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Han Slawik

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Datei:Han Slawik 2017 in Almere mit Homebox 1 und 2.jpg
Han Slawik mit Arbeitsmodellen seines Wohncontainers „HomeBox“ (2017)

Han Slawik (* 1944 als Hanfried Slawik) ist ein deutscher Ingenieur und Architekt, der vorwiegend Containergebäude entwirft und als Pionier der Container-Architektur in Europa gilt.<ref>Modulbau ist hoffähig geworden Interview des Management Forums Starnberg vom 18. Dezember 2015</ref>

Werdegang[Bearbeiten]

In den 1960er Jahren absolvierte Hanfried Slawik, wie er bis 1982 gerufen wurde, eine Lehre als Maurer. Anschließend studierte er an der Ingenieurschule für Bauwesen Berlin und wurde 1966 zum Ingenieur graduiert. 1973 legte er an der Technischen Universität Braunschweig sein Architekturdiplom ab. Von 1972 bis 1977 war er für verschiedene Architekturbüros in Braunschweig tätig. Danach arbeitete er bis 1984 als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Dortmund. 1982 gründete Han Slawik das Architekturbüro „Studio voor architectuur en techniek – architech“ in Amsterdam, das er 1992 nach Almere, 2002 nach Hannover und 2015 nach Bad Bentheim mit Stützpunkt in Amsterdam verlegte. Von 1984 bis 1994 war Slawik Professor für Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule Coburg. Darauf folgte eine Berufung als Professor für Entwerfen und Konstruieren an die Leibniz Universität Hannover. Dort gründete er 2003 das Lehr- und Forschungsgebiet „Experimentelles Entwerfen und Konstruieren“.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Abteilung (Fachgebiet) Experimentelles Entwerfen und Konstruieren (Memento vom 19. Mai 2014 im Internet Archive)</ref> Am 30. September 2009 wurde Han Slawik in Hannover emeritiert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Personalia und Preise (Memento vom 13. Mai 2015 im Internet Archive) (PDF) in Unimagazin der Leibniz Universität Hannover, Ausgabe 1|2 - 2010, S. 79</ref> Er ist weiterhin als Architekt und Berater in Deutschland sowie den Niederlanden tätig. Des Weiteren hält er Vorträge zur Container-Architektur und zum Modularen Bauen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„Lassen sie Architekten ran“ (Memento vom 24. Dezember 2017 im Internet Archive) bei Buchholzer Dialoge vom 2. März 2015.</ref>

Werk[Bearbeiten]

Han Slawik befasst sich mit Container-Architektur, seit er 1986 ein Wohnhaus<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Woonhuis Campus, Almere (Memento vom 11. September 2005 im Internet Archive) (niederländisch)</ref> aus Seecontainern entwarf.<ref>Fotos und Beschreibung zum Wettbewerbsbeitrag „Campus“</ref> Sein Entwurf unter der Bezeichnung Campus<ref>Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags „Campus“ (niederländisch)</ref> war ein 1988 bis 1992 in Almere in den Niederlanden realisierter Beitrag zum Architekturwettbewerb Temporäres Wohnen und europaweit das erste Stahlcontainer-Haus.<ref>Luise Rellensmann: Es rappelt in der Kiste – Container in Baunetz Nr. 181 vom 9. Juli 2010</ref>

Zu seinem Schaffen sagt Han Slawik:

„Ich will zeigen, dass architektonisch anspruchsvolle Lösungen mit Containern möglich sind“.<ref>Christian Tröster: Warum Container die Häuser der Zukunft sind bei WeltN24 vom 9. August 2010</ref>
Datei:Mittelstr 11 Hannover Fachwerkensemble Denkmalschutz.jpg
Das von Han Slawik sanierte Fachwerkensemble Calenberger Höfchen in Hannover

Mit seinen Mitarbeitern entwickelte Slawik 2007 ein urheberrechtlich geschütztes modulares Rahmenbausystem für Containerbauten, bei dem mittels Leerrahmen Container wie Bauklötze aneinandergereiht und gestapelt werden können. Durch die Rahmenbauweise lassen sich doppelte Wände vermeiden und außen kann eine Fassade angebracht werden, die bei der Wärmedämmung den Standard von konventionellen Gebäuden erreicht.

