Orientalische Nieswurz
Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.
| Orientalische Nieswurz | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Orientalische Nieswurz 20250320 143657.jpg
Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Helleborus orientalis | ||||||||||||
| Lam. |
Die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis), Lenzrose oder Frühlings-Christrose ist eine Art der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Orientalische Nieswurz wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Gruppen bildet. Die Laubblätter besitzen gesägte Blattabschnitte. Das Blattwerk verwelkt gelegentlich bereits während der Blüte und wird anschließend eingezogen, neues Blattwerk erscheint kurz darauf.
Die kleinen, hellen Blüten, deren Färbung von weiß, grünlich, rosa bis hellviolett reicht, weisen gelegentlich dunkle Flecken auf. Es werden Balgfrüchte gebildet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="IPCN" />
-
Lenzrose (Hybride) im Schnee
-
Blüten einer Lenzrose (Hybride)
-
Reife Früchte
-
Samenkapseln einer Helleborus orientalis.
Verbreitung[Bearbeiten]
Die Orientalische Nieswurz ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet. In der Türkei kommt sie auch auf europäischem Boden vor, Nachweise in Griechenland haben sich aber nicht bestätigt<ref name="AtlasFloraeEuropaeae1989" />. Lokal tritt sie in Deutschland als Neophyt im Grabfeld, in Baden-Württemberg bei Pforzheim und im Gebiet der Jagst (Langenburg), in Bayern im Würmtal auf.<ref name="roth2" /> Auch in der Schweiz kommt sie verwildert vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie und Systematik[Bearbeiten]
Die Orientalische Nieswurz wurde 1789 von Jean-Baptiste de Lamarck in Encyclopédie méthodique. Botanique Band 3 Teil 1 Seite 96–97 als Helleborus orientalis erstbeschrieben.
Unterarten[Bearbeiten]
Die Art Helleborus orientalis umfasst mehrere Unterarten<ref name="Zander2008" />. Sie kommen alle im Gebiet der Türkei und im Kaukasusraum vor:
- Helleborus orientalis subsp. abschasicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Braun) B.Mathew
- Helleborus orientalis subsp. guttatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Braun & F.W.H.Sauer) B.Mathew
- Helleborus orientalis subsp. orientalis.
Verwendung als Zierpflanze[Bearbeiten]
Die Sorten der Orientalischen Nieswurz sind ausgesprochen winterhart. Ihre Blüten erscheinen bereits im Winter oder zeitigen Frühjahr. Sie werden ähnlich wie die aus derselben Gattung stammende Christrose (Helleborus niger) und die Purpur-Nieswurz (Helleborus purpurascens) gelegentlich in Gärten angepflanzt. Bei den in Gärten gepflanzten Sorten handelt es sich selten um Helleborus orientalis, es sind fast immer Hybriden unterschiedlicher Eltern, die als Helleborus ×hybridus bezeichnet werden sollten.
Inhaltsstoffe[Bearbeiten]
Die Orientalische Nieswurz iat giftig.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
Literatur[Bearbeiten]
- Angelika Lüttig, Juliane Kasten: Hagebutte und Co. Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen. Fauna-Verlag, Nottuln 2003, ISBN 3-935980-90-6.
- Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8 (Nymphaeaceae to Ranunculaceae). Helsinki 1989. ISBN 951-9108-07-6, Helleborus orientalis auf Seite 25
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="roth2"></ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> <ref name="AtlasFloraeEuropaeae1989">Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8 (Nymphaeaceae to Ranunculaceae). Seite 25, Helsinki 1989. ISBN 951-9108-07-6</ref> <ref name="IPCN">Helleborus orientalis bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="InfoFlora">Helleborus orientalis Lam. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024">Jens G. Rohwer: Ranunculaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 340.</ref> </references>