Weißfilziges Greiskraut
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| Datei:Senecio cineraria5.jpg
Weißfilziges Greiskraut (Jacobaea maritima) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Jacobaea maritima | ||||||||||||
| (L.) Pelser & Meijden |
Das Weißfilzige Greiskraut (Jacobaea maritima), auch Silber-Greiskraut, Silberfarbiges Greiskraut, Zweifarbiges Greiskraut, Silberblatt oder Aschenpflanze genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Jacobaea (früher als Untergattung der Gattung der Greiskräuter (Senecio zugeordnet) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae)). Diese mediterrane Pflanzenart wird als Zierpflanze in Parks, Gärten sowie auf Gräbern verwendet und dient als so genannte „Strukturpflanze“ im Beet.
Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Der reichverzweigte Halbstrauch erreicht Wuchshöhen von 25 bis 60 Zentimetern. Die Laubblätter bilden nicht blühende, grundständige Rosetten oder sind am blühenden Stängel verteilt. Die Laubblätter sind gelappt oder fiederschnittig mit fiederteiligen bis gelappten oder fast ganzen Lappen, sind 4 bis 15 Zentimeter lang sowie 2,5 bis 7 Zentimeter breit. Die Blattoberseite ist spinnwebig filzig und verkahlend und die Blattunterseite dicht weißfilzig behaart.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
In einem trugdoldigen Blütenstand stehen viele Blütenkörbe. Diese haben einen Durchmesser von 12 bis 15 Millimeter und enthalten Zungen- und Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind ebenfalls weißfilzig, wobei die inneren etwa 7 Millimeter und die äußeren bis 3 Millimeter lang werden. Außen steht ein Kranz mit 10 bis 13 hellgelben, zygomorphen und weibliche Zungenblüten (= Strahlenblüten), sie sind 10 bis 13 Millimeter lang. Innen stehen die orangefarbenen und zwittrigen Röhrenblüten (= Scheibenblüten). Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Es werden rippige Achänen mit längerem und weißlichem Pappus gebildet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.<ref name="IPCN" />
Die Pflanze ist giftig.<ref>Jacobaea maritima bei vetpharm.uzh.ch</ref><ref>Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Der Kosmos Heilpflanzenführer. Kosmos, 2019, ISBN 978-3-440-16504-1, S. 180.</ref>
Vorkommen[Bearbeiten]
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst den Mittelmeerraum. In weiteren Ländern, auf den Kanaren, Azoren, Balearen, in Großbritannien, Irland, Portugal, Algerien, Marokko, in den Niederlanden, Deutschland, Bulgarien, in der Ukraine und in Neuseeland ist sie ein Neophyt.<ref name="GRIN" /> Als typische mediterrane Küstenpflanze besiedelt sie Küstenfelsen und stabilisierte Küstendünen. In Deutschland ist die Art in Helgoland in Einbürgerung begriffen.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />
Systematik[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung erfolgte unter dem Namen (Basionym) Othonna maritima durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 925. Die Neukombination zu Jacobaea maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Pelser & Meijden wurde 2005 durch Pieter B. Pelser und Ruud van der Meijden in Heukels' Flora van Nederland, 23. Auflage, S. 677 veröffentlicht.<ref name="Tropicos" /> Weitere Synonyme für Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Pelser & Meijden sind: Cineraria maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) L., Senecio cineraria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Senecio maritimus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Rchb. non Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.f., Senecio gibbosus subsp. cineraria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(DC.) Peruzzi & al., Senecio bicolor subsp. cineraria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(DC.) Chater.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />
Von der Art Jacobaea maritima gibt es je nach Autor mehrere Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Jacobaea maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Pelser & Meijden subsp. maritima: Sie ist beheimatet in Spanien, Frankreich, Tunesien, Italien, Korsika, Sardinien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina<ref name="Euro+Med" />
- Jacobaea maritima subsp. bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Willd.) B.Nord. & Greuter (Syn.: Cineraria bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd., Senecio bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Willd.) Tod. non Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Viv., Senecio willdenowii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Peruzzi & N.G.Passal., Senecio cineraria subsp. bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Willd.) Arcang., Senecio gibbosus subsp. bicolor Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Willd.) Peruzzi & al.): Bei dieser Unterart ist die Endfieder so breit wie lang und stumpf. Das Verbreitungsgebiet umfasst das zentrale und östliche Mittelmeergebiet mit Frankreich, Italien, Sizilien, Tunesien, Griechenland, der Ägäis und der Türkei.<ref name="Euro+Med" />
- Jacobaea maritima subsp. sicula Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.N.G.Passal. & al.: Sie kommt nur auf Sizilien und Malta vor.<ref name="Euro+Med" />
Bei manchen Autoren gibt es die Artengruppe Jacobaea maritima aggr. mit den Arten:
- Jacobaea candida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(C.Presl) B. Nord. & Greuter (Syn.: Senecio bicolor subsp. nebrodensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Guss.) Chater). Bei dieser Art sind insgesamt die Laubblätter breiter, von leierförmig fiederschnittiger Form und mit gezähntem Blattrand. Sie ist ein Endemit auf Sizilien.<ref name="POWO" />
- Jacobaea gibbosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Guss.) B.Nord. & Greuter: Sie kommt nur in Italien und in Sizilien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Jacobaea maritima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Pelser & Meijden.<ref name="Euro+Med" />
Literatur[Bearbeiten]
- Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Kosmos-Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Über 1600 Pflanzenarten. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06223-6, S. 226.
- Marilena Idžojtić: Dendrology. Acedemic Press, 2019, ISBN 978-0-12-819644-1, S. 640.
Weblinks[Bearbeiten]
- Thomas Meyer: Greiskraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Senecio cineraria bei Plants For A Future (engl.)
- Datenblatt von Senecio bicolor/Senecio cineraria mit Verbreitung in Frankreich bei Tela Botanica.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Jacobaea maritima bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN">Senecio cineraria bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Jacobaea maritima In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024">Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 823.</ref> <ref name="POWO">Jacobaea. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>