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Glockengießerei Hilzer

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(Weitergeleitet von Ignaz Hilzer)
Datei:PeterHilzerGlocke1887Waldschule01.jpg
Peter-Hilzer-Glocke 1887 der Waldschule Wiener Neustadt
Datei:Wien - Othmarkirche, Totenglocke (2).JPG
Totenglocke 1868 der Wiener Othmarkirche

Die Glockengießerei Hilzer war von 1838 bis 1907 eine Glockengießerei in der Stadt Wiener Neustadt in Niederösterreich.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Glockengießerei Hilzer von Ignaz Hilzer (* 24. Juli 1810 in St. Bernhard bei Horn; † 25. März 1880 in Wr. Neustadt),<ref name="A">Hilzer, Peter Ignatz (1846–1907), Glockengießer. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1959, S. 319.</ref> nachdem er 1838 den kleinen Betrieb des verstorbenen Glockengießers Josef Schweiger († 1802), der von der Witwe weitergeführt wurde,<ref name="wiener">Wiener Neustadt: Handwerk und Industrie im Wandel der Zeit</ref> übernahm.

Der Betrieb entwickelte sich zur bedeutendsten Glockengießerei der k.k. Monarchie<ref name="wiener" /> und der Inhaber erhielt die gewerbliche Auszeichnung k.k. Hofglockengießer.<ref name="A"/>

Im Jahr 1871 trat Ignaz Hilzers Sohn Peter Ignatz, auch Peter Ignaz, (* 19. Juni 1846 in Wr. Neustadt; † 29. November 1907 ebenda) dem Betrieb als Teilhaber bei und wurde 1880 nach dem Ableben seines Vaters dessen Alleininhaber.<ref name="DH">Die Jubiläums-Gewerbe-Ausstellung in Wort und Bild. Gratisbeiblatt zur illustrierten Zeitschrift „Der Humorist“ vom 6. August 1888 (Seite 5)</ref> Nach dem Tod von Hilzers Sohn übernahm Max Samassa, ein Industrieller aus Laibach (heutiges Ljubljana), den Betrieb und löste ihn 1931 auf.<ref>V. Valenčič: Samassa, Max (1862–1945), Industrieller. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 9, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1988, ISBN 3-7001-1483-4, S. 407.</ref>

Die Firma hatte bis März 1906 über 6600 Glocken mit einem Gewicht von über 1.800 Tonnen gegossen.<ref name="A"/>

Gießerei auf der Barbakane[Bearbeiten]

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Barbakane Wiener Neustadt im oberen Bereich demontiert und ebendort 1868 von Ignaz Hilzer eine neue Glockengießerei errichtet, welche bis 1937 im Betrieb stand. Sie hatte zwei Schmelzöfen und zwei Gussgruben und südlich davon ein Betriebsgebäude mit einem eigenen kreisrunden Brunnen. Die für den Glockenguss erforderliche Erde (Erdpackung) war bei den Grabungen 1995/1997 noch gut erhalten, eine große Bronzeplatte wurde im Schutt gefunden, gleichfalls Reste von Gusssand und Lehm.

Erhaltene Glocken[Bearbeiten]

Ehemalige Glocken[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Glockengießerei Hilzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />