, ɛmSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.], vor ć (ci) und dź (dzi) zu [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɔɲ, ɛɲSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.], vor c, d und t zu [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɔn, ɛnSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.] und vor g und k zu [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɔŋ, ɛŋSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.]. Praktisch werden die Vokale nur vor Zischlauten nasal ausgesprochen, das ą auch am Wortende (dort wird das ę wie e gesprochen).

Kaschubisch[Bearbeiten]

Das Kaschubische verfügt über zwei Nasalvokale, und zwar den hinteren Nasalvokal Ą und den vorderen Nasalvokal Ã. Das ą wird grundsätzlich Vorlage:IPA-Phon, das ã Vorlage:IPA-Phon ausgesprochen.

Indoarische Sprachen[Bearbeiten]

Im Hindi kommen sämtliche Vokale (kurz: a, i, u; lang: a:, e:, i:, o:, u:, æ:, ɔ:) auch nasal vor. Nasalvokale sind sehr häufig, vor allem in Pluralendungen. Auch Panjabi und Bengalisch kennen Nasale.

In den indischen Schriften gibt es zwei Zeichen für die Nasalierung von Vokalen: Chandrabindu (Devanagari:  ँ, m̐) und Anusvara ( ं, ṁ). Im Hindi werden Buchstaben mit Chandrabindu immer nasaliert, beim Anusvara erfolgt vor Verschlusslauten und nasalen Konsonanten eine Trennung von Vokal und Nasal (siehe Anusvara). In den arabischen Alphabeten des Urdu und Panjabi zeigt das Zeichen Nun-e ghunna die Nasalierung eines Vokals an. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />