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Grevilleen

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Grevilleen
Datei:Grevillea lanigera-IMG 0189.jpg

Grevillea lanigera

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Silberbaumartige (Proteales)
Familie: Silberbaumgewächse (Proteaceae)
Unterfamilie: Grevilleoideae
Tribus: Grevilleeae
Gattung: Grevilleen
Wissenschaftlicher Name
Grevillea
R.Br. ex Knight

Die Grevilleen oder Silbereichen<ref name="Zander2008" /> (Grevillea) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Grevillea-Arten wachsen als immergrüne, überwiegend aufrechte oder kriechende Sträucher, einige Arten auch als Bäume, mit Wuchshöhen von je nach Art zwischen 0,5 und 35 Metern. Die Laubblätter sind je nach Art ungestielt oder gestielt. Die Blattspreiten sind einfach, dabei glatt oder gezähnt, oder geteilt mit bis zu drei Teilungsebenen. Der Blattrand ist flach bis zurückgebogen. Es liegt Fieder- und Netz- oder Parallelnervatur vor.

Die zwittrigen Blüten sind ebenfalls je nach Art gestielt oder ungestielt. Sie stehen meist paarweise mit einem gemeinsamen Tragblatt, angeordnet in mehrzähligen Blütenständen. Die Blütenhülle ist meist zygomorph mit zurückgebogenen Enden, manchmal auch regulär mit aufgerichteten Enden. Es sind meist vier, selten drei Blütenhüllblätter vorhanden, die sich beim Aufblühen trennen, um so das Griffelende freizugeben. Die Blütenhüllblätter sind auf beiden Seiten glatt oder behaart. Die Staubbeutel sitzen den Blütenhüllblättern direkt auf. Die Nektardrüsen sind ganz oder ringförmig, selten fehlend oder vierzählig. Der Fruchtknoten ist kahl oder behaart. Der aufsitzende oder gestielte oberständige Fruchtknoten enthält nur zwei Samenanlagen. Die scheiben- oder kegelförmige Narbe ist aufrecht oder schiefständig bis seitlich am Griffel.

Die kahlen oder behaarten Früchte sind meist Balgfrüchte oder seltener (etwa bei Grevillea candicans) eine Achänen und enthalten nur ein bis zwei Samen. Je nach Art bleiben sie lange an der Pflanze oder fallen früh ab. Das Perikarp ist oft hartschalig. Die meist flach ellipsoiden, selten auch halbkugeligen Samen sind geflügelt oder ungeflügelt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Grevillea-Arten sind in Australien, Neuguinea, Neukaledonien und der indonesischen Insel Sulawesi heimisch. Fast alle Arten sind in Australien heimisch. Nur fünf Arten kommen in Gebieten außerhalb Australiens vor. Drei davon Grevillea exul, Grevillea gillvayi und Grevillea meisneri kommen in Neukaledonien vor. Grevillea elbertii und Grevillea papuana sind in Sulawesi und Neuguinea heimisch. Zwei weitere Arten, Grevillea baileyana und Grevillea glauca, kommen in Neuguinea und im australischen Queensland vor.

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung von 1809 in Joseph Knight: On the cultivation of the plants belonging to the natural order of Proteeae Seite 120 verwendet die Schreibweise „Grevillia“. Typusart ist Grevillea aspleniifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. ex Knight. Das Homonym Grevillea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.C.Beck & Emmons wurde 1826 in American Journal of Science, and Arts, Volume 11, Tafel 1 veröffentlicht.<ref name="tropicos" /> Der Gattungsname Grevillea ehrt Charles Francis Greville (1749–1809), ein Mitglied der Royal Society und der Linnean Society of London.

Die Gattung Grevillea umfasst etwa 360 Arten. Hier eine Artenliste der Gattung Grevillea:<ref>ergänzt um weitere Daten von GRIN Taxonomy for Plants; beides abgerufen am 2. Mai 2007.</ref>

Datei:Grevillea alpina Euroa form.jpg
Grevillea alpina
Datei:Grevillea aquifolium.jpg
Grevillea aquifolium
Datei:Grevillea aspleniifolia 03.jpg
Grevillea aspleniifolia
Datei:Grevillea banksii0.jpg
Rotblühende Silbereiche (Grevillea banksii)
Datei:Grevillea baueri 02.jpg
Grevillea baueri
Datei:Starr 980528-4062 Grevillea longifolia x caleyi.jpg
Grevillea bipinnatifida
Datei:Grevillea candelabroides mingenew email.jpg
Grevillea candelabroides
Datei:Grevillea dielsiana.jpg
Grevillea dielsiana
Datei:Grevillea thelemanniana ssp filoloba 1.jpg
Grevillea fililoba
Datei:Grevillea flexuosa.jpg
Grevillea flexuosa
Datei:Grevillea jephcotti.JPG
Grevillea jephcottii
Datei:Grevillea juniperina.JPG
Grevillea juniperina
Datei:Grevillea lanigera mount tamboritha.jpg
Grevillea lanigera
Datei:Grevillea leptopoda.jpg
Grevillea leptopoda
Datei:Grevillea longistyla.jpg
Grevillea longistyla
Datei:Grevillea petrophiloides.jpg
Grevillea petrophiloides
Datei:Grevillea rivularis.jpg
Grevillea rivularis
Datei:Grevillea robusta leaves and trunk 01.jpg
Grevillea robusta
Datei:Grevillea robusta (4).jpg
Grevillea robusta
Datei:Grevillea rosmarinifolia1.jpg
Grevillea rosmarinifolia
Datei:Grevillea triloba.jpg
Grevillea triloba
Datei:Grevillea vestita.JPG
Grevillea vestita
Datei:Starr 980529-4308 Grevillea wilsonii.jpg
Grevillea wilsonii

Hybride:

Folgende in dieser Gattung beschriebene Arten werden aktuell anderen Gattungen zugeordnet:

Nutzung[Bearbeiten]

Die Blüten von Grevilleen waren bei den Aborigines beliebt wegen ihres süßen Nektars. Er wurde zum sofortigen Genuss auf die Hand geschüttelt oder in ein Coolamon genanntes Gefäß mit etwas Wasser gegeben, um ein süßes Getränk zu erhalten.

Viele Arten von Grevilleen werden wegen ihrer auffälligen Blätter und Blüten als Zierpflanzen gezüchtet; es sind viele Hybride in Kultur entstanden.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2: Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> <ref name="tropicos"> Grevillea bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Grevilleen (Grevillea) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien