Japanische Managementkultur
Bei der japanischen Managementkultur handelt es sich um einen Führungsstil, der vor allem in wirtschaftlich unstabilen Zeiten mit der hohen Wertschätzung zu Mitarbeitern und Produktionstechniken, abgeleitet von japanischen Lebens- und Arbeitsphilosophien beziehungsweise Methoden, in Japan gängig Anwendung findet.<ref>Campus Verlag Japanisches Management In onpulson (deutsch), abgerufen am 27. Januar 2017.</ref> Dieser japanische Führungsstil im Management weist starke Parallelen zur japanischen Menschenführung auf, die auch als Leadership bekannt ist.<ref>Changing Minds Leadership vs. Management In changingminds.org (englisch), abgerufen am 28. Januar 2017.</ref>
Japanische Managementkultur als Führungsstil[Bearbeiten]
Zunächst soll geklärt sein, dass sich die japanische Managementkultur und damit der Führungsstil auf der Basis der Theorie Z<ref group="A">Eine Mischung aus der X-Y-Theorie, gilt aber als Kultur Z.</ref> bewegt, somit ist davon auszugehen, dass Faktoren wie Identifikation mit dem Unternehmen und Motivation der Mitarbeiter grundsätzlich im Stil behandelt werden.<ref>Rainer Müller „Theorie X und Theorie Y“ sowie Theorie Z (4/12) In rainer-mueller.de (deutsch), abgerufen am 27. Januar 2017.</ref> Die japanischen Führungsmethoden sind im Gegensatz zu den US-amerikanischen Methoden, die auf Individualität und Selbstständigkeit ausgelegt sind, eher auf Gruppenarbeit und den Austausch von Ideen bezogen.<ref name="JIC2">How to cope with a micromanaging Japanese boss. In Japan Intercultural Consulting (englisch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref> Die Kommunikation zwischen Management und Arbeitnehmern ist in Japan ein wichtiger Faktor, der mit einem berühmten Zitat von Morita Akio erklärt werden soll:
„Eine Firma wird nirgendwo hinkommen, wenn alles Denken dem Management überlassen wird.“
Japanische Unternehmen gehen davon aus, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, große Entwicklungen mit persönlicher Entfaltung zu erreichen, und wollen sich damit ihren Nutzen für das eigene Unternehmen schaffen.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Hu Rong, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Shan Xiaohai und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Deng Nanlin, am 2. Juli 2013 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Übersicht der japanischen Unternehmenskultur und ihr Management-Modell In vanke Weekly (chinesisch), abgerufen am 27. Januar 2017.</ref> Matsushita Kōnosuke, der für die Gründung des Unternehmens Matsushita Electric Industrial, das später in Panasonic Corporation umbenannt wurde, bekannt ist, schuf während der Great Depression in den 30ern, die auch Japan betraf, 1933 fünf der später (1937) sieben Kernprinzipien, die als „Seven Principles“ (dt. sieben Kernprinzipien) bekannt geworden sind.<ref>SCHOLASTIC Pearl Harbor: 1929 The Great Depression In teacher.scholastic.com (englisch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref><ref name="Kounosuke">Tribut-Website zu Matsushita Kōnosuke Biography In konosuke-matsuhita.com (englisch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref>
Diese Kernprinzipien prägen den japanischen Führungsstil bis heute:<ref>1000advices Lessons from Konosuke Matsushita, Panasonic's Founder – 7 Core Principles of Management Philosophy In 1000advices.com (englisch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref>
- Beitrag zur Gesellschaft
- Fairness und Ehrlichkeit
- Zusammenarbeit und Teamgeist
- Erbarmungslose Anstrengungen zur Verbesserung
- Höflichkeit und Demut
- Anpassungsfähigkeit
- Dankbarkeit
Methoden[Bearbeiten]
Orientiert an den Kernprinzipien finden folgende Methoden in japanischen Unternehmen ausgehend vom Management ihre Anwendung:
Hōrensō[Bearbeiten]
Der japanische Begriff Hōrensō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) in anderer Umschrift Hourensou) steht für einen Führungsstil, bei dem Mitarbeiter, im Falle eines Problems im Unternehmen, das Problem den Vorgesetzten oder der Organisationsabteilung melden und nicht untereinander für sich behalten sollen. Dies soll die Mitarbeiter dazu führen, Probleme zu besprechen und nicht zu glauben, diese alleine bewältigen zu müssen.<ref name="JIC">Patricia Pringle – Japan Intercultural Consulting, am 1. Mai 2012 HORENSO – (REPORT, CONTACT AND CONSULT) In Japan Intercultural Consulting (englisch), zuletzt abgerufen am 26. Januar 2017.</ref> Um Verwechslungen mit dem japanischen Wort für Spinat zu vermeiden, nutzt man auch die Schreibweise Ho–Ren–So; hierbei steht das Hō für „Hōkoku“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); dt. Bericht), Ren für „Renraku“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); dt. Kontakt) und Sō für „Sōdan“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); dt. Beratung). Somit würde man das Akronym Ho–Ren–So theoretisch als Bericht–Kontakt–Beratung ins Deutsche übersetzen und hiermit auch den Vorgang mit der Berichterstattung des Problems, der Kontaktaufnahme zum Vorgesetzten und der anschließend entstehenden Diskussion beziehungsweise Hilfestellung beschreiben.<ref>Juju Kurihara, am 22. Januar 2015 What is HOURENSOU? In Iromegane.com (englisch), zuletzt abgerufen am 26. Januar 2017.</ref> Diese drei Attribute charakterisieren die hierbei entstehende Kollaboration und den Informationsfluss in der effektiven Organisationskultur.<ref name="JIC" /><ref name="JIC2" /> Als geeignet gilt dieser Führungsstil bei Fabrikarbeitern, die mit komplizierten Maschinen arbeiten, Ingenieuren und Managern.<ref name="JIC" />
Genchi Genbutsu[Bearbeiten]
Unter Genchi Genbutsu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) versteht man den Stil von Führung, bei dem man selbst (das Management / der Vorgesetzte) an die Wurzel eines Anliegens oder Problems geht, um notwendige Informationen für richtige Entscheidungen abzuleiten, und anschließend die Ziele in optimaler Geschwindigkeit erreicht werden. Kurzgefasst wird Genchi Genbutsu beispielsweise „Selbst vor Ort Erkenntnisse gewinnen“ übersetzt.<ref>Manufacturing Terms Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Genchi genbutsu ( vom 24. April 2017 im Internet Archive) In Manufacturing Terms (englisch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref> Dieser Führungsstil basiert auf einem der fünf Leitsätze von Toyota, die als The Toyota Way populär sind.<ref>Toyota – Unternehmensphilosophie Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der Toyota Way ( vom 27. Januar 2017 im Internet Archive) In Toyota (deutsch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref>
Ringi Seido bzw. Ringisei[Bearbeiten]
Mit Ringi Seido ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder Ringisei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet man einen japanischen Entscheidungsfindungsprozess, der auf Gruppenentscheidungen, ausgehend von einem Individuum, basiert.<ref name="William P.">William P., am Freitag, den 1. Januar 1999, publiziert im Business Forum Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ringi Management Process ( vom 20. Oktober 2016 im Internet Archive) In stiltij.nl (englisch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref>
Kriterien mit Vergleich zum US-amerikanischen Führungsstil[Bearbeiten]
Um einen Überblick über die Systematik des japanischen Führungsstils zu geben, sind folgend die grundlegenden Kriterien in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Der Ursprung wird definiert, um die Einflussfaktoren auf die geschaffene Managementkultur zu verdeutlichen. Zusätzlich wird für eine bessere Darstellung im Bezuge auf andere Stile ein Vergleich zum US-amerikanischen Führungsstil vorgeführt.
| Kriterien <ref name="zh">Zhang Yulai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Institute of Japanese Study, Nankai University, Tianjin, 300071, China, am 15. September 2010: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Contemporary Economy of Japan (Zeitschrift); Titel: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – The Pattern and Path of the Japanese Management Model (chinesisch / englisch), gelesen am 27. Januar 2017.</ref> |
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| Beschäf- tigungs- system |
Diese ganzen Punkte sollen eine Harmonie für die Arbeitnehmer in Zusammenarbeit unter sich und zum Management schaffen, indem versucht wird, die Arbeitnehmer an das Unternehmen zu binden und gegebenenfalls das ganze Berufsleben lang zu beschäftigen.<ref>Dean McFarlin, Paul D. Sweeney – International Management: Strategic Opportunities & Cultural Challenges (Buch), Japanese Culture (Titel), S. 123 bis S. 125, Routledge Verlag (4. Ausgabe vom 22. Juli 2010)</ref> |
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| Business- to- Business |
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Im Gegensatz zur japanischen Gruppenarbeit und dem dadurch entstehenden Zusammenhalt an der Börse, geht es in den Vereinigten Staaten eher stark konkurrierend vor. Einige Konzerne haben sogar Anteile an Unternehmen, die gegenseitig konkurrieren.<ref>The Economist, 26. März 2016 [www.economist.com/news/briefing/21695385-profits-are-too-high-america-needs-giant-dose-competition-too-much-good-thing Too much of a good thing] In The Economist (englisch), abgerufen am 30. Januar 2017.</ref> |
| Der Markt |
Anhand dieser Punkte lässt sich sagen, dass das Management in ihren Aktivitäten weitgehend flexibel sein darf, aber abhängig von den staatlichen Eingriffen beschränkt sein kann. |
Der Staat handelt kaum mit Eingriffen in den Markt und überlässt den Unternehmen damit einen enormen Handelsspielraum, mit dem Vertrauen, dass sich das Individuum in Krisenzeiten beispielsweise über Ersparnisse zum größten Teil selbst schützt. Das Management kann somit unternehmerische Interessen zentralisieren, die die Regierung mit Eingriffen auf den Gesamtmarkt nicht verhindern könnte, aber auch nur, weil dieser Eingriff selten bis nicht vorhanden ist.<ref>Konrad-Adenauer-Stiftung Werden die USA jetzt auch die Soziale Marktwirtschaft einführen? In Konrad-Adenauer-Stiftung (deutsch), abgerufen am 30. Januar 2017.</ref> |
| Entschei- dungs- verfahren |
Hierbei findet die Ringi-seido-Methode ihren Einsatz, die Bottom-up verläuft. Aufgrund der Aufwendigkeit dieses Verfahrens, erfordert diese Methode eine längere Zeit und ist damit strategisch ausgelegt, führt aber zum kollektiven Einbezug der Arbeitnehmer bei den Entscheidungen, die den Konsens ausmachen, womit der Zeitverlust in der späteren Erfüllung ausgeglichen wird. | Im Kontrast zum japanischen Stil, dominiert die Top-down-Methode in US-amerikanischen Unternehmen.<ref>Gabe Duverge, am Freitag, den 16. Oktober 2015, publiziert in Business Administration and Management Top-down vs. Bottom-up Management Styles In Touro University Worldwide (englisch), abgerufen am 28. Januar 2017.</ref> |
| Familis- mus |
Die hierbei entstandene Form von Paternalismus sorgt dafür, dass die Arbeitnehmer unter der „Bevormundung“ regulär keine eigenen Entscheidungen im Unternehmen für sich treffen und einer Hierarchie untergeordnet sind. |
Der „Amerikaner“ folgt mit seiner Freiheit zur Individualität dem Personalismus. |
| Offen- legung von Informa- tionen |
Große japanische Unternehmen orientieren sich zwar an den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aus strategischer Sicht, werden aber stark vom Bankensektor beeinflusst. Die Offenlegung von Informationen erfolgt eher privat zwischen Kreditinstitut und Unternehmen. Die Unternehmen teilen die Buchführungsinformationen aber auch mit den Arbeitnehmern, da diese geschlossenen Gewerkschaften angehören und somit die sozusagen private Kommunikation erhalten bleibt.<ref name="CIA" /><ref>Shyam Sunder – The Japanese style of business accounting (Buch), Westport, Conn. [u. a.] Quorum (Verlag), 1999, Development of Japanese Business Accounting; Labor Market; Corporate Unions, S. 38, gelesen am 29. Januar 2017.</ref>
Es sollte auch erwähnt sein, dass sowohl private als auch öffentliche Kommunikation vom Management betrieben wird. |
In den Vereinigten Staaten läuft dies etwas spezieller, denn dort müssen zusätzlich anhand dieser Bilanzen Gehaltsunterschiede publiziert werden.<ref>Zeit Online, 5. August 2015 um 21:40 Uhr US-Unternehmen müssen Gehaltsunterschiede offenlegen In Die Zeit (deutsch), abgerufen am 30. Januar 2017.</ref> |
Zusammenfassung des japanischen Stils[Bearbeiten]
Das japanische Management orientiert sich auf Langzeit in seinem strategischen Handeln. Kollektive Entscheidungen werden mit Arbeitnehmern zur Konsensbildung vorbereitet und getroffen, gerne auch mit anderen Unternehmen. Damit werden Entscheidungen eher langsam getroffen, berufen sich aber auf eine Vielfalt von Meinungen, womit der Zusammenhalt über die Gruppenarbeit gesichert wird. Mit dem Trend der Offenlegung von Informationen über die öffentliche Kommunikation zum japanischen Volk, erhofft sich das Management das Unternehmen mit einem besseren Image vertreten zu können. Trotzdem wird paternalistisch eine Hierarchie im Unternehmen geschaffen.<ref group="A">Wie bereits in der Überschrift beschrieben, besteht dieser Abschnitt aus einer Zusammenfassung der oben ermittelten Beschreibungen.</ref>
Kleinere Unternehmen[Bearbeiten]
In kleineren japanischen Unternehmen entwickelte sich ein anderer Führungsstil, der mit der Einteilung von Mitarbeitern zu Aufstiegsmöglichkeiten in Form von Meistertiteln sich am deutschen Vorbild orientiert, aber damit nicht identisch ist.<ref>Duden Meister In Duden (deutsch), abgerufen am 26. Januar 2017.</ref> Im japanischen Ausbildungssystem und auf dem japanischen Arbeitsmarkt, wird nicht nach Berufsqualifikationen unterteilt und staatliche Zertifikationen für fachliche Kompetenzen sind nicht gegeben; deswegen existieren auch keine anerkannten Abschlüsse. Diese für den Arbeitsmarkt benötigte Leistung wird daher in Unternehmen intern geschaffen. Hierbei existiert in der Regel keine Festlegung auf einen bestimmten Tätigkeitsbereich, womit die Ausbildung zu einem Generalisten in der Unternehmung erzielt wird. Diese interne Ausbildung führt zu einer individuellen Anpassung bei der Festsetzung der Unternehmung, womit einer anderen Unternehmung diese intern erreichten Qualifikationen als unakzeptabel gelten. Arbeitnehmer sammeln ihre interngeltenden Qualifikationen, indem sie in verschiedene Bereiche oder Tätigkeiten einer Unternehmung eingesetzt werden über das „Training on the job<ref group="A">Auch OJT; on [the] job training; abgekürzt.</ref>“-Konzept.<ref name="Personal">Wolfgang Dorow und Horst Groenewald, am 13. März 2013 – Personalwirtschaftlicher Wandel in Japan: Gesellschaftlicher Wertewandel und Folgen für die Unternehmungskultur und Mitarbeiterführung (E-Book), Gabler (Verlag), 2.3 Die Erosion des „betrieblichen Sozialvertrags“ Nr. 2, S. 357, gelesen am 28. Januar 2017.</ref> Die Zeit bis zum theoretischen Abschluss von „Training on the job“ variiert im Gewerbe wie beispielsweise beim „Sushi-Koch“ mit bis zu 15 Jahren bei Männern, womit schließlich auch geschlechtliche Unterschiede gegeben sind.<ref>Sushikurs Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ausbildung zum Sushikoch ( vom 28. Januar 2017 im Internet Archive) In Sushikurs.eu (deutsch), abgerufen am 28. Januar 2017.</ref>
Es heißt, dass die unternehmungsinterne Ausbildung die Flexibilität im Arbeitseinsatz innerhalb der Unternehmung stärkt, aber die Mobilität der Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt nahezu verhindert. In Form von Shūshin Koyō bindet ein Unternehmen somit seine Arbeitnehmer stärker mit einer gewissen Abhängigkeit in die Unternehmung ein.<ref name="Personal" />
Kritisiert wird der japanische OJT-Führungsstil der Unternehmen, weil er von älteren Vorgesetzten (mit dem Senior Management<ref name="MT" group="A">Terminologie der globalen „Wirtschaftssprache“, im deutschen wirtschaftlichen Sprachgebrauch eher selten vertreten, auch als Management-Team zu beschreiben, aus traditionell japanischer Sicht sind meistens ältere Menschen inbegriffen.</ref> zu vergleichen) nicht an die wirtschaftlichen Veränderungen der Zeit angepasst wurde oder gar komplett verwerflich scheint. Die (älteren) Vorgesetzten scheinen keine neuen Ideen zu entwickeln und hängen an ihrer alten Führungskultur, die sich einer neuen Generation von Wissensgesellschaft stellen muss.<ref>Dr Greg Story, am 28. September 2012 um 7:03 Uhr The death of on-the-job training in Japan In Japan Today (englisch), abgerufen am 28. Januar 2017.</ref>
Frauen im japanischen Management[Bearbeiten]
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Über 30 % der 500 größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung haben mindestens eine Frau, die eine Position im Senior Management ausübt – im Jahr 2013 waren es nur 23 % der Unternehmen.<ref name="TJT 1">JIJI, am 9. Juli 2014 Number of women in Japan Inc. upper management rises, but still far below global average In The Japan Times (englisch), abgerufen am 27. Januar 2017.</ref> 152 Unternehmen haben mindestens ein weibliches Vorstandsmitglied, insgesamt sind dies 192 Frauen, die einen winzigen Bruchteil von 2,6 % der Positionen ausmachen. (Stand: 2014)<ref name="TJT 1" /> Damit haben Frauen in Japan im Vergleich zum internationalen Durchschnitt der Industrieländer eine deutlich (im Verhältnis zu Männern) unterdurchschnittliche Positionierung als Führungskräfte.<ref name="TJT 1" /> Shinzō Abe, der 63. Premierminister Japans, kündigte als Teil seiner „Abenomics“-Politik eine soziale Verbesserung der Rolle von Frauen in Japan an, die die Berufsattraktivität mit der verbesserten Kinderbetreuung steigern soll.<ref>KOJIMA Akira, World Trade Center Tokyo, Inc., am 26. August 2014 Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Abenomics Growth Strategy Enters the Implementation Stage ( vom 27. Januar 2017 im Internet Archive) In Japan Foreign Policy Forum (englisch), abgerufen am 27. Januar 2017.</ref><ref name="Time">Sylvia Ann Hewlett, am 27. September 2013 What’s Holding Japanese Women Back In Time (englisch), abgerufen am 30. Januar 2017.</ref> Zuvor kündigte der damalige Premierminister Jun’ichirō Koizumi 2003 eine flächendeckende Positionierung von 30 % Frauen in Führungspositionen bis 2020 an, die Shinzō Abe in seine „Abenomics“ einbezog, – Problem aber sei die Gesellschaft, in der Frauen in Führungspositionen immer wieder wegen einer sexistischen „Unternehmenskultur“, die vom Familismus der japanischen Gesellschaft geprägt ist, unterdrückt werden.<ref name="Quartz">Steve Mollman, am 6. Dezember 2015 Japan cut its target for women in leadership positions from 30 % to 7 % In Quartz (englisch), abgerufen am 27. Januar 2017.</ref> Die Aufgabenverteilung im Management soll auch geschlechtsbezogen unterschiedlich ausfallen.<ref name="Time" /> Ein Gleichstellungsamt<ref group="A">Von der englischen Bezeichnung Gender Equality Bureau übersetzt.</ref>, das in Japan mit dem Titel Danjo Kyōdō Sankakukyoku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) besteht und über die Rollen der Geschlechter debattiert beziehungsweise Entscheidungen trifft, kündigte gegen Ende 2015 an, dass eine flächendeckende Positionierung eher mit 7 % bis 2021 realistischer sei.<ref name="Quartz" />
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
Da die japanische Managementkultur ein breitfassender Themenbereich ist, werden Literaturangaben zu verschiedenen Themen aufgelistet:
- Byron K Marshall: Capitalism and nationalism in prewar Japan; the ideology of the business elite, 1868–1941. Stanford, Calif., Stanford University, Stanford 1967, ISBN 978-0-8047-0325-3.
- Dean McFarlin, Paul D. Sweeney: International Management: Strategic Opportunities & Cultural Challenges. Routledge Verlag, Perth 2010, ISBN 978-0-415-80299-4.
- Iris Petzold, Alexander Thomas, Nadja Ringel: Beruflich in Japan: Trainingsprogramm für Manager, Fach- und Führungskräfte. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-49061-7.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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Anmerkungen[Bearbeiten]
<references group="A" />