Han Slawik entwirft Bauten aus Containern, wie Studentenwohnheime, schwimmende Jugendherbergen, mobile gläserne Ausstellungsräume, Penthäuser und Mini-Einfamilienhäuser.<ref>Architekt Han Slawik referiert über die Ästhetik des Containers in Hamburger Abendblatt vom 27. Februar 2015</ref> Mit seinem vergleichsweise kleinen Architekturbüro „architech“ konzipierte er eine Vielzahl von Projekten. Nur wenige davon wurden realisiert; sie gelten aber als Initialzündungen, Prototypen und Schrittmacher für das Modulare Bauen sowie die Container-Architektur.

Für die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land entwarf Han Slawik 2008 ein Schwimmhaus.<ref>Beschreibung des Schwimmhauses mit Bild</ref> Ein experimentelles Projekt war die zu Wohnzwecken entwickelte „HomeBox“ in Holzbauweise mit den Maßen eines international genormten Frachtcontainers<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Experimentelles Projekt: HomeBox - Mobiles Miniwohnhaus in Dickholzbauweise (Memento vom 23. Dezember 2017 im Internet Archive)</ref>, für die Slawik im Jahr 2009 den BDA-Preis Niedersachsen erhielt.<ref>Bernd Haase: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Architektenteam der Leibniz Universität in Hannover erhält Preis (Memento vom 23. Dezember 2017 im Internet Archive) in Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 10. September 2009</ref> Mit der „HomeBox“ beteiligte er sich in den Jahren 2016 und 2017 an einer Bauausstellung in den Niederlanden zu Tiny Housing.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Han Slawik - runner up prijsvraag (Memento vom 21. Januar 2018 im Internet Archive) bei BouwEXPO Tiny Housing</ref>

Neben der Container-Architektur befasst sich Han Slawik mit Altbausanierung und -erhaltung, um Projektblindheit und Maßstabsverlust zu vermeiden. Er sanierte unter anderem Objekte in Amsterdam, Wolfenbüttel und Hannover. Dort hatte er in der Calenberger Neustadt im Jahr 2000 das Calenberger Höfchen, ein denkmalgeschütztes Fachwerkensemble, erworben.<ref>Objektpräsentation Calenberger Höfchen</ref> Das Gebäude entstand vor 1685 und gehört zu den vier ältesten Fachwerkbauten der Stadt. Slawik sanierte den aus Vorder-, Mittel- und Hinterhaus bestehenden Gebäudekomplex mit Genehmigung der örtlichen Denkmalschutzbehörde von 2008 bis 2014 für 1,4 Millionen Euro; nach seinen Angaben „ein ganz und gar unwirtschaftliches Projekt.“<ref>Susanna Bauch: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Restaurierung des alten Fachwerkhauses bald zu Ende (Memento vom 26. Dezember 2017 im Internet Archive) in Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 3. Februar 2011</ref>

Im Jahr 2004 nahm Slawik mit dem Containerprojekt „bed-by-night“ in Hannover<ref>Kurzbeschreibung von „bed-by-night“ als Beitrag zur Biennale 2004</ref> an der 9. Internationalen Architektur-Biennale Venedig teil, 2011 mit dem schwimmenden Modulgebäude „IBA Dock“ an der Architekturbiennale der Biennale von São Paulo und 2016 mit der „HomeBox“ an der Architekturausstellung „Living Spaces today“ in Havanna.<ref>EXPO „Living Spaces today“</ref>

Projekte (Auswahl)[Bearbeiten]

Umfangreiche technische Beschreibung des Containerprojektes „bed-by-night“</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Han Slawik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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