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Gunnera

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Gunnera
Datei:Gunnera manicata3.jpg

Mammutblatt (Gunnera manicata), Habitus

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Gunnerales
Familie: Gunneraceae
Gattung: Gunnera
Wissenschaftlicher Name der Familie
Gunneraceae
Endl.
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Gunnera
L.

Gunnera, deutsch auch Mammutblatt<ref name="Zander2008" /> genannt, ist die einzige Gattung der Pflanzenfamilie der Gunneraceae in der kleinen Ordnung der Gunnerales. Diese Pflanzengattung ist trotz des ähnlichen Habitus nicht mit dem Rhabarber (Rheum rhabarbarum) verwandt. Wenige Arten sind in großen Parkanlagen als Zierpflanze zu finden, sind jedoch nur bedingt winterhart.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:L'Illustration horticole (Plate 531).jpg
Illustration aus L’Illustration horticole, Tafel 531 des Manschettenartigen Mammutblatts (Gunnera manicata)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Gunnera-Arten sind meist große, ausdauernde, krautige Pflanzen. Sie bilden Rhizome oder Stolonen aus, als Speicherorgane, um schlechte Klimabedingungen zu überdauern.

Die rhabarberartigen, lang gestielten, einfachen Laubblätter werden alle direkt über dem Boden an der Basis der Pflanze (grundständig) gebildet. Neben den Arten, die Laubblätter mit Längen von mehreren Metern haben, gibt es auch Arten mit kleinen Laubblättern; Beispiele für letzteres sind Gunnera albocarpa, eine neuseeländische Art mit 1 bis 2 cm langen Laubblättern und Gunnera magellanica, eine südamerikanische Art mit 5 bis 9 cm langen Laubblättern.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

In verzweigten Blütenständen werden viele Blüten gebildet. Je zwittrige Blüte gibt es zwei bis selten drei freie Kelchblätter, zwei freie Kronblätter, ein bis zwei Staubblätter und zwei synkarpe Fruchtblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Symbiose mit Cyanobakterien[Bearbeiten]

Alle Gunnera-Arten leben in Symbiose mit Cyanobakterien der Gattung Nostoc, die Luftstickstoff fixieren. Die Pflanzen profitieren von dem fixierten Stickstoff, im Gegenzug profitieren die Symbionten von den Assimilaten. Eine Cyanobakterien-Symbiose zur Stickstofffixierung ist bei höheren Pflanzen selten, kommt aber in anderer Form auch bei Palmfarnen vor.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Gunnera wurde 1767 durch Carl von Linné in Systema Naturae, 12. Auflage, Band 2, Seite 587 und 597 aufgestellt und gleichzeitig auch in Mantissa Plantarum, Seite 16 veröffentlicht. Typusart ist Gunnera perpensa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="tropicos" /><ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Gunnera ehrt den norwegischen Botaniker Johan Ernst Gunnerus (1718–1773).

Gunnera-Arten kommen von den Tropen bis in die südhemisphärisch gemäßigte Zone vor. Sie besitzen ihre Areale im gesamten südlichen Pazifik-Raum und in Afrika und Madagaskar. Es gibt sie also in der Neotropis und der Paläotropis. In der Neotropis kommen etwa 70 % der Arten vor.<ref name="FloraNeotropica2011" /> Als Neophyt ist Gunnera tinctoria auch im südwestlichen Teil der irischen Insel an Straßenrändern anzutreffen.

Die Gattung Gunnera wird in die sechs Untergattungen Gunnera, Milligania, Misandra, Ostenigunnera, Panke und Pseudo-gunnera (nur eine Art) gegliedert.<ref name="FloraNeotropica2011" />

Zur Gattung Mammutblatt (Gunnera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.) gehören 63 Arten:<ref name="WCSP" />

Nutzung[Bearbeiten]

Wenige Arten werden in großen Parkanlagen als Zierpflanzen verwendet, sie sind jedoch nur bedingt winterhart.

Nur von einer Art wird eine medizinische Verwendung berichtet. Von Gunnera perpensa wird in Südafrika aus den Wurzeln ein Mittel für innerliche und äußerliche Anwendung gegen Psoriasis gewonnen. Von der gleichen Art werden die Wurzeln benutzt, um Wunden abzudecken. Die geschälten jungen Blattstiele von Gunnera tinctoria wurden von den Einwohnern Chiloés gegessen. Außerdem kann man mit ihren Wurzeln Leder gerben und einen schwarzen Farbstoff herstellen.

Bilder[Bearbeiten]

Gunnera insignis vom Nationalpark des Vulkans Irazú in Costa Rica:

Gunnera manicata:

Gunnera tinctoria:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FloraNeotropica2011"> Luis Eduardo Mora-Osejo, Natalia Pabón-Mora, Favio González: Gunneraceae In: Flora Neotropica, Monograph Volume 109, 2011, S. 1–166. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="tropicos"> Gunnera bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gunneraceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Gunnera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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