Hessenbergmatrix
Eine Hessenbergmatrix ist eine spezielle Klasse von quadratischen Matrizen, die insbesondere im mathematischen Teilgebiet der numerischen linearen Algebra betrachtet wird. Benannt sind diese Matrizen nach Karl Hessenberg.
Definition[Bearbeiten]
Eine (obere) Hessenbergmatrix ist eine quadratische Matrix <math>H\in\mathbb{C}^{n\times n}</math>, deren Einträge unterhalb der ersten Nebendiagonalen gleich Null sind, also <math>h_{ij}=0</math> für alle <math>i>j+1</math>.
<math>H = \begin{pmatrix} h_{11} & h_{12} & h_{13} & \cdots & h_{1n}\\ h_{21} & h_{22} & h_{23} &\cdots & h_{2n}\\ 0 & h_{32} & h_{33} & \cdots & h_{3n}\\ \vdots & \ddots & \ddots & \ddots & \vdots\\ 0 & \cdots & 0 & h_{nn-1} & h_{nn} \end{pmatrix}</math>
Analog definiert man die untere Hessenbergmatrix als eine quadratische Matrix, deren Transponierte eine obere Hessenbergmatrix ist. Ist nur von einer Hessenbergmatrix die Rede, ist meist eine obere Hessenbergmatrix gemeint.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Eine Matrix, die sowohl eine untere als auch eine obere Hessenbergmatrix ist, ist eine Tridiagonalmatrix.
Anwendung[Bearbeiten]
Hessenbergmatrizen treten in natürlicher Weise in Krylow-Unterraum-Verfahren und als Vorstufe bei der Berechnung von Eigenwerten mittels des QR-Algorithmus auf. Die numerische Transformation einer beliebigen Matrix auf Hessenbergform wird beim QR-Algorithmus beschrieben. Die Struktur der Matrizen spiegelt sich in der Inversen, der Adjunkten und in den Eigenvektoren wider.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />