Honiggräser
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| Honiggräser | ||||||||||||
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| Datei:Holcus lanatus Gestreepte witbol closeup.jpg
Wolliges Honiggras (Holcus lanatus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Holcus | ||||||||||||
| L. |
Honiggräser (Holcus) sind eine Gattung innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Die etwa zwölf sind von Europa bis Südwestasien und in Makaronesien, Nordafrika und Südafrika verbreitet.<ref name="POWO" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Honiggras-Arten zeichnen sich überwiegend durch eine samtige Behaarung aus.


Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Honiggras-Arten sind ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen. Die Pflanzenteile sind mehr oder weniger behaart. Die Blatthäutchen (Ligulae) sind ein kurzer häutiger Saum.<ref name="Conert1997" /> Die Blattspreiten sind in der Knospenlage zusammengerollt, später flach, beiderseits behaart oder kahl.<ref name="Conert1997" /> Die Halme haben 2 bis 7 Knoten.<ref name="Conert1997" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die rispigen Blütenstände sind mehr oder weniger dicht. Die Ährchenstiele sind dünn, meist dicht behaart und zerbrechen zur Reifezeit.<ref name="Conert1997" /> Die abgeflachten Ährchen enthalten zwei-, selten drei Blüten. Die unterste Einzelblüte ist zwittrig, die obere meist männlich. Die etwas ungleichen Hüllspelzen sind papierartig und umgeben die Deckspelzen und die gesamten Ährchen meist vollständig. Die unteren sind einnervig, die oberen dreinervig.<ref name="Conert1997" /> Die meist undeutlich genervten Deckspelzen sind auf dem Rücken gerundet. Die oberen und/oder die unteren Deckspelzen sind begrannt. Die Grannen ragen mehr oder weniger weit aus den männlichen Ährchen heraus. Die Granne ist gekniet; die Untergranne ist gedreht, die Obergranne ist gerade oder hakenförmig nach außen gebogen.<ref name="Conert1997" /> Die Vorspelzen sind zweinervig und etwa so lang wie die Deckspelzen.<ref name="Conert1997" /> Der Fruchtknoten ist kahl.<ref name="Conert1997" />
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Holcus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 1047 aufgestellt.<ref name="POWO" />
Das Verbreitungsgebiet der Gattung reicht von Europa über Makaronesien, Nordafrika und Südafrika bis Südwestasien.<ref name="POWO" />
Die Gattung Holcus umfasst je nach Autor etwa zwölf Arten:<ref name="POWO" />
- Holcus annuus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salzm. ex C.A.Mey.: Es gibt etwa drei Unterarten:<ref name="POWO" />
- Holcus annuus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Salzm. ex C.A.Mey. subsp. annuus: Sie kommt vom Mittelmeerraum bis Transkaukasien vor.<ref name="POWO" />
- Holcus annuus subsp. duriensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(P.Silva) Franco & Rocha Afonso: Sie kommt nur im nordöstlichen Portugal und in nordwestlichen Spanien vor.<ref name="POWO" />
- Holcus annuus subsp. setiglumis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Boiss. & Reut.) M.Seq. & Castrov. (Syn.: Holcus setiglumis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss. & Reut.): Sie kommt im südlichen Mittelmeerraum, in Spanien, Italien und Griechenland vor.<ref name="POWO" />
- Holcus azoricus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M.Seq. & Castrov.: Sie kommt nur auf den Azoren vor. Sie ist vielleicht eine Hybride zwischen Holcus lanatus und Holcus rigidus.<ref name="POWO" />
- Holcus caespitosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss.: Dieser Endemit gedeiht auf steinigen Abhängen in Höhenlagen von 2900 bis 3100 Metern nur in der Sierra Nevada im südlichen Spanien.<ref name="POWO" /><ref name="FloraEuropaea1980" />
- Holcus gayanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss.: Sie kommt in Spanien und Portugal vor.<ref name="POWO" />
- Holcus grandiflorus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss. & Reut.: Sie kommt nur in Spanien vor.<ref name="POWO" />
- Holcus hierrensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Stierst.) Stierst. & M.Seq. (Syn.: Holcus mollis subsp. hierrensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stierst.): Dieser Endemit kommt nur auf der Kanarischen Insel El Hierro vor.<ref name="POWO" />
- Wolliges Honiggras<ref name="Zander2008" /> (Holcus lanatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Sie kommt von Europa und Nordafrika bis zum Kaukasusraum und in Makaronesien vor.<ref name="POWO" />
- Weiches Honiggras<ref name="Zander2008" /> (Holcus mollis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Sie kommt in Europa und Nordwestafrika vor. Sie ist in der Neuen Welt, Australien und Makaronesien ein Neophyt.<ref name="POWO" />
- Holcus notarisii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nyman: Dieser Endemit kommt nur an der Küste des nordwestlichen Italien vor.<ref name="POWO" />
- Holcus pintodasilvae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M.Seq. & Castrov.: Sie wurde 2013 aus Madeira erstbeschrieben.
- Steifes Honiggras<ref name="Zander2008" /> (Holcus rigidus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hochst.): Es kommt nur auf den Azoren vor.<ref name="POWO" /> In Mitteleuropa wurde es eingeschleppt im nördlichen Bayern beobachtet.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
- Holcus setiger Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nees: Sie kommt nur in der Capensis in den südafrikanischen Provinzen Nord- sowie Westkap vor.<ref name="POWO" />
Vorlage:Hinweisbaustein Außerdem gibt es die Hybride:
- Holcus ×hybridus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wein = Holcus lanatus × Holcus mollis
Nicht mehr zur Gattung Holcus wird gerechnet:
- Holcus saccharatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. → Sorghum bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Moench
- Holcus sorghum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. → Sorghum cernuum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ard.) Host.
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Zhen-lan Wu, Sylvia M. Phillips: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 22: Poaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2006, ISBN 1-930723-50-4. Holcus L. S. 334 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- Thomas Gaskell Tutin: Holcus L. S. 230–231. In: Thomas Gaskell Tutin et al.: Flora Europaea. Band 5, Cambridge University Press 1980, ISBN 0-521-20108-X.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="POWO"> Holcus. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraEuropaea1980"> Thomas Gaskell Tutin: Holcus L. S. 230–231. In: Thomas Gaskell Tutin et al.: Flora Europaea. Band 5, Cambridge University Press 1980, ISBN 0-521-20108-X. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Michael Koltzenburg: Holcus. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 302. </ref> <ref name="Conert1997"> Hans Joachim Conert: Familie Poaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 3. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1997, ISBN 3-489-52020-3, S. 321–327. </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt et al.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. 2. Band, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> </references>