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al-Yaʿqūbiyya

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اليعقوبية
Յակուբիե
Al-Yaʿqūbiyya
Al-Yaʿqūbiyya (Syrien)
Al-Yaʿqūbiyya (Syrien)
Koordinaten 35° 55′ N, 36° 19′ OKoordinaten: 35° 55′ N, 36° 19′ O
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Basisdaten
Staat Syrien
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Idlib
Höhe 460 m
Einwohner 476
Ansicht von einer Kirche auf eine andere Kirche in al-Yaʿqūbiyya
Ansicht von einer Kirche auf eine andere Kirche in al-Yaʿqūbiyya
Ansicht von einer Kirche auf eine andere Kirche in al-Yaʿqūbiyya

Yacoubiyah ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), arabisch اليعقوبية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); auch Yakoubieh, Yacoubieh oder Yacoubeh genannt) ist ein ehemals (bis vor 2013) christlich-armenisches Dorf im Nordwesten Syriens, Teil des Bezirks Dschisr asch-Schughur im Gouvernement Idlib. Al-Yaʿqūbiyya befindet sich westlich der Großstadt Idlib und südöstlich der Grenze zur Türkei. Es befindet sich auf einem gut befestigten Berg über dem Fluss Orontes,<ref name="GP"/> mit einer Erhebung von 480 Metern über dem Meeresspiegel. Nahegelegene Ortschaften sind Qunaya im Osten, Kafr Dibbin weiter im Osten, das nahiyah („Subdistrikt“)-Zentrum von al-Dschanudiya im Süden, al-Malnad im Westen und Zarzur im Norden.<ref>Ya'qubiyah Map. Mapcarta.</ref> Seit Anfang 2013 ist es von regierungsfeindlichen Rebellen besetzt und vom Großteil seiner ursprünglichen Bewohner verlassen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Gemäß dem Syrischen Zentralen Statistikbüro hatte al-Yaʿqūbiyya in der Volkszählung von 2004 eine Einwohnerzahl von 476.<ref>Janudiyah nahiyah population</ref> Ihre Einwohner waren hauptsächlich Christen, jeweils zur Hälfte armenisch-apostolisch und katholisch. Die umliegenden Gebiete waren vorwiegend von sunnitischen Muslimen bevölkert.<ref name="GP">Christian hamlet escapes Syria war but falls prey to looters. Global Post. Originally published by Agence France-Presse. 8. Februar 2013.</ref> Es gab zwei armenisch-apostolische Kirchen in al-Yaʿqūbiyya: Sankt Anna ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Sankt Hripsime ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Letztere war der Sankt-Hripsime-Kirche in Etschmiadsin nachempfunden. Es gab auch eine armenisch-katholische Kirche.<ref name="GP"/>

Geschichte[Bearbeiten]

Al-Yaʿqūbiyya wurde zusammen mit den nahegelegenen Ortschaften Kesab und Ghenamiyah zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert nach Christus von Armeniern besiedelt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Vicar of Armenian Prelacy of Gezire: Yakoubiye (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.periotem.com. Das Armenische Prälat von Aleppo. 2004–2007.</ref>

Im Jahre 1929 wurde durch die Bemühungen der Armenischen Allgemeinen Wohltätigkeitsunion (AGBU) und dem armenischen Prälat der Diözese von Aleppo eine armenische Schule im Dorf gebaut, wo neben der französischen und arabischen Sprache auch Armenisch unterrichtet wurde.

Syrischer Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Während des Syrischen Bürgerkrieges, der im Jahre 2011 begann, wurde al-Yaʿqūbiyya im Januar 2013 von den regierungsfeindlichen Rebellen erobert. Der größte Teil des Kampfes um die Eroberung des Dorfes fand um einen Posten der syrischen Armee am Dorfeingang statt. Die Regierungstruppen zogen sich daraufhin nach Dschisr asch-Schughur zurück. Während al-Yaʿqūbiyyas Infrastruktur nicht großflächig zerstört wurde und keine Einwohner bei den Kämpfen getötet wurden, wurde der größte Teil der aufgegebenen Häuser und Geschäfte geplündert und zerstört. Die Rebellen verschanzten sich in einigen Häusern des Dorfes und behaupteten, dass sie von den Einwohnern die Erlaubnis dafür hätten. Gemäß anfänglichen Berichten örtlicher Bewohner flohen die meisten apostolischen Armenier aus ihrem Heimatdorf vor den Rebellen, während die meisten Katholiken zunächst blieben.<ref name="GP"/>

Seit 2017 ist die Miliz Haiʾat Tahrir asch-Scham die dominante Rebellengruppe in der Region. Die Franziskaner (OFM) der Kustodie des Heiligen Landes, die hier ein Kloster hatten, weigerten sich allerdings zu gehen und wollten weiter für die Menschen da sein. Am 4. Juli 2015 wurde der Franziskanerpater Dhiya Azziz von Islamisten entführt, aber nach einigen Tagen freigelassen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Reports say kidnapped Franciscan priest released in Syria. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. Juni 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cathnews.com CathNews (Australia), 14. Juli 2015.</ref> Öffentliches christliches Leben wird von der islamistischen Miliz nicht geduldet, weshalb sämtliche christlichen Symbole entfernt wurden und christliche Feiern und Gottesdienste nur hinter verschlossenen Türen stattfinden können. Die bescheidenen Gottesdienste werden von den wenigen verbliebenen Katholischen, Orthodoxen und Armenisch-Apostolischen gemeinsam gefeiert. Jeglicher außen sichtbare Schmuck zu Festen ist ausdrücklich verboten, und es wird Dschizya kassiert.<ref name="ostkirchen-2018-12-23">Wie die Christen in den von Islamisten kontrollierten Dörfern am Orontes Weihnachten feiern. In den früher stark christlich geprägten Ortschaften darf nichts „Sichtbares“ an das Christentum erinnern – Zwei Franziskaner halten die Stellung in den Dörfern der Provinz Idlib - Briefwechsel mit Papst Franziskus. Ostkirchen.info, 23. Dezember 2018.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />