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Heihe (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Heihe-Fluss)
Heihe
Oberlauf: Hei He; Mittellauf: Ruoshui, Ruo Shui; Unterlauf: Ejin
Datei:Taklimakan & Badain Jaran.jpg
Daten
Lage Qinghai, Gansu, Innere Mongolei
(China Volksrepublik Volksrepublik China)
Flusssystem Heihe
Quelle Heihe-Quelle<ref name="Q1">Abgeschätzt mit Hilfe von Google Earth</ref>
39° 4′ 20″ N, 98° 49′ 0″ O
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Quellhöhe ca. 4350 m
Mündung in den Ost-Juyan-SeeKoordinaten: 42° 18′ 0″ N, 101° 15′ 0″ O
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42° 18′ 0″ N, 101° 15′ 0″ O {{#coordinates:42,3|101,25|
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Mündungshöhe 890 m<ref name="Yu_2016" />
Höhenunterschied ca. 3460 m
Sohlgefälle ca. 4,2 ‰
Länge ca. 821 km<ref name="Zhang_2012" /><ref name="Qiang_2014" />
Einzugsgebiet ca. 142.900 km²
Abfluss am Pegel Yingluo Gorge<ref name="Qin_2013" /><ref name="Ge_2013" />
AEo: 10.009 km²
MQ 1945–2010
Mq 1945–2010
50,3 m³/s
5 l/(s km²)
Abfluss am Pegel Shaomaying<ref name="Feng_2009" />
AEo: 34.000 km²
HHQ 27,6 m³/s
Linke Nebenflüsse Liyuan<ref name="Feng_2004" /><ref name="Qiang_2014" />
Beilang<ref name="Ge_2013" />
Maying<ref name="Ge_2013" />
Fengle<ref name="Qiang_2014" />
Beida<ref name="Qiang_2014" />
Taolail<ref name="Feng_2004" />/Taolei<ref name="Zongxing_2016" /> Hongshui<ref name="Qiang_2014" /> Dabei<ref>Wenchao Sun et al.: Changes in Remotely Sensed Vegetation Growth Trend in the Heihe Basin of Arid Northwestern China. In: PloS one. 10.8, 2015, S. e0135376. (journals.plos.org PDF).</ref>
Rechte Nebenflüsse Hulugou<ref name="Zongxing_2014" />
Babao<ref name="Qiang_2014" />
Dayekou<ref name="Ge_2013" />
Hongshui<ref name="Ge_2013" />
Shandan<ref name="Feng_2004" />
Großstädte Zhangye
Kleinstädte Chara-Choto-Ruinen

Ejina<ref name="Yu_2016" /> (41° 57′ N, 101° 4′ O

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  }}) 
Einwohner im Einzugsgebiet 1.840.000<ref name="UNESCO_2007" />

Vorlage:Maplink

Babao He
Quelle Babao-Quelle
37° 50′ 30″ N, 101° 6′ 30″ O
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Quellhöhe ca. 3700 m<ref>Ermittelt mit Hilfe von Google Earth 2016 und der Karte von Li 2015</ref>
Mündung bei Huangzangsi
38° 12′ 24″ N, 100° 10′ 55″ O
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Mündungshöhe 2339 m<ref name="WANG_2014" />
Höhenunterschied ca. 1361 m

Einzugsgebiet 2503 km²<ref name="WANG_2014" />
Abfluss am Pegel Qilian<ref name="WANG_2014" /><ref name="Wu_2005" />
AEo: 2503 km²
MQ 1957
Mq 1957
14,31 m³/s
5,7 l/(s km²)
Kleinstädte Qilian

Der Heihe (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein endorheischer Binnenfluss in Zentral-Nord-China. Er fließt über 821 km, aus dem Tibet-Hochland kommend, in nördlicher Richtung bis an die Grenze mit der Mongolei, wo er sich im größten Schwemmkegel der Erde auffächert und in einem Evaporitbecken endet. Den chinesischen Wüstengürtel durchschneidend, bewässert er zahlreiche, ausgedehnte Oasen, in denen seit 2000 Jahren intensiv Landwirtschaft betrieben wird und heute rund zwei Millionen Menschen leben.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Heihe,<ref group="A">Der Heihe sollte nicht verwechselt werden mit dem Haihe der mit „a“ statt mit „e“ geschrieben wird. Der Haihe, bzw. Hai He, ist ein Fluss in Nordost-China.</ref> oder auch Hei He (wörtlich: Schwarzer Fluss),<ref name="Zhao_2013" /><ref group="A">Zum Namen: Der hier beschriebene Fluss wird von chinesischen Geowissenschaftlern in englischsprachigen Publikationen in Gänze als „Heihe River“ also Heihe-Fluss oder als „Heihe“ bezeichnet. In diesem Artikel wird auch diese Nomenklatur verwendet, weil sie offensichtlich die etablierte ist. In engerer Anlehnung an die chinesische Sprache wäre es möglicherweise korrekter vom „Hei He“, also „Hei-Fluss“, bzw. vom „Hei“ zu sprechen, was ansonsten allerdings nur vereinzelt zu finden ist. „He“ bedeutet im chinesischen „Fluss“. Traditionell werden verschiedene Flussabschnitte mit anderen Namen belegt wie Ruo Shui (弱水, Ruò Shuǐ, „schwaches Wasser“), Ruo He (弱河 Ruò hé, „schwacher Fluss“), Ejina He (额济纳河 Éjìnà hé), Etsin Gol, Ejen Gol, Erginar und einige andere. Soweit diese von chinesischen Geowissenschaftlern benutzt werden, werden sie auch in diesem Artikel aufgegriffen.</ref> tibetisch Rme Chu,<ref name="Meinert_2013">Carmen Meinert, Christian Gudehus: From Worse to Better. In: Nature, Environment and Culture in East Asia. Brill, 2013. 231–258.</ref> ist ein Binnenfluss in Zentral-Nord-China. Sein Wassereinzugsgebiet von 142.900 km2<ref name="Zhang_2012" /> Ausdehnung bildet das zweitgrößte abflusslose Inlandbecken des Landes.<ref name="Li_2001" /> Das Gebiet reicht im Süden vom Nordostrand des Tibet-Hochlands nach Norden bis an die Gobi-Altai-Berge und teilweise über die Südgrenze der Mongolei hinweg. Innerhalb der weiten Wüstenregionen Chinas ist es eine Feuchte-Insel<ref name="Feng_2004" /> mit ausgedehnten Oasen. Im Flussverlauf werden Ober-, Mittel- und Unterlauf unterschieden.

Oberlauf[Bearbeiten]

Die Quelle (39° 4′ N, 98° 49′ O

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   |name=Heihe-Quelle
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  }}<ref name="Q1"/>) befindet sich in der Lenglongling-Bergkette im Qilian-Gebirge<ref name="Feng_2004" /> der Provinz Qinghai. Das Wassereinzugsgebiet am Oberlauf im Gebirge liegt 1.700 bis 5.066 m über dem Meer und hat eine Ausdehnung von 10.009 km2.<ref name="Qin_2013" /> In den höheren Lagen fallen jährlich 500 mm Niederschläge, die sich bis in die niederen Lagen auf 250 mm vermindern.<ref name="Qin_2013" /> Oberhalb von 4.000 m gibt es Gletscher (59 km2) deren Schmelzwasser ebenfalls einen Beitrag zum Heihe liefern.<ref name="Qin_2013" />

Von der Quelle fließt er in südöstliche Richtung bis Huangzangsi<ref name="Yang_2014" /> (38° 13′ N, 100° 11′ O

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  }}<ref name="Z1">Abgeschätzt mit Hilfe von Google Earth</ref>) in der Nähe der Stadt Qilian, wo der Babao-Fluss aus der entgegengesetzten Richtung kommend einmündet.<ref name="Qiang_2014" /> Von dort durchquert er die Lenglongling-Bergkette in einem Bogen zunächst nach Nordwesten, dann nach Norden. Dabei fließt der Heihe durch tiefe Schluchten und wird einige Male gestaut.<ref>Zu sehen in Bildern von 2015 in Google Earth 2016</ref> Am Oberlauf fließen insgesamt 26<ref name="Zhiging_2015" /> Flüsse in den Heihe. Der mittlere jährliche Abfluss für den Oberlauf, gemessen von 1945 bis 2010, beträgt 1,588 Milliarden m3.<ref name="Ge_2013" />

Mittellauf[Bearbeiten]

Bei Yingluoxia,<ref name="Qin_2013" /> bzw. Yingluo Gorge<ref name="Ma_2014" /> (Yingluo-Schlucht<ref>dictionary.cambridge.org</ref> 38° 49′ N, 100° 11′ O

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   |name=Pegel Yingluo Gorge
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  }}<ref name="Gao_2016" />), ca. 1700 m ü. M.<ref name="Gao_2016" /> verlässt der Heihe das Gebirge und fließt durch die Hexi-Korridor-Ebene. In diesem als Mittellauf bezeichneten Abschnitt mit einem Einzugsgebiet von 26.100 km2<ref name="Ma_2014" /> herrscht ein moderates arides Kontinentalklima<ref name="Ma_2014" /> mit einer mittleren jährlichen Niederschlagshöhe von 140 mm<ref name="Ma_2014" /> und einer mittleren potenziellen Evapotranspiration von 1000 bis 2000 m/y.<ref name="Ma_2014" />

Im Einzugsgebiet, das zur Gansu-Provinz gehört, leben 1,92 Millionen (Stand 2010) Menschen.<ref name="Ma_2014" /> Geschützt durch die Große Mauer führte die historische Seidenstraße durch diesen Oasen-Korridor, in dem seit der Han-Dynastie vor über 2000 Jahren ununterbrochen Landwirtschaft betrieben wird.<ref name="Ma_2014" />

Der Heihe fließt mit einem durchschnittlichen Gefälle von 2 % über eine Strecke von 185 km<ref name="Zhang_2009" /> zunächst in Richtung Norden bis zur Großstadt Zhangye.<ref name="Feng_2004" /> Dort ändert er seine Fließrichtung nach Nordwesten. Der Mittellauf endet ca. 1300 m ü. M.<ref name="Wang_2010" /> wo der Heihe den Hexi-Korridor durch die Zhengyi-Gorge-Schlucht<ref name="Ma_2014" /> (39° 50′ N, 99° 25′ O

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   |name=Zhengyi George
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   |type=waterbody
  }}) verlässt, die ihn durch die Heli-Berge bis an den westlichen Ausläufer der Badain-Jaran-Wüste führt.

Unterlauf[Bearbeiten]

Das Wassereinzugsgebiet am Unterlauf mit einer Ausdehnung von 77.100 km2<ref name="Yan_2016" /> gehört geologisch zur Alxa-Hochebene.<ref name="Li_2001" /> Es macht etwa 60 % des gesamten Heihe-Einzugsgebietes aus.<ref name="Yan_2016" /> Es bestand im Jahr 2010 zu 83 % aus Sand- und Gobi-Wüste<ref name="Yan_2016" /> und zu 14,76 % aus Grasland.<ref name="Yan_2016" /> Es gibt dort einen der größten Euphrat-Pappel-Urwälder der Erde.<ref name="Yan_2016" /> Das Gebiet liegt an seiner tiefsten Stelle 869 m über dem Meer und wird von Bergen begrenzt, die bis auf 1885 m<ref name="Yan_2016" /> reichen.

Als Teil der Wüste Gobi liegt das Gebiet abgeschirmt vom ostasiatischen Sommermonsun<ref name="Yu_2016" /> und im Winter dominiert der sibirische Antizyklon das Klima.<ref name="Yu_2016" /> In der Region herrscht extreme Trockenheit mit spärlichen Niederschlägen und intensiver Verdunstung.<ref name="Xi_2016" /> Die wenigen Niederschläge fallen meist von Juli bis Anfang September.<ref name="Yu_2016" /> Im Sommer und Herbst wird es extrem heiß<ref name="Xi_2016" /> und im Winter und Frühling ist es trocken und kalt.<ref name="Xi_2016" /> Im langjährigen Mittel, von 1960 bis 2012, betrug die Niederschlagshöhe 34 mm mit mindestens 7 mm und maximal 101 mm. Die jährliche potenzielle Evapotranspiration ist extrem mit 3504 bis 3755 mm<ref name="Liu_2010" /> bei einem Mittel von 3600 mm.<ref name="Zhang_2008" /> Die Temperaturen liegen im Mittel bei 8 °C,<ref name="Zhang_2008" /> können aber auf −37 °C fallen oder auf 44,5 °C steigen.<ref name="Xi_2016" /> Es gibt eine lange Sonnenscheindauer und häufige Sandstürme.<ref name="Xi_2016" />

Der Heihe fließt erst durch das Gebiet der Dingxin-Oase und windet sich dabei nach Nord-Osten.<ref name="Feng_2004" /> Die Dingxin-Oase ist das erste Sub-Becken am Unterlauf<ref name="Zhang_2008" /> mit einer Ausdehnung von 31.200 km2<ref name="Zhang_2008" /> Nach Dingxin führt der Heihe nur noch saisonal Wasser. Ab dort wird er auch mit den Namen Ejin, oder Ruo Shui<ref name="Walker_1987" /> (Schwacher Fluss) benannt.

Am Pegel Shaomaying (41° 0′ N, 100° 15′ O

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   |name=Pegel Shaomaying
   |region=CN-NM
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  }}<ref name="Q2">Abgeschätzt mit Hilfe von Google Earth</ref>) fließen jährlich 300 bis 870 Millionen m3<ref name="Feng_2009" /> Wasser ab. Dort gelangt der Heihe in die Innere Mongolei<ref name="Feng_2009" /> und fließt weiterhin in nordöstlicher Richtung in das Ejina-Becken (auch Gaxun Nur-Becken genannt).<ref name="Yu_2016" /> Dieses zweite Sub-Becken am Unterlauf liegt 890 bis 1127 m ü. M.<ref name="Feng_2009" /> und hat eine Ausdehnung von 28.000 km2.<ref name="Yu_2016" /> Es grenzt im Osten an die Badain-Jaran-Wüste<ref name="Feng_2009" /> und im Westen und Norden an die Gobi-Altai-Berge.<ref name="Feng_2009" />

Der Heihe hat dort den größten alluvialen Fächer der Welt aufgeschüttet.<ref name="Yu_2016" /> Er beginnt beim Berg Lanxinshan (41° 5′ N, 100° 25′ O

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   |name=Lanxin-Berg
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   |type=mountain
  }}<ref name="Xi_2016" /><ref>Google Earth 2016</ref>), einem Inselberg, der mit 1200 m die höchste Erhebung<ref name="Xi_2016" /> innerhalb des Gebietes ist. Dort teilt sich der Fluss in zwei Hauptarme und 19 weitere,<ref name="Zhang_2008" /> die bis zu 300 km<ref name="Lü_2010" /> nach Norden reichen. Die beiden Hauptarme tragen nach ihrer Lage die Namen Xi He, bzw. gemäß der wörtlichen Übersetzung West-Fluss und Dong He, bzw. Ost-Fluss.<ref name="Walker_1987" /><ref name="Zhongmin_2003" /> Dort befindet sich die 1.500 km2 große Ejina-Oase<ref name="Feng_2009" /> mit 15.700 Einwohnern.<ref name="Zhang_2008" />

Das Wasser des Heihe sammelt sich in sieben Seen.<ref name="Zhang_2008" /> Zwei davon sind Endseen.<ref name="Feng_2004" /> So endet der West-Fluss im West-Juyan-See (42° 23′ N, 100° 51′ O

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   |name=West-Juyan-See
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  }}),<ref name="Xiao_2004" /> auch Gashun See<ref name="Walker_1987" /> genannt und der Ost-Fluss endet im Ost-Juyan-See (42° 18′ N, 101° 15′ O
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   |name=Ost-Juyan-See
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  }})<ref name="Xi_2016" /> auch Sugu-See<ref name="Walker_1987" /> genannt, der bei 890 m über dem Meer liegt.

Geschichtliches[Bearbeiten]

Große Teile des Heihe-Becken sind ein wichtiges und bewässerungstechnisch hoch entwickeltes Getreideanbaugebiet.<ref name="Lu_2015" /> Schon seit etwa 2000 Jahren wurde dort kontinuierlich Landwirtschaft betrieben.<ref name="Lu_2015" /> Die Intensivierung der Landwirtschaft und exzessiver Wasserverbrauch insbesondere am Mittellauf führten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer starken Verminderung der Wasserversorgung des Unterlaufs.<ref name="Lu_2015" /> Die Folge war die Zerstörung des Ökosystems am Unterlauf.<ref name="Lu_2015" /> Es kam zur Austrocknung der Endseen, Ausbreitung der Wüste und vermehrten Sandstürmen.<ref name="Lu_2015" /> Dort wurden in den 1960er Jahren 30 km2 Kulturflächen<ref name="Zhongmin_2003" /> bewirtschaftet, die bis zum Jahr 2003 auf nur noch 3 km2 schrumpften, der Rest wurde in Wüste konvertiert.<ref name="Zhongmin_2003" /> Der West-Juyan-See war von 1960 bis 1962 erstmals ausgetrocknet.<ref name="Xiao_2004" /> 1982 hatten der Ost-Juyan-See 99 hm2 Wasseroberfläche und der West-Juyan-See 68,4 hm2<ref name="Zhang_2008" /> In den folgenden 20 Jahren trockneten beide Seen aus.<ref name="Zhang_2008" /> Nachdem damit begonnen wurde das Wasser nachhaltiger zu bewirtschaften, begannen die Seen sich wieder zu füllen. Der Ost-Juyan-See hat 2016 wieder eine Wasserfläche von 40 km2.<ref>Shengchun Xiao, Xiaomei Peng, Quanyan Tian: Climatic and human drivers of recent lake-level change in East Juyan Lake, China. In: Regional Environmental Change. 16.4, 2016, S. 1063–1073. (link.springer.com PDF).</ref>

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references group="A" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Qin_2013"> Jia Qin et al.: Understanding the impact of mountain landscapes on water balance in the upper Heihe River watershed in northwestern China. In: Journal of Arid Land. 5.3, 2013, S. 366–383 (jal.xjegi.com PDF; 3,12 MB). </ref> <ref name="Qiang_2014"> Bie Qiang, He Lei, Zhao Chuan-yan: Monitoring glacier changes of recent 50 years in the upper reaches of Heihe river basin based on remotely-sensed data. In: IOP Conference Series: Earth and Environmental Science. Band 17, Nr. 1. IOP Publishing, 2014 (iopscience.iop.org PDF; 740 kB). </ref> <ref name="Li_2001"> Xin Li et al.: Quantifying landscape structure of the Heihe River Basin, north-west China using FRAGSTATS. In: Journal of Arid Environments. 48.4, 2001, S. 521–535 (researchgate.net PDF; 0,5 MB). </ref> <ref name="Feng_2004"> Q. Feng et al.: Distribution and evolution of water chemistry in Heihe River basin. In: Environmental Geology. 45.7, 2004, S. 947–956 (researchgate.net PDF; 366 kB). </ref> <ref name="Zhongmin_2003"> Xu Zhongmin et al.: Applying contingent valuation in China to measure the total economic value of restoring ecosystem services in Ejina region. In: Ecological Economics. 44.2, 2003, S. 345–358. doi:10.1016/S0921-8009(02)00280-X. (Internet Archive Memento PDF; 317 kB). </ref> <ref name="Yu_2016"> Kaifeng Yu et al.: Discriminating sediment archives and sedimentary processes in the arid endorheic Ejina Basin, NW China using a robust geochemical approach. In: Journal of Asian Earth Sciences. 119, 2016, S. 128–144. (@1@2Vorlage:Toter Link/www.academia.eduacademia.edu (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) PDF; 3,65 MB). </ref> <ref name="Xi_2016"> Haiyang Xi et al.: Effects of water and salinity on plant species composition and community succession in Ejina Desert Oasis, northwest China. In: Environmental Earth Sciences. 75.2, 2016, S. 1–16 (researchgate.net PDF; 7,4 MB). </ref> <ref name="Zhang_2008"> Xiaoyou Zhang, Tongtong Men, Maoxian Zhou: The change of land cover/land use in Ejina oasis over 20 years. In: International Conference on Computer and Computing Technologies in Agriculture. Springer US, 2008 (dl.ifip.org PDF; 1 MB). </ref> <ref name="Yang_2014"> DaWen Yang et al.: A distributed scheme developed for eco-hydrological modeling in the upper Heihe River. In: Science China Earth Sciences. 58.1, 2015, S. 36–45 (researchgate.net PDF; 2 MB). </ref> <ref name="Feng_2009">Qi Feng et al.: The research of three-dimensional numerical simulation of groundwater-flow: taking the Ejina Basin, Northwest China as example. In: Sciences in Cold and Arid Regions. 1.3, 2009, S. 0238–0248 (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.scar.ac.cn (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.scar.ac.cn PDF; 1 MB).</ref> <ref name="Ge_2013">Yingchun Ge et al.: A Decision Support System for irrigation water allocation along the middle reaches of the Heihe River Basin, Northwest China. In: Environmental modelling & software. 47, 2013, S. 182–192 (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.lzb.cas.cn (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lzb.cas.cn PDF; 2,6 MB).</ref> <ref name="Si_2015"> Jianhua Si et al.: Inland river terminal lake preservation: determining basin scale and the ecological water requirement. In: Environmental Earth Sciences. 73.7, 2015, S. 3327–3334 (researchgate.net PDF). </ref> <ref name="Gao_2016"> Liming Gao, Yaonan Zhang: Spatio-temporal variation of hydrological drought under climate change during the period 1960–2013 in the Hexi Corridor, China. In: Journal of Arid Land. 8.2, 2016, S. 157–171 (jal.xjegi.com PDF; 445 kB). </ref> <ref name="Lü_2010"> YanWu Lü et al.: 10Be in quartz gravel from the Gobi Desert and evolutionary history of alluvial sedimentation in the Ejina Basin, Inner Mongolia, China. In: Chinese Science Bulletin. 55.33, 2010, S. 3802–3809 (cge.ac.cn PDF; 703 kB). </ref> <ref name="Ma_2014"> Ning Ma et al.: Observation of mega-dune evaporation after various rain events in the hinterland of Badain Jaran Desert, China. In: Chinese Science Bulletin. 59.2, 2014, S. 162–170 (@1@2Vorlage:Toter Link/www.academia.eduacademia.edu (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) PDF; 1 MB). </ref> <ref name="Yan_2016"> Haiming Yan et al.: Effects of Climate Change and LUCC on Terrestrial Biomass in the Lower Heihe River Basin during 2001–2010. In: Energies. 9.4, 2016, S. 260 (mdpi.com PDF; 3,27 MB) – (mdpi.com) </ref> <ref name="Zhang_2009">Y. H. Zhang, X. F. Song, Y. Q. Wu: Use of oxygen-18 isotope to quantify flows in the upriver and middle reaches of the Heihe River, Northwestern China. 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