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Hamilton-Skala

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(Weitergeleitet von HAMD)

Die Hamilton-Skala (HAMD oder HAM-D) (Abkürzung für {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kurz HRSD<ref name=":1">Behavioral Health Disability: Innovations in Prevention and Management. Springer Science & Business Media, 2010, ISBN 978-0-387-09814-2, S. 133 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>, HDRS<ref name=":1" />, HDS<ref name=":1" />), ist ein Diagnosewerkzeug zur Ermittlung der Schwere einer depressiven Störung.

Die Hamilton-Skala, eine so genannte klinische Fremdbeurteilungsskala, wurde 1960 von Max Hamilton eingeführt und bestand ursprünglich aus 17 Fragen (HDRS17).<ref name=":0">Handbuch bipolare Störungen: Grundlagen - Diagnostik - Therapie. W. Kohlhammer Verlag, 2006, ISBN 978-3-17-018450-3, S. 78 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Andere Versionen enthalten 21 (HDRS21)<ref>Aktuelle psychiatrische Diagnostik: Ein Leitfaden für das tägliche Arbeiten mit ICD und DSM. Thieme, 2015, ISBN 978-3-13-200531-0, S. 32 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> oder 24 Fragen (HDRS24).<ref name=":0" /> Da aufgrund verschiedener Versionen Unklarheiten entstehen können, sollte die jeweilige verwendete Version angegeben werden.<ref name=":0" />

Dabei soll der Untersucher (nicht der Patient selbst, daher „Fremdbeurteilung“) jeweils auf einer Punkteskala von 0 bis 4 oder 0 bis 2 beurteilen, wie schwer ein bestimmtes Symptom ausgeprägt ist. Beispiele sind Schuldgefühle, verschiedene Arten von Schlafstörungen, Hypochondrie oder Suizidgedanken.

Schweregradeinteilung anhand der Werte[Bearbeiten]

Die Einteilung des Schweregrads anhand der Werte schwankt selbstverständlich, in Abhängigkeit davon, welche Version der Hamilton-Skala man verwendet.<ref>Diagnostik und Klassifikation in der Psychiatrie. W. Kohlhammer Verlag, 2008, ISBN 978-3-17-018944-7, S. 71 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Aufgrund der unterschiedlichen Anzahl an Fragen können unterschiedlich hohe Werte erreicht werden.

Als Ergebnis erhält man beispielsweise bei der HDRS21 mit 21 Fragen einen Zahlenwert zwischen 0 und 66, bei der häufiger verwendeten HDRS17 mit 17 Fragen einen Zahlenwert zwischen 0 und 51<ref>M. Hamilton: A rating scale for depression. J Neurol Neurosurg Psychiatry 1960; 23:56–62</ref>. Es existiert kein normierter Cut-off-Wert; in verschiedenen Studien wurden unterschiedliche Schwellen für eine leichte, mittelschwere bzw. schwere Depression festgelegt.

Die S3-Leitlinie/NVL „Unipolare Depression“ gibt für die HDRS17 Skala mit 17 Items folgende Cut-Off-Werte an<ref>S3-Leitlinie/Nationale VersorgungsLeitlinie – Unipolare Depression – Langfassung; 04/2011. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivlink (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Oktober 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.awmf.org</ref>:

  •  0 –   8 Punkte:   Keine Depression bzw. klinisch unauffällig oder remittiert;
  •  9 – 16 Punkte:   Leichte Depression;
  • 17 – 24 Punkte:   Mittelschwere Depression;
  •       ≥ 25 Punkte:   Schwere Depression.

Die Stellung einer Depressionsdiagnose anhand des Cut-off-Wertes wird jedoch nicht empfohlen, weil der HDRS vor allem veränderungssensitiv konzipiert sei und sich somit eher für die Messung von Veränderungen im Verlauf eignet.<ref name=":0" />

Bearbeitungsdauer[Bearbeiten]

Die Untersuchungsdauer inklusive Auswertung liege bei unter 15 Minuten.<ref name=":0" />

Kritik[Bearbeiten]

Kritisiert wird, dass gleich drei Fragen sich auf das Schlafverhalten beziehen und der Test deswegen eine Verbesserung bei Schlafstörungen im Vergleich zu anderen Bereichen stärker abbildet.<ref name=":0" /> Allein durch die Verbesserung des Schlafes können bis zu 6 Punkte gewonnen werden. Deswegen entstünde der Eindruck, dass sedierende Medikamente zu einer stärkeren Verbesserung führen als aktivierende Medikamente.<ref name=":0" /> Auch kognitive und psychomotorische Symptome seien vergleichsweise unterrepräsentiert.<ref name=":0" /> Wegen der unterschiedlichen Gewichtung verschiedener Symptombereiche können deswegen trotz gleichem Wert sehr unterschiedliche Symptome vorliegen.<ref name=":0" />

Die Hamilton-Skala sei eine unökonomische Skala, weil sie auf 5 bis 6 Fragen reduziert werden könne, ohne merkliche Einbußen bezüglich der Testgütekriterien (Reliabilität und Validität).<ref>Reliabilität und Validität der Subtypisierung und Schweregradmessung depressiver Syndrome. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-84651-9, Sp. 169 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